Schlaganfall: erkennen, behandeln, verhindern
Patientenakademie

Schlaganfall: erkennen, behandeln, verhindern

Stralsund

Jedes Jahr ereignen sich rund 280.000 Schlaganfälle in Deutschland – umgerechnet alle zwei Minuten ein Fall. 63.000 Menschen sterben daran. Die Stralsunder Schlaganfallstation versorgt als überregional zertifizierte und damit von der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft anerkannte Stroke Unit jährlich mehr als 800 Schlaganfall-Patienten.

In der Patientenakademie erläutern Prof. Jörn Peter Sieb, Chefarzt der Neurologie am Helios Hanseklinikum Stralsund, und Dr. Steffen Rother, Leiter der Stroke Unit, wie Patienten einen Schlaganfall erkennen können und welche Maßnahmen zur Behandlung und Verhinderung eines erneuten Schlaganfalls angewandt werden. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 12. Dezember 2019 um 18.00 Uhr in der Cafeteria im Krankenhaus am Sund statt.

„Jeder sollte im Falle eines Falles richtig und schnell handeln. Dies gilt insbesondere für Angehörige und Freunde von Risikopatienten“, sagt Prof. Sieb. Der Schlaganfall führe allzu häufig immer noch zu Behinderung und Pflegebedürftigkeit. Deshalb sei er nicht nur für den direkt Betroffenen, sondern auch für dessen Familie mit erheblichen Einschränkungen und tiefgreifenden Veränderungen im bisherigen Leben verbunden. „Auch wenn es einen nicht selbst, sondern ein Familienmitglied betrifft, wird jeder in der Familie durch diese Krankheit belastet.“

Jede Minute zählt

Bei Hinweisen auf einen Schlaganfall muss der Betroffene ohne Verzug mit dem Rettungsdienst in die neurologische Notfallversorgung einer zertifizierten Stroke Unit gebracht werden. Anzeichen eines Schlaganfalls sind unter anderem Lähmungserscheinungen und/oder Taubheitsgefühl einer Körperseite, ein herabhängender Mundwinkel, Störungen der Sprache und gegebenenfalls auch Sehstörungen wie einäugige Blindheit, Gesichtsfeldausfälle oder Doppelbilder. Für die weitere Therapie ist der Beginn der neurologischen Ausfallserscheinungen entscheidend.

Mit jeder Minute, die ungenutzt verstreicht, nimmt das Gehirn zusätzlich Schaden. Um sämtliche Therapieoptionen einsetzen zu können, muss der Patient innerhalb von wenigen Stunden behandelt werden. Woran erkennt man die ersten Anzeichen des Schlaganfalls und was kann man tun, um das eigene Risiko günstig zu beeinflussen? Welche Optionen gibt es in der Schlaganfall-Therapie und was geschieht bei der Schlaganfall-Lyse? Darauf werden Prof. Sieb und Dr. Rother in der Patientenakademie umfassend antworten.

Im Helios Hanseklinikum Stralsund ist der diensthabende Neurologe der Stroke Unit rund um die Uhr unter der Telefonnummer (03831) 35-2593 für Notfallsituationen erreichbar.