Kommentar zur aktuellen Bertelsmann-Studie und der ARD-Dokumentation

Kommentar zur aktuellen Bertelsmann-Studie und der ARD-Dokumentation

Berlin

Prof. Dr. Andreas Meier-Hellmann, Helios Geschäftsführer Medizin, bezieht Stellung zur Diskussion um die Krankenhausversorgung in Deutschland.

 

„Dass es in Deutschland in einigen Regionen zu viele Kliniken gibt und dass dies zu einer schlechteren medizinischen Qualität in diesen Kliniken führen kann, ist nicht neu. Der gestern Abend in der ARD ausgestrahlte Beitrag hat das Thema eindrucksvoll und fundiert aufbereitet,“ kommentiert der Medizinische Geschäftsführer von Helios, Prof. Dr. Andreas Meier-Hellmann, die ARD-Dokumentation zur aktuellen Bertelsmann-Studie zur Krankenhaussituation in Deutschland.

„Mit der konsequenten Messung, Veröffentlichung und Verbesserung der medizinischen Ergebnisse arbeiten wir permanent an der Qualität unserer 86 Kliniken in Deutschland. Schon seit einigen Jahren konzentrieren wir uns darauf, komplexe operative Eingriffe an einzelnen Kliniken zu bündeln, anstatt sie flächendeckend anzubieten. Denn genauso wie in der Musik und im Sport gilt auch in der Medizin ´Übung macht den Meister´“, betont Meier-Hellmann. So gingen die Anforderungen an Mindestmengen für bestimmte Operationen bei Helios teilweise noch über die des Gemeinsamen Bundesausschusses hinaus: „Beispielsweise führen wir derzeit für sämtliche komplexen chirurgischen Eingriffe Mindestmengen ein.“

Das Problem der stationären Überversorgung werde durch den Mangel an ausreichend Nachwuchs in einigen medizinischen Fachrichtungen verschärft, ebenso wie durch den Mangel an Pflegekräften, so der Medizinische Geschäftsführer. „Durch die starre Abgrenzung zwischen stationärer und ambulanter Versorgung in Deutschland gehen die beiden Bereiche zu wenig Hand in Hand. Hier müssen wir neue, gerade auch digitale Lösungen entwickeln, um Patienten einen leichteren Übergang von stationärer und ambulanter Versorgung zu ermöglichen,“ betont Meier Hellmann. Für einen grundlegenden Umbau der Kliniklandschaft sei jedoch der Gesetzgeber verantwortlich, nicht die Klinikträger, die einen Versorgungsauftrag erfüllten, betont der Helios Geschäftsführer: „Es liegt an der Politik, hier die Weichen für die Zukunft zu stellen. “

 

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