Ernährung bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD
Klinikum im Dialog

Ernährung bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD

Gifhorn

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist generell ein wichtiger Faktor für den Erhalt unserer Gesundheit. Welchen Einfluss die Ernährung speziell auf Patienten mit der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung haben kann, erklärt Dr. Mark Stelzner, Oberarzt der Medizinischen Klinik III – Pneumologie im Rahmen der Vortragsreihe „Klinikum im Dialog“ am 19. September 2019. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Helios Klinikum Gifhorn. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

„COPD ist eine schwerwiegende, nicht heilbare Lungenerkrankung. Meist entwickelt sie sich aus einer chronischen Bronchitis oder einem Lungenemphysem. Gekennzeichnet durch eine daraus folgende Verengung der Atemwege wird vor allem der Luftstrom beim Ausatmen behindert“, erklärt Dr. Stelzner. „Oftmals folgen chronisch starker Husten, Atemnot und mangelnde Leistungsfähigkeit.“ Die richtige Ernährung kann Betroffenen helfen, diese Symptome zu lindern und damit ihre Lebensqualität zu erhöhen.

Häufig passen Essverhalten und Erkrankung nicht zusammen und COPD-Patienten sind mangel- oder fehlernährt. „Aufgrund der eingeschränkten Atemfunktion und dem Druck in der Brust, essen viele Patienten weniger. Zu wenig Kalorien, Eiweiß, Vitamine, Spurenelemente – die Nahrung reicht mengenmäßig oder qualitativ nicht aus und Betroffene nehmen nach und nach ab“, weiß der erfahrene Facharzt. Werden aufgrund dessen ihre Knochen immer instabiler, können sie nicht mehr selbstständig einkaufen und das Kochen fällt ihnen schwer. Eine richtige Ernährung kann das Fortschreiten der Krankheit verzögern, das Immunsystem stärken und Untergewicht vorbeugen. „Die erhöhte Atemfrequenz bei COPD führt zu einem gesteigerten Grundumsatz, der durch eine vermehrte Nahrungsaufnahme ausgeglichen werden muss“, sagt Dr. Stelzner.

Bei COPD-Patienten stellt aber auch Übergewicht ein Problem dar. Es erschwert zusätzlich das Atmen, da einerseits ein zu hohes Körpergewicht generell eine Belastung für den Körper darstellt und sich andererseits die Lunge durch den Zwerchfellhochstand nicht richtig entfalten kann. In seinem Vortrag erklärt Dr. Stelzner wie eine angemessene Ernährung zum Wohlbefinden beitragen und Energiedefizite ausgleichen kann. Der Ernährungsmediziner gibt Tipps, wie COPD-Patienten einer Mangel- und Fehlernährung vorbeugen und damit ihre Lebensqualität wieder steigern können.

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