Diabetes mellitus – die Zuckerkrankheit

Diabetes mellitus – die Zuckerkrankheit

Leipzig

Eine ungesunde Ernährung erhöht das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Umgekehrt kann eine gesunde Ernährung die Erkrankung vermeiden oder eindämmen. Wir geben praktische Tipps, was man in Sachen Nahrung gegen die Zuckerkrankheit tun kann. Und vorab klären wir in einfachen Punkten, was genau es mit Diabetes auf sich hat.

Was ist Diabetes?

Medizinisch korrekt heißt die Erkrankung Diabetes mellitus. Sie führt zu erhöhten Blutzuckerwerten, weil der Körper zu wenig Insulin produziert oder die Wirkung des Insulins gemindert ist.

Was ist Insulin?

Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Unter anderem senkt es den Blutzuckerspiegel, weil es die Körperzellen dazu anregt, Zucker (genau gesagt: Glucose) aufzunehmen.

Was ist der Unterschied zwischen Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2?

Beim Typ 1 produziert der Körper meist kein Insulin. Es muss zugeführt werden. Beim Typ 2 wird weniger Insulin gebildet als nötig oder die Körperzellen reagieren zu wenig darauf. Etwa 90–95 % der erwachsenen Diabetespatient:innen leiden unter dem Typ 2.

Was sind die Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes?

Zu den wesentlichen Faktoren, die den Typ-2-Diabetes befördern, gehören Übergewicht, zu wenig körperliche Bewegung sowie eine ballaststoffarme, fett- und zuckerreiche Ernährung.

Die Grundlage einer erfolgreichen Behandlung oder Vermeidung von Diabetes mellitus Typ 2 ist die Wahl der richtigen Lebensmittel. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ist hier entscheidend.

Franziska Meyer, Ernährungswissenschaftlerin am Helios Park-Klinikum Leipzig

Mit der richtigen Ernährung gegen Diabetes Typ 2

Es ist wichtig, dass Ihre Lebensmittel ballaststoffreiche Kohlenhydrate, wenig Fett und Zucker enthalten. In Süßwaren beispielsweise ist das kaum der Fall. Hier schießt der Zucker sozusagen ins Blut, der Blutzuckerspiegel steigt schnell und steil an.

Mit unseren 10 Ernährungs-Tipps können Sie sich vor der Zuckerkrankheit schützen:

  1. Vollkornprodukte statt z.B. Weißbrot
  2. 1–2 Stücke Obst täglich, am besten nach den Mahlzeiten
  3. reichlich Gemüse, Salat und Rohkost
  4. täglich eine Portion Kartoffeln, Vollkorn-/Naturreis oder Vollkornnudeln
  5. mehr Hülsenfrüchte (hier ist der Blutzuckeranstieg besonders gering)
  6. eiweißhaltige Lebensmittel (Milchprodukte, Fisch, Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte (v.a. Soja))
  7. höchstens 3–4 Teelöffel Haushaltzucker am Tag, am besten „versteckt“ in ballaststoffreichen Lebensmitteln und nicht in Getränken
  8. weniger Fett, weniger tierische Lebensmittel
  9. max. eine Süßspeise pro Tag, am besten gleich im Anschluss an Hauptmahlzeiten, nicht als Zwischenmahlzeit
  10. viel trinken, vor allem kalorienarme Getränke, nur wenig Alkohol

Neben der gesunden Ernährung, sollte auch das Körpergewicht stimmen. Übergewicht ist eine der häufigsten Ursachen für den Typ2-Diabetes. Langsames Abnehmen mit realistischen Zielen gepaart mit körperlicher Bewegung ist ideal und kann den Blutzuckerspiegel verbessern.

Franziska Meyer