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Helios Klinikum Pforzheim beteiligt sich am Welt-MS-Tag

Unter dem Motto „Diagnose Multiple Sklerose: Jetzt erst recht!“ findet am 30. Mai der Welt-MS-Tag der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) statt. Prof. Dr. Benjamin Berger, Chefarzt Neurologie, nutzt diesen Aktionstag, um über die Erkrankung aufzuklären und die neue ambulante spezialärztliche Versorgung für MS-Patient:innen am Helios Klinikum Pforzheim vorzustellen.

29.05.2026 Lesedauer: - Min.

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems, von der allein in Deutschland 280.000 Menschen betroffen sind. Jeden Tag kommen 41 Neudiagnosen hinzu. In den meisten Fällen lässt sich der Krankheitsverlauf durch moderne Immuntherapien sehr gut kontrollieren.

„Die Zahl der zur Verfügung stehenden Therapien wächst kontinuierlich, sodass wir eine auf die individuellen Erfordernisse und Wünsche unserer Patienten zugeschnittene hochspezialisierte Behandlung anbieten können. Dabei berücksichtigen wir besondere Lebenssituationen, wie den Therapiebeginn bei Neudiagnose, die Planung einer Schwangerschaft und das Alter und orientieren uns bei der Auswahl der Therapie an aktuellen wissenschaftlichen Daten und den Leitlinienempfehlungen“, erklärt Prof. Dr. Benjamin Berger, Chefarzt der Neurologie am Helios Klinikum Pforzheim.

Neues Angebot: Ambulante spezialärztliche Versorgung für MS
Um der Komplexität der MS-Therapie, aber auch einer adäquaten Diagnosestellung Rechnung zu tragen, bietet das Helios Klinikum, zusätzlich zur stationären oder Notfallversorgung, eine ambulante spezialärztliche Versorgung (ASV) für MS an. In dieser werden durch die MS oder verwandte Erkrankungen betroffene Patientinnen und Patienten auf höchstem medizinischem Niveau behandelt. Betroffene können sich zur dauerhaften krankheitsmodifizierenden Immuntherapie beraten lassen oder diese direkt durchführen und entsprechend ambulant kontrollieren lassen. Bei Bedarf erhalten sie eine Zweitmeinung zu Diagnose und Therapie. Darüber hinaus bieten die Neurologen eine Beratung zur symptomatischen Therapie bei (Begleit-)Symptomen wie Schmerzen, Spastik, Inkontinenz und Fatigue an. Auch um die Immuntherapie bei Kinderwunsch und Schwangerschaft zu besprechen, ist die ASV geeignete Anlaufstelle. Falls es notwendig ist, ist eine stationäre Therapie selbstverständlich jederzeit möglich.

Die primäre Behandlung erfolgt durch die Neurologen am Klinikum, im Bedarfsfall werden andere Fachrichtungen hinzugezogen. Hierfür steht ein interdisziplinäres Behandlungsteam aus niedergelassenen und im Krankenhaus tätigen Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung: Neurologen, Radiologen, Psychologen, Augenärzten, Gynäkologen, Internisten, Urologen und Labormediziner.

Die ASV ist ein bundeseinheitlich geregeltes, ambulantes Behandlungsangebot für die interdisziplinäre Versorgung komplexer Erkrankungen, wie Multiple Sklerose. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) getragen. Voraussetzung für die ASV ist eine Überweisung durch den behandelnden Haus- oder Facharzt.

„Wir freuen uns sehr, mit unserem erweiterten Angebot eine zusätzliche Anlaufstelle für MS-Betroffene direkt vor Ort geschaffen zu haben. Unser Ziel ist es, sie bestmöglich bei der Krankheitsbewältigung zu unterstützen und durch individuell angepasste Therapien das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen, damit sie ihren Alltag in gewohnter Lebensqualität gestalten können“, betonen Prof. Dr. Berger und das Kernteam der ASV.