Der langfristig geplante Eingriff am Herzen, der OP-Termin für die neue Hüfte, die stationäre Behandlung einer rheumatischen Erkrankung oder die geplante Schmerztherapie standen bereits fest – und jetzt das: Der Termin muss verschoben werden. Denn wegen der dynamischen Corona-Entwicklung in Berlin und der damit zum Teil erforderlichen stationären Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten, müssen viele Kliniken ihre Abläufe umstrukturieren und unter anderem den OP-Betrieb umstellen sowie Intensivbetten vorhalten. Auch die Berliner Helios Kliniken in Buch und Zehlendorf sind hiervon betroffen.
Patientinnen und Patienten, die nicht auf ihren Eingriff verzichten wollen und eine entsprechende medizinische Indikation vorweisen, können sich nun in einer der Kliniken der Helios Region Ost außerhalb Berlins behandeln lassen. Dank dieses Spezialisten-Netzwerkes können in der Regel zeitnah Ersatztermine vereinbart werden, beispielsweise in den Helios Kliniken in
- Bad Saarow
- Oschersleben
- Zerbst/Anhalt
- Vogelsang-Gommern oder dem
- Herzzentrum in Leipzig.
Hier ist das detaillierte Vorgehen für Patienten zusammengefasst.
Helios Patienten, die einen Ersatz-OP-Termin wünschen, wenden sich ab sofort unkompliziert an den Fachbereich ihrer Berliner Helios Klinik. Dieser kontaktiert die jeweiligen Koordinatoren in den Netzwerk-Kliniken, die sich wiederum innerhalb von 72 Stunden an den Hilfesuchenden wenden, um das weitere Vorgehen zu besprechen: So kann sich der Helios Patient direkt für einen alternativen Behandlungstermin melden. Gibt es Unsicherheiten oder Fragen, kann sich der Patient auch im Rahmen einer Video-Sprechstunde von einem Facharzt beraten lassen. Sind sich Patient und Mediziner einig, wird ein zeitnaher Eingriff in der Regel gemeinsam mit den Medizinern aus Berlin in die Wege geleitet.
Erste #supportberlin-Eingriffe fanden bereits am 11. November im Helios Klinikum Bad Saarow statt, bei denen orthopädische Patienten aus dem Bucher Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie unter der Leitung des Chefarztes Prof. Dr. Daniel Kendoff gemeinsam mit dem Bad Saarower Chefarztkollegen Dr. Jens Osel operiert wurden.
Aber nicht nur Patienten aus den Berliner Helios Kliniken profitieren von diesem Angebot: Patienten, deren Eingriffe in anderen Kliniken abgesagt oder verschoben wurden, können in einem ersten Schritt die rund um die Uhr besetzte Helios Hotline unter 0800 / 8 123 456 kontaktieren. Hier werden alle erforderlichen Informationen gesammelt und an die Netzwerk-Kliniken weitergegeben. Binnen 24 Stunden erfolgt ein Rückruf, um die nächsten Schritte zu vereinbaren:
- Facharzt-Termin-Vereinbarung binnen 72 Stunden, auch als Video-Sprechstunde möglich.
- Nach Video-Anamnese gemeinsame Entscheidung über das weitere Vorgehen.
- Bei OP-Wunsch Organisation aller erforderlichen Schritte in enger Absprache mit dem aktuell betreuenden Facharzt.
Alle Corona-bedingen Maßnahmen bzw. Regeln werden selbstverständlich eingehalten – von der PCR-Testung vor dem Eingriff bis hin zu den Hygieneregeln vor Ort.
Für Prof. Dr. Sebastian Heumüller, Regionalgeschäftsführer der Helios Region Ost ist klar: „Nur gemeinsam können wir gut durch diese Pandemie kommen. Mit unserem Angebot zeigen wir uns solidarisch mit allen Patientinnen und Patienten in Berlin, die darunter leiden, dass ihre Eingriffe verschoben werden. Ihnen bieten wir nun eine praktische Lösung an, sich außerhalb Berlins in unseren Kompetenzzentren der Helios Region Ost behandeln zu lassen.“
„Wer sich für einen Krankenhausaufenthalt entschieden hat, macht das nicht aus Vergnügen. Betroffene, die sich mental darauf eingestellt haben, hängen nach dem Verschieben des Eingriffs oft in der Luft. Das haben wir bereits während der ersten Pandemie-Welle festgestellt. Diesen Patientinnen und Patienten bieten wir mit unserem Angebot des Spezialisten-Netzwerkes eine praktische und medizinisch fundierte Lösung,“ so Dr. med. Christine Marx (MBA), Medizinische Regionalgeschäftsführerin der Helios Region Ost.
Gleichzeitig ist klar, dass dieses Angebot nur solange gewährleistet werden kann, wie die Corona-Pandemie in den übrigen Kliniken der Helios Region Ost nicht dieselben Auswirkungen auf die Patientenversorgung hat, wie auf die Berliner Helios Kliniken. Prof. Sebastian Heumüller zeigt sich aber zuversichtlich: „Auch dann werden wir passende Lösungen finden.“
Bildunterschrift: Erste #supportberlin-Eingriffe am 11. November im OP der Traumatologie und Orthopädie: Dr. med. Jens Osel, Ärztlicher Direktor des Helios Klinikums Bad Saarow begrüßt seinen Bucher Chefarztkollegen Prof. Dr. Daniel Kendoff
Fotocredit: Thomas Oberländer, Helios Kliniken