Ausbildung zum Notfallsanitäter/in

Ausbildung zum Notfallsanitäter/in

Als staatlich anerkannte Ausbildungsstätte für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter bieten wir in Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern eine praxisorientierte Berufsausbildung zum Notfallsanitäter/in, die Sie optimal auf die vielfältigen Aufgaben im Bereich der präklinischen Notfallmedizin vorbereitet.

Notfallsanitäterinnen und -sanitäter leisten bei medizinischen Notfällen eigenverantwortlich oder bis zum Eintreffen des Notarztes oder der Notärztin alle erforderlichen Versorgungsaufgaben und führen lebensrettende Maßnahmen durch. Sie befördern kranke oder verletzte Personen unter fachgerechter Betreuung in ein geeignetes Krankenhaus. Der Notfallsanitäter bzw. die Notfallsanitäterin stellt die Transportfähigkeit der Patientinnen und Patieten her und überwacht die lebenswichtigen Körperfunktionen während des Transports. Sobald der Notfalleinsatz beendet ist, stellt er oder sie die Einsatzbereitschaft des Rettungswagens wieder her, erstellt die Notfallprotokolle und erledigt in der Regel anfallende Verwaltungsaufgaben. Zusammen mit den Teampartnern (Rettungssanitäter und -sanitäterin, Rettungsassistent und -Assistentinnen oder Notfallsanitäter und -sanitäterin) ist er oder sie in dem Gebiet auf Anforderung der Rettungsleitstelle zuständig für die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger.

Im weiteren Berufsleben können Notfallsanitäterinnen und -sanitäter bei Eignung & Weiterbildung Verwaltungsaufgaben auf einer Rettungswache übernehmen (z.B. als Wachleiterin oder -leiter) oder auch in integrierten Leitstellen für Feuerwehr und Rettungsdienst eingesetzt werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, im schulischen Bereich tätig zu werden oder als Praxisanleiterin oder -anleiter selbst die Auszubildenden praktisch zu betreuen.

Die Ausbildung gliedert sich in drei eng verknüpfte Teilbereiche. Die schulische Ausbildung findet an unserer staatlich anerkannten Ausbildungsstätte (Rettungsdienstfachschule) statt und umfasst mindestens 1920 Stunden, in denen die unten genannten Lernziele theoretisch und möglichst praxisnah vermittelt oder selbstständig unter Anleitung erarbeitet werden. Die Möglichkeit invasive Maßnahmen zu erlernen, wird durch die klinische Ausbildung von 720 Stunden, in denen diverse Fachdisziplinen, wie z.B. Anästhesie, Notaufnahme und Intensiv durchlaufen werden, gewährleistet. Um die gelernten Inhalte anzuwenden, werden mindestens 1960 Stunden Ausbildung auf einer staatlich anerkannten Rettungswache, in der Regel die des Arbeitgebers, abgeleistet. In allen außerschulischen Bereichen werden die Auszubildenden von speziell geschulten Praxisanleiterinnen und -leitern begleitet und ausgebildet, sodass am Ende der Ausbildung die Handlungskompetenz, bestehend aus Sozial-, Personen-, Methoden- und Fachkompetenz, als Lernziel sicher erreicht wird. Am Ende der Ausbildung findet das Examen statt in dem schriftlich, praktisch und mündlich das Erlernte abgeprüft wird.
Die Ziele der Ausbildung zum Notfallsanitäter bzw. -sanitäterin werden in § 4 NotSanG niedergelegt. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter bzw. -sanitäterin soll zu einem eigenverantwortlichen Handeln befähigen. Eine Notfallsanitäterin bzw. -sanitäter soll

  • die Lage am Einsatzort feststellen und erfassen und unverzüglich notwendige allgemeine Maßnahmen zur Gefahrenabwehr einleiten können
  • den Gesundheitszustand von erkrankten und verletzten Personen beurteilen und insbesondere lebensbedrohliche Zustände erkennen können. Er oder sie soll über die Notwendigkeit, einen Notarzt oder Notärztin, weiteres Personal, weitere Rettungsmittel oder sonstige ärztliche Hilfe nachzufordern, entscheiden und diese Maßnahmen umsetzen können
  • angemessene medizinische Maßnahmen der Erstversorgung bei Patientinnen und Patienten im Notfalleinsatz durchführen und dabei in der Ausbildung erlernte, auch invasive Maßnahmen anwenden können. So verhindert der Notfallsanitäter eine Verschlechterung der Situation der Patientinnen und Patienten bis zum Eintreffen des Notarztes oder der -ärztin oder dem Beginn einer weiteren ärztlichen Versorgung 
  • mit Menschen in Notfall- und Krisensituationen angemessen umgehen können
  • die Transportfähigkeit der Patienten und Patientinnen im Notfalleinsatz herstellen und sichern können
  • einen geeigneten Transportzielort auswählen und den medizinischen Zustand der Patienten oder Patientinnen und ihre Entwicklung während des Transports überwachen können
  • die Patientinnen und Patienten sachgerecht in die ärztliche Weiterbehandlung übergeben und dabei ihren medizinischen Zustand und die Entwicklung beschreiben und dokumentieren können
  • mit am Einsatz beteiligten oder zu beteiligenden Personen, Institutionen oder Behörden kommunizieren können
  • qualitätssichernde und organisatorische Maßnahmen im Rettungsdienst durchführen sowie die notfallmedizinischen Maßnahmen dokumentieren können
  • die Einsatz- und Betriebsfähigkeit der Rettungsmittel sicherstellen sowie die Hygienevorschriften und rechtlichen Arbeits- und Unfallschutzvorschriften einhalten können.

Ein Notfallsanitäter bzw. -sanitäterin soll zudem nachfolgende Aufgaben im Rahmen einer Mitwirkung ausführen. Er oder sie soll

  • bei der ärztlichen Notfall- und Akutversorgung von Patientinnen und Patienten im Notfalleinsatz assistieren
  • ärztlich veranlasste Maßnahmen bei Patienten und Patientinnen im Notfalleinsatz eigenständig durchführen
  • mit anderen Berufsgruppen und Menschen am Einsatzort und beim Transport zusammenarbeiten und dabei die Gesamtlage vom individualmedizinischen Einzelfall bis zum Großschadens- und Katastrophenfall patientenorientiert angemessen berücksichtigen.

Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung sind

  • Ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufs
  • Ein mittlerer Schulabschluss oder eine andere gleichwertige, abgeschlossene Schulbildung oder eine nach einem Hauptschulabschluss oder einer gleichwertigen Schulbildung erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer

Als Rettungsassistent bzw. -assistentin haben Sie die Möglichkeit eine staatliche Vollprüfung zum Notfallsanitäter bzw. -sanitäterin zu absolvieren. Der Durchstarter-Lehrgang vermittelt Ihnen in diesem achtwöchigen Lehrgang (320 Std.) alle notwendigen Handlungskompetenzen als zukünftige Notfallsanitäterin bzw. zukünftigen Notfallsanitäter und bietet Ihnen eine optimale und praxisorientierte Vorbereitung auf die staatliche Vollprüfung (EP3) bzw. Ergänzungsprüfung (EP2).

 

Wir bieten Ihnen

  • Theoretische und praktische Einarbeitung in alle vom Gesetzgeber geforderten Prüfungsthemen mit den Schwerpunkten auf Kommunikation und Interaktion, sowie Handeln im Rettungsdienst nach rechtlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Qualitätskriterien.
  • Weiterhin Behandlung von Maßnahmen der medizinischen Diagnostik und Therapie, die als lebenserhaltende Maßnahmen und Maßnahmen zur Abwendung schwerer gesundheitlicher Schäden bis zum Beginn einer weiteren ärztlichen Versorgung notwendig sind.
  • Wiederholung von Grundlagenthemen der Anatomie und Physiologie mit praxisrelevanten Verknüpfungen
  • Vorbereitung auf die praktische Prüfung mittels Einsatz moderner Simulatoren und hohem Praxisanteil
  • Handlungsorientierten Unterricht nach modernen und international anerkannten Kurskonzepten
  • Motivierte Experten aus der Praxis als Dozenten
  • Faire, realistische Prüfungen mit Mimen oder an Simulatoren, wie z.B. dem Laerdal 3G
  • Eine 320 Stunden umfassende Prüfungsvorbereitung in Vollzeitform (Montag-Freitag), an die sich die Prüfungssequenz anschließt.
  • Günstige Übernachtungsmöglichkeiten zur optimalen Vorbereitung vor Ort

Als Rettungsassistent bzw. -ssistentin mit einer mehr als fünfjährigen  Berufserfahrung zum Stichtag 01.01.2014 haben Sie die Möglichkeit, eine staatliche Ergänzungsprüfung zum Notfallsanitäter bzw. zur -sanitäterin zu absolvieren.

Der Ergänzungslehrgang EP 1 vermittelt Ihnen in diesem zweiwöchigen Lehrgang (80 Std.) alle notwendigen Handlungskompetenzen als zukünftige Notfallsanitäterin oder künftiger Notfallsanitäter und bietet Ihnen eine optimale und praxisorientierte Vorbereitung auf die staatliche Ergänzungsprüfung.

Wir bieten Ihnen

Theoretische und praktische Einarbeitung in die vom Gesetzgeber geforderten Prüfungsthemen:

  • Kommunikation, Interaktion und Beratung von hilfesuchenden und hilfebedürftigen Menschen unter Berücksichtigung des jeweiligen Alters sowie soziologischer und psychologischer Aspekte
  • Handeln im Rettungsdienst an rechtlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen und Qualitätskriterien ausrichten
  • bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken, lebenserhaltende Maßnahmen und Maßnahmen zur Abwendung schwerer gesundheitlicher Schäden bis zum Beginn einer weiteren ärztlichen Versorgung durchführen.
  • Vorbereitung auf die praktische Prüfung mittels Einsatz moderner Simulatoren und hohem Praxisanteil
  • Handlungsorientierter Unterricht nach modernen und international anerkannten Kurskonzepten
  • Motivierte Experten aus der Praxis als Dozenten
  • Faire, realistische Prüfungen mit Mimen oder an Simulatoren, wie z.B. dem Laerdal 3G
  • Eine 80 Stunden umfassende Prüfungsvorbereitung in Vollzeitform (Montag-Freitag), an die sich die Prüfungssequenz anschließt.
  • Günstige Übernachtungsmöglichkeiten zur optimalen Vorbereitung vor Ort

Unsere Kurse im Detail

Notfallsanitäter "Durchstarter-Lehrgang" (320 Std. Lehrgang)
Notfallsanitäter Ergänzungslehrgang EP 1 (80 Std. Lehrgang)

Anmeldung, Bewerbung

Ihre Bewerbung zur Berufsausbildung richten Sie bitte direkt an die rettungsdienstlichen Leistungserbringer bzw. die Rettungswachen. Die Auszubildenden werden von den jeweiligen Rettungswachen und Dienststellen direkt an unsere Schule entsendet.

Bei Fragen kontaktieren Sie gern unser Simulations- und Notfallakademie Krefeld unter Telefon (02151) 32-10058 oder per E-Mail sina.krefeld@helios-gesundheit.de