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Helios Klinik Erlenbach erhält bayerischen Transplantationspreis
Bayerischer Gesundheitsminister Klaus Holetschek überreicht die Ehrung in München

Helios Klinik Erlenbach erhält bayerischen Transplantationspreis

Erlenbach

Die Helios Klinik Erlenbach hat von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) den bayerischen Transplantationspreis erhalten. In den letzten 3 Jahre wurden 2 Transplantationen in Erlenbach durchgeführt, warum es trotzdem den Preis gab, erfahren Sie mehr.

Die Helios Klinik Erlenbach hat von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) den bayerischen Transplantationspreis erhalten. "Diese Auszeichnung ist eine große Ehre und für das gesamte interdisziplinäre Team eine Bestätigung unserer geleisteten Arbeit im Bereich der Transplantationsmedizin“, freut sich Dr. Mohamed Lamine Benghebrid, Transplantationsbeauftragter der Helios Klinik Erlenbach und Chefarzt der Neurologie und Geriatrie.

 

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek hob die Organspende und Transplantation als wichtige Bereiche der medizinischen Versorgung hervor. Patientinnen und Patienten, deren Organe versagen und denen auf andere Weise nicht geholfen werden kann, erhalten so die Perspektive zu überleben oder auf eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. Er betonte: „Transplantationen werden nur durch Organspenden möglich. Hier liegt die unverzichtbare Aufgabe der Transplantationsbeauftragten in den Kliniken. Sie müssen mögliche Organspender erkennen und die Frage nach einer möglichen Organentnahme stellen. In den heute ausgezeichneten Kliniken wird diese Aufgabe in vorbildlicher Weise wahrgenommen.“

Er würdigte zudem die Organspender und deren Angehörige, die durch ihre Einwilligung Organspenden ermöglicht haben.

 

Bedeutung wächst

„Erst als ich die Aufgabe als Transplantationsbeauftragter angenommen habe, wurde mir vollumfänglich bewusst, wie wichtig das Thema der Transplantationen ist“, so Dr. Benghebrid.

„Wenn man durch diese Tätigkeit Leben retten kann, ist dies auch sehr erfüllend. In einem Fall konnten wir durch Transplantation von drei Organen beispielsweise auch drei Menschenleben retten.“

 

Im Jahr 2021 und 2019 gab es jeweils eine Organspende in der Helios Klinik Erlenbach. Für eine ländliche Klinik wie Erlenbach seien zwei Fälle von Transplantationen in den letzten drei Jahren sehr viel, so der Chefarzt.

 

Die Bedeutung der Position als Transplantationsbeauftragter ist mit der Zeit stets angestiegen. Da der Bedarf an Spenderorganen steigt und somit auch die Bemühungen zur internen und externen Aufklärung erhöht wurden. „Bei uns in der Klinik ist dieses Thema sehr präsent, durch regelmäßige Schulungen und Seminare werden das ärztliche und pflegerische Personal auf die Herausforderungen, aber auch die Abläufe und die möglichen Chancen einer Organspende vorbereitet. Wir bieten aber auch konsiliarische Beratungen an und stehen den Kollegen jeder Zeit zur Seite.

 

In der DSO-Region Bayern warten derzeit ca. 1.200 Menschen auf eine dringend notwendige Transplantation. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gab es im Freistaat 61 Organspender, im Vergleichszeitraum 2021 waren es 59. Im gesamten letzten Jahr spendeten in Bayern 110 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe. 2020 lag diese Zahl bei 131.

 

Die Vergabe des Bayerischen Organspendepreises erfolgt durch den Fachbeirat der DSO-Region Bayern. Dieser setzt sich zusammen aus Vertretern der regionalen Transplantationszentren, der Landesärztekammer, der gesetzlichen Krankenversicherer und der Krankenhäuser der Region sowie des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

 

Vorrangiges Kriterium für die Auszeichnung ist nicht die realisierte Anzahl an Organspenden, sondern das Engagement für die Organspende. Dazu zählen insbesondere die Unterstützung der Transplantationsbeauftragten durch die Klinikleitungen, die Fortbildung des Klinikpersonals sowie die Erarbeitung von Leitlinien und Verfahrensschritten für den Fall einer Organspende.

Der stellvertretende Transplantationsbeauftragte Philipp Steinbeis (rechts) leitender Oberarzt der Neurologie und Geriatrie sowie Dr. Florian Bofinger leitender Oberarzt der Anästhesie und Intensivmedizin nehmen den Preis von Gesundheitsminister Holetschek entgegen.