Intensivmedizinische Versorgung

Intensivmedizinische Versorgung

In unseren intensivmedizinischen Einheiten werden schwerst hirngeschädigte Patienten betreut. Auf der Interdisziplinären Beatmungsstation stehen sämtliche Möglichkeiten für die Langzeitbeatmung und die Beatmungsentwöhnung sowie die Frühreha zur Verfügung.

Auf drei der insgesamt zehn neurologischen Stationen erweitern intensivmedizinische Einheiten das Leistungsprofil der Klinik. Hier werden Patienten der Rehabilitationsphasen B, C und C+ betreut, beispielsweise Patienten mit apallischem Syndrom, schwerem Guillain-Barré-Syndrom, Schädelhirntraumen oder ausgeprägter Critical-Illness-Neuromyopathie.

Vorrangiges Ziel der Behandlung ist das Erreichen der größtmöglichen Selbstständigkeit für die Patienten. Im Einzelnen bedeutet dies,  je nach Ausmaß und Schweregrad der Erkrankung:
 
-    Stabilisierung des Allgemeinzustands
-    Erhöhung der Vigilanz (Wachheit)
-    Erleichterung der pflegerischen Maßnahmen
-    regelmäßige Mobilisation
-    Ermöglichung der selbstständigen Nahrungsaufnahme
-    Erweiterung der motorischen und kognitiven Fähigkeiten
-    Förderung der Kommunikation


Behandlung langzeitbeatmeter Patienten

Viele Patienten mit einer Langzeitbeatmung benötigen sowohl eine intensivmedizinische Betreuung als auch rehabilitative Therapieansätze. Um die Behandlung langzeitbeatmeter Patienten zu verbessern, hat die Helios Klinik Hagen-Ambrock ein interdisziplinäres Behandlungskonzept entwickelt - die Beatmungsstation wird gemeinsam mit der Fachklinik für Pneumologie geführt.

Das integrierte Konzept ermöglicht die Therapie eines breiten Spektrums von Erkrankungen. Ergänzende Diagnostik und Therapie finden in unserem aktutmedizinischen Bereich statt. Anschließend besteht die Möglichkeit einer Übernahme in die neurologische Reha.

Für die Behandlung stehen eine Intensivstation und mehrere nachgelagerte Intermediäre Stationen zur Verfügung. Beide Bereiche werden gemeinsam von den Ärzten und Pflegekräften der Pneumologie und Neurologie betreut. Unser Sozialdienst kümmert sich um die Beratung und Einbeziehung der Angehörigen.


Beatmungsentwöhnung/ Weaning

Auf der Intensivstation stehen neben Intensivbeatmungsgeräten und Geräten zur nichtinvasiven Beatmung sämtliche diagnostische Möglichkeiten eines Zentrums für Beatmungsentwöhnung  (Weaning) zur Verfügung. Darüber hinaus kann die neurologische Funktionsdiagnostik auf der Station erfolgen. Nach der Entwöhnung von der maschinellen Beatmung oder nach Einstellung auf ein Heimbeatmungsgerät werden die Patienten von der Intensivstation auf die intermediäre Überwachungsstation verlegt.


Frühreha von Anfang an

Das interdisziplinäre Behandlungskonzept sieht neben der intensivmedizinischen Behandlung ein den individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten angepasstes Rehabilitationsprogramm vor. Im Rahmen der Frühreha steht bereits auf der Intensivstation ein umfangreiches Angebot aus den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie, Sprachtherapie, physikalische Therapie,  Musik- und Kunsttherapie sowie  Neuropsychologie zur Verfügung.