Vorsorge minimiert Risiken
Darmkrebsmonat März

Vorsorge minimiert Risiken

Berlin

Über 70.000 Deutsche erkranken jedes Jahr an einem bösartigen Darmtumor. Damit belegt Darmkrebs längst einen der vorderen Listenplätze der häufigsten Krebserkrankungen. Früh erkannt, ist die Chance auf Heilung gut – wie entscheidend die rechtzeitige Vorsorge ist, erklärt Helios Expertin Dr. med. Birgit Hildebrandt.

Ab einem Alter von 50 wird eine bösartige Veränderung der Darmschleimhaut mit jedem Lebensjahr wahrscheinlicher – die aggressive Erkrankung entwickelt sich schleichend, wird oft erst spät erkannt.

Warnzeichen ernst nehmen

Die Symptome bei Darmkrebs sind sehr unspezifisch und werden häufig falsch gedeutet: Müdigkeit, Gewichtsverlust, Fieber oder Nachtschweiß sind erste Anzeichen einer bösartigen Veränderung; genauso wie eine untypische Verdauung, wenn z.B. chronische Verstopfungen oder Blut im Stuhl auftreten. „Mögliche Warnzeichen sollte man direkt ernst nehmen – gibt es bereits eine familiäre Veranlagung für Darmkrebs, ist umso größere Vorsicht geboten“, sagt Dr. med. Birgit Hildebrandt, Medizinische Leiterin der Helios Prevention Center (HPC).

joggende Menschen
An der frischen Luft: Regelmäßige Bewegung stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte und hilft Darmkrebs vorzubeugen

Früherkennung ab 50 rettet Leben

Die empfohlene medizinische Untersuchung ist der wichtigste Schritt, um Risikofaktoren rechtzeitig erkennen und behandeln zu können. Frauen und Männer sollten sich spätestens ab ihrem 50. Lebensjahr regelmäßig untersuchen lassen, besteht ein genetisches Risiko, ist die Vorsorge schon in jungen Jahren ratsam. Sogenannte Polypen, eine Vorstufe von Darmkrebs, und Tumore sondern oft Blut ab. Dieses Blut ist mit bloßem Auge meist nicht zu erkennen. Mit einem einfachen Test können unsichtbare Spuren von Blut im Stuhl nachgewiesen und bewertet werden. Genau an dieser Stelle greifen die Check-ups der HPC: „Schon mit 40-jährigen Teilnehmern machen wir einen Okkult-bluttest. Teil des Check-up Programms 55+ ist eine Darmspiegelung, bei der wir mithilfe moderner Endoskope schonend und in hochauflösender Bildqualität bereits kleinste Neubildungen aufspüren. Bei einem Befund können wir frühzeitig mit unseren Kollegen aus den Akutkliniken eine weiterführende Behandlung einleiten“, erklärt die erfahrene Internistin.

Der richtige Lebensstil macht‘s

Als erwiesen gilt: Eine unausgeglichene Ernährung mit viel rotem Fleisch, regelmäßiger Alkoholkonsum, wenig Bewegung und ein meist daraus resultierendes Übergewicht erhöhen das Darmkrebsrisiko. Körperliche Inaktivität hat wissenschaftlichen Studien zufolge bei zirka 14 Prozent der Erkrankten das Krebswachstum beschleunigt. „Die erste Hürde zu einem gesunden Lebensstil ist am schwersten zu nehmen – denn sie ist selbstgemacht“, so Dr. Hildebrandt. „Vorsorge beginnt im Kopf. Schlechte Gewohnheiten haben sich dort über Jahre verfestigt und müssen erst mühsam abgelegt werden – doch man kann es schaffen“, betont Hildebrandt, die in ihrer Gesundheitsberatung bei den meisten Teilnehmern genau dort ansetzt.

4 Regeln für ein gutes Bauchgefühl

Dr. med. Birgit Hildebrandt, Internistin und Medizinische Leiterin der HPC, gibt hilfreiche Lebensstil-Tipps.
  • Bewegung hilft! Benutzen Sie öfter die Treppe anstatt den Fahrstuhl oder machen Sie kleine Besorgungen zu Fuß, nicht mit dem Auto. Längere Spaziergänge und Ausflüge an der frischen Luft fördern die Abwehrkräfte – auch gegen Krebszellen!
  • Rauchen heute aufgeben! Ja, auch das Darmkrebsrisiko steigt durch Nikotinkonsum. Darmpolypen treten bei langjährigen Rauchern häufiger auf und entarten eher zu bösartigen Zellen.
  • Auf eine bewusste Ernährung achten! Sie müssen nicht um jede Currywurstbude einen großen Bogen machen. Werden Sie achtsamer, stellen Sie die Ernährung um: Weniger Süßes, mehr ungesättigte Fettsäuren.
  • Alkohol mit Vorsicht genießen! Schon ein Glas Rotwein am Tag ist zu viel. Die Regelmäßigkeit ist entscheidend. Achten Sie auf sich – fragen Sie sich immer, ob das Glas nach Feierabend wirklich nötig ist. Alkoholgenuss sollte zu schönen Anlässen die Lebensqualität erhöhen, nicht zur alltäglichen Regel werden.
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Sandra Stöcker

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