Was ist Ambulante Medizin?
Einblicke in ein MVZ

Was ist Ambulante Medizin?

Ob chronische Erkrankung, Gesundheitscheck oder akute Beschwerden: Jeder dritte Deutsche geht jährlich drei- bis fünfmal zum Arzt. Mehr als zwei Millionen Mal führte dieser Weg 2019 in ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) von Helios.

Wer krank ist, geht zum Arzt. Meist handelt es sich dabei nicht um einen Klinikarzt, sondern um einen niedergelassenen Mediziner, wie den Haus- oder Facharzt. Bei Helios arbeiten rund 1.000 dieser niedergelassenen
Ärzte in ambulanten Einrichtungen, den sogenannten Medizinischen Versorgungszentren – kurz MVZ. Seit 2003 gibt es MVZ in Deutschland, allein bei Helios sind es mittlerweile über 120. Das Spektrum reicht von der hausärztlichen Versorgung bis zur spezialisierten fachärztlichen Versorgung und Diagnostik und auch in ihrer Größe variieren die ambulanten Standorte von Helios.

Vielfalt und Vernetzung als Stärken

„In unserem Netzwerk gibt es sowohl kleine Standorte, an denen nur ein Mediziner tätig ist, als auch große Zentren mit mehreren Medizinern unterschiedlicher Fachrichtung an einem Standort. Dabei decken wir deutschlandweit nahezu das gesamte konservative und operative ambulante Behandlungs- und Diagnosespektrum ab“, erklärt Claudia Mührer. Seit 2019 verantwortet sie als Geschäftsführerin den Geschäftsbereich Ambulante Medizin bei Helios.

„Diese Vielfalt ist eine unserer großen Stärken. Durch den stetigen Erfahrungs- und Wissensaustausch im ärztlichen und nicht ärztlichen Bereich stärken und erweitern wir dauerhaft unsere Leistungen für Patienten“, sagt Enrico Jensch. Als zuständiger Geschäftsführer bei Helios (COO) liegt ihm zudem die sektorübergreifende Versorgung der Patienten am Herzen.

„Jeder Patient soll bei Helios Zugang zu exzellenter Medizin haben und bei Bedarf bequem zwischen dem ambulanten und stationären Sektor wechseln, am besten ohne es zu merken. Nur wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Klinik und Ambulanz Hand in Hand arbeiten, können wir unnötige Doppeluntersuchungen und Wartezeiten vermeiden. Das ist unser Anspruch heute und für die Zukunft.“

Wir sichern Patienten auch in Zukunft den Zugang zu exzellenter ambulanter Medizin.

Claudia Mührer, Geschäftsführerin Geschäftsbereich Ambulante Medizin

So gelingt der nahtlose Übergang zwischen niedergelassenem Arzt und Klinik

Dr. Ulrike Heesemann, Medizinische Geschäftsführerin im Geschäftsbereich Ambulante Medizin, erklärt es: „Viele ambulant tätige Mediziner bei Helios sind sowohl in einer Klinik als auch in einem MVZ angestellt. Sie betreuen ihre Patienten also vor, während und nach einem Klinikaufenthalt und sind daher bestens mit den Beschwerden und dem bisherigen Behandlungsverlauf vertraut. Das schätzen Patienten sehr.“

Viele Ärzte wechseln auch vom Klinikbetrieb in ein angeschlossenes MVZ und kennen die Abläufe in der Klinik. „Unser Netzwerk überwindet die Sektorengrenze zwischen ambulant und stationär besonders gut, da unsere Mediziner oft in beiden Versorgungsbereichen Kenntnisse und ein Netzwerk haben, worauf sie schnell zurückgreifen können“, so Dr. Heesemann weiter. „Selbstverständlich gibt es auch Ärzte, die ausschließlich ambulant arbeiten. Hier setzen wir auf einen regelmäßigen Austausch und medizinische Handlungsempfehlungen, die den Wechsel zwischen den beiden Sektoren im Sinne der Patienten reibungslos gestalten.“

Wohnortnahe Anlaufstelle bieten

Bild eines Dorfes
Medizinische Versorgung auf dem Dorf sichern | Foto: Canva

Warum sich Helios seit mehreren Jahren auch um die ambulante Behandlung von Patienten kümmert, hat viele Hintergründe: „Zum einen möchten wir dort eine medizinische Versorgung aufrechterhalten, wo sie droht, wegzubrechen. Das ist immer dann der Fall, wenn kein Arzt für eine Praxisnachfolge gefunden wird oder offene Haus- und Facharztstellen dauerhaft unbesetzt sind“, sagt Claudia Mührer. Der umgangssprachliche „Landarzt“, also ein Hausarzt oder Allgemeinmediziner, oder spezielle Fachärzte sind dafür gute Beispiele.

„Patienten wünschen sich einen Arzt in ihrer Nähe. Schon heute ist der medizinische Versorgungsgrad in einigen Landkreisen schlecht, sodass Patienten weite Wege auf sich nehmen müssen. Hier können wir dank unseres Netzwerks eine zukunftssichere und wohnortnahe Anlaufstelle einrichten.“ Zum anderen schafft Helios mit den ambulanten Angeboten den Sprung über die Sektorengrenze und bietet Medizin aus einem Guss. „Eine optimale Behandlung ist auch dadurch gekennzeichnet, dass die administrativen und kommunikativen Wege für Patienten und Mediziner kurz sind. Mit unseren beiden Standbeinen können wir diese kurzen Wege gewährleisten“, so Mührer weiter.

Schon heute beschäftigt sich der Geschäftsbereich mit der ambulanten ärztlichen Versorgung in der Zukunft. Zwei Aspekte spielen dabei eine große Rolle: „Nicht erst seit Corona wissen wir um die Notwendigkeit digitaler Services. Die elektronische Patientenakte ist bei uns bereits Standard, die Online-Terminbuchung ist an den meisten Standorten bereits möglich. Seit diesem Jahr bieten viele unserer Mediziner zudem eine Videosprechstunde an“, so Enrico Jensch. Weitere Projekte wie ein digitaler Anamnesebogen oder der automatisierte Datenaustausch zwischen Klinik und MVZ sind in Planung.

Die zunehmend ambulante Durchführung bislang stationärer Eingriffe, wie zum Beispiel der Krampfaderentfernung, stellt den zweiten wichtigen Aspekt dar. „Im Zuge dieser Ambulantisierung etablieren wir derzeit mehrere ambulante OP-Zentren in ganz Deutschland. Wo immer möglich, sollen kleinere operative Eingriff dann ambulant durchgeführt werden. Das schont unsere stationären Ressourcen und bietet Patienten den Komfort einer schnellen Rückkehr in ihr häusliches Umfeld“, sagt Mührer.

Infografik mit Zahlen und Piktogrammen
Infografik Helios

Online zum Wunschtermin

Einfach, schnell, digital – die Terminbuchung in nahezu allen MVZ bei Helios ist auch online möglich und soll künftig die Regel und der Standard sein. Dazu ist nur eine Registrierung für ein Konto im Helios Patientenportal nötig. Über einen Link können sich Patienten dann in der gewünschten Fachrichtung und am Wunschort einen niedergelassenen Arzt aus dem Helios Netzwerk suchen. Dann nur noch die Behandlung auswählen (etwa Spezialsprechstunde) und dann erscheint ein übersichtlicher Wochenplan mit den freien Terminen. Mit dem Klick auf einen freien Termin wird dieser (bei bestehender Anmeldung
im Helios Patientenportal) gebucht. Auf Wunsch können sich Patienten 24 Stunden vor dem Termin auch per SMS erinnern lassen.