Die härteste Ärzteprüfung Europas
Besonderes Zertifikat

Die härteste Ärzteprüfung Europas

Dr. Dr. Markus Mille erhält europäische Zusatzqualifikation für chirurgische Onkologie. Bislang dürfen deutschlandweit nur eine Handvoll Ärzte diese Zusatzbezeichnung führen.

Der Leitende Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie des Helios Klinikums Erfurt, Dr. Dr. Markus Mille, darf sich ab sofort als FEBS bezeichnen. Die Abkürzung steht für Fellow of the European Board of Surgery und bedeutet wörtlich übersetzt: Mitglied des europäischen Gremiums für Chirurgie – das ist eine besonders seltene und extrem schwierig zu absolvierende europäische Zusatzqualifikation für chirurgische Onkologie.

Nach einem strengen Auswahlverfahren folgte eine Prüfung, die neben dem Nachweis einer entsprechenden chirurgisch-onkologischen Expertise eine intensive Auseinandersetzung mit aktuellen wissenschaftlichen Standards und Studien voraussetzte. „Allein die mündliche Prüfung zog sich über zwei Stunden und man wurde von insgesamt vier internationalen Experten befragt“, erinnert sich Dr. Mille.

Dr. Dr. Markus Mille erhält eine wichtige Auszeichnung | Foto: Helios

Als Facharzt der Viszeralchirurgie tauscht er sich nun mit anderen renommierten Experten darüber aus, wie die Krebschirurgie in Europa gefördert und angeglichen werden kann. Bislang dürfen deutschlandweit nur eine Handvoll Ärzte diese Zusatzbezeichnung führen. In Thüringen ist er sogar bislang der einzige, dem diese Expertise bescheinigt wurde. „Gerade für Krebspatienten sollte grundsätzlich der Anspruch an die bestmögliche medizinisch-chirurgische Therapie nach aktuellem wissenschaftlichen Standard bestehen“, erklärt der 36-Jährige seine Motivation und unterstreicht: „Mit meinem jetzt erworbenen Wissen heben wir die Arbeit in unseren Zentren auf ein noch höheres Niveau.“