„Chef, ich brauch sechs Wochen Urlaub …“
Für „SURVIVOR“

„Chef, ich brauch sechs Wochen Urlaub …“

Chirurg Abdallah Kabbani am Helios Klinikum Emil von Behring erfüllte sich mit der Teilnahme an der international bekannten Abenteuershow einen Kindheitstraum.

In knapp 20 Ländern läuft das Reality-Format, bei dem 18 Spieler 39 Tage auf einer einsamen Insel leben und bei Wettkämpfen Grenzen überwinden, bereits sehr erfolgreich. Jetzt gibt es die erste deutsche Staffel auf VOX zu sehen.

Abdallah, was ist für dich das Besondere an der Show?

Der Reiz des Spiels ist für mich die Vielschichtigkeit. Da steht an erster Stelle der Überlebensaspekt. Und mit jedem Tag den man länger dabei ist, werden die sozialen und psychologischen Aspekte wichtiger. Man bestreitet zusammen mit anderen Teilnehmern Aufgaben, man verbündet sich und baut vielleicht sogar Freundschaften auf. Doch ab einem gewissen Zeitpunkt muss man strategisch denken und sich fragen „Wie komme ich am besten weiter und werde nicht rausgewählt“. Dann muss jeder auch mal Personen für ein Ausscheiden nominieren, die man eigentlich mag. Das ist hart – und auch der große Unterschied zu anderen Formaten: Es handelt sich bei SURVIVOR nicht um einen Beliebtheitswettbewerb, bei dem das Fernsehpublikum laut abfeiert, wenn jemand die Show verlassen muss.

Bevor es losgehen konnte, hast du mit Professor Jansen, deinem Chefarzt, gesprochen. Was hast du ihm gesagt?

Nachdem ich die Info bekommen habe, dass ich bei SURVIVOR dabei bin, war ich natürlich total happy. Am nächsten Tag bin ich dann direkt zu Professor Jansen, um ihn zu informieren. Ich gebe zu, ich habe einen halben Tag überlegt, was ich ihm sagen werde. In seinem Büro meinte ich dann einfach nur: „Chef, ich brauch sechs Wochen Urlaub …“.

Erst hat er nur gelacht und natürlich gefragt, warum. Dann hat er mich zu dem Format befragt und wollte wissen, warum ich mitmachen möchte. Ich glaube, spätestens als ich meinte, dass das mein Kindheitstraum sei, hat er mir den Urlaub nicht nur gegeben, sondern ihn mir richtig gegönnt.

Das ist klasse …

Ja, total. Ich habe aber auch keine andere Reaktion erwartet. Am Ende des Gespräches meinte er noch, dass er jeden in seinem Team unterstützen wolle, wo er oder sie Lebenserfahrungen sammeln kann, die nicht unbedingt mit Medizin zu tun haben. Die einen aber natürlich auch beruflich weiterbringen können. 
Das fand ich richtig cool. Genauso cool fand ich, dass er bei dem Public Viewing der ersten Folge, das ich für Freunde und Kollegen organisiert hatte, auch dabei war und mitgefiebert hat.

Was sagen die Kollegen?

Die fanden es ebenfalls total klasse. Auch die Kollegen aus der Ärzteschaft, obwohl ja die Dienstpläne während meiner Teilnahme umgestellt werden mussten und sie Mehrarbeit hatten. Das war richtig liebenswürdig und dafür sage ich noch einmal 1.000 Dank.
Aus der Pflege kam auch nur positives Feedback. Einige Kolleginnen und Kollegen haben gleich noch ein Selfie mit mir gemacht.

Welche Eigenschaften als Chirurg haben dir bei der Show geholfen?

Zum einen konnte ich als Mediziner die Schwere von Wunden beurteilen und sie mit den gegebenen Möglichkeiten versorgen. Zum anderen fand ich gleich den ersten Wettkampf super, weil wir dort stundenlang auf schmalen Holzpfählen stehen mussten. Das ist für mich als Chirurg gängige Praxis, weil ich im OP auch bis zu 10 Stunden auf einem Fleck stehe.

Hast du gewonnen?

(lacht) Um das zu erfahren, müsst ihr euch schon die Show ansehen.

Das tun wir! „SURVIVOR“ mit Abdallah Kabbani läuft montags um 20:15 Uhr bei VOX – und immer eine Woche vorher bei TVNOW!