Ein Selbstversuch

7 Fragen an Marc Pingel: Eine Nacht im Schlaflabor

<strong>7 Fragen an</strong> Marc Pingel: Eine Nacht im Schlaflabor

Wie schläft man eigentlich im Schlaflabor? Marc Pingel, Mitarbeiter im Helios Klinikum Hildesheim, hat den Selbstversuch gewagt – und eine Nacht im Schlaflabor verbracht. Wir haben ihn gefragt, wie er die Nacht erlebt hat.

 

 

  1. Marc, warum verbringt man freiwillig eine Nacht im Schlaflabor?

    Aus reinem Interesse. Damals war ich Volontär und wollte einfach mal wissen, wie sich das anfühlt, was wir hier im Helios Klinikum Hildesheim als Leistung anbieten.

  2. Was genau war denn so ungewohnt an der Situation?

    Die ganzen Messgeräte. Ich wurde ja ordentlich verkabelt: zwei Elektroden auf die Brust, sieben an Stirn, Wange und Hals, dann ein Kabel an den Zeigefinger und zwei an die Beine. Ich habe mich schon ein wenig angekettet gefühlt (lacht) und mich nur ganz vorsichtig bewegt, um kein Kabel abzureißen. Aber ich war ja auch zur Untersuchung im Krankenhaus, nicht zum Urlaub im Hotel.

  3. Und wenn man mal, äh, raus muss?

    Für solche Fälle gibt es eine Klingel. Dann kommt eine Aufsicht, die beim Abkabeln hilft. Für Männer steht auch eine Flasche bereit. Ich hatte aber extra wenig getrunken und musste nicht raus.

  4. Konntest du denn so verkabelt überhaupt gut schlafen?

    Ich brauchte schon einige Zeit, um einzuschlafen. Man hat mir gesagt, dass das normal ist und dann von Nacht zu Nacht besser wird. Ich hatte selbst zwar das Gefühl, überhaupt nicht tief geschlafen zu haben. Aber die Ärzte konnten später an meinen Daten ablesen, dass ich in der Nacht auch Tiefschlafphasen hatte.

  5. Gab es sonst irgendwelche Befunde?

    Glücklicherweise nicht. Die Ärzte haben mir einen gesunden Schlaf attestiert.

  6. Nach deinen Erfahrungen: Würdest du die Nacht im Schlaflabor wiederholen, wenn es nötig ist?

    Absolut. Ich habe gelernt, wie sinnvoll eine solche Untersuchung ist, etwa um ein Schlafapnoe-Syndrom festzustellen. Eine entsprechende Behandlung kann dann wirklich Leben retten.

  7. Was kannst du Menschen mitgeben, denen demnächst eine Nacht im Schlaflabor bevorsteht?

    Bleibt entspannt und behaltet eure Einschlafrituale bei wie immer. Und wenn ihr ein Lieblingskopfkissen habt: Nehmt es mit.