Ein Laser stellt Frank Wengerodt wieder her
Holmiumlasertherapie der Prostata

Ein Laser stellt Frank Wengerodt wieder her

Wind im Haar, Meilen in den Beinen und nichts außer der weiten Natur vor Augen: Wenn Frank Wengerodt auf dem Fahrrad die Landschaft durchstreift, fühlt er sich ganz bei sich. Als 2019 eine gutartige Vergrößerung der Prostata den sportlichen Ambitionen des Erfurters einen Dämpfer verpasst, hilft ihm eine schonende Holmiumlasertherapie.

Braungebrannt, stramme Beine, trainierter Körper: Frank Wengerodt steht mitten im Leben, wirkt erheblich jünger als er ist. „Ich bin 68, fühle mich aber nicht so“, sagt der Erfurter. Das Geheimnis seiner Jugend ist ein gesunder Lebensstil – und viel Sport. Knapp dreißig Jahre Krafttraining im Fitness-Studio haben ihre Spuren hinterlassen. Zudem spielt er Tischtennis im Verein.

Älterer Herr auf dem Rad mit Mütze und Sonnenbrille
Frank Wengerodt bei seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Radfahren – hier im Urlaub am Neusiedler See. | Foto: Frank Wengerodt

Wengerodts große Leidenschaft aber gehört dem Fahrradfahren: Kein Urlaub ohne den Drahtesel, kaum eine Woche ohne eine Tour – am liebsten gemeinsam mit seiner Frau. „Inzwischen haben wir fast 35.000 gemeinsame Rad-Kilometer in den Beinen“, erzählt er.

Bis zu seinem nächsten Ziel ist es nicht mehr weit: dem Erreichen der 40.000-Kilometer-Marke. „Der Erdumrundung“, wie Wengerodt es scherzhaft nennt. Doch dann rückt das Ziel auf einmal in weite Ferne. Anfang 2019 muss Wengerodt erfahren, dass Sport und gesunde Ernährung noch keine Garantie für ewige Gesundheit sind.

Erhöhter Harndrang zwingt zum Handeln

Häufigere Toilettengänge – besonders in der Nacht und zum Teil „überfallartig": So zeigen sich die ersten Symptome. Weil die Beschwerden seinen sportlichen Tatendrang einschränken, sucht Wengerodt einen Spezialisten auf.

Der Urologe diagnostiziert eine Vergrößerung der Prostata – eine gutartige glücklicherweise, keinen Prostatakrebs. So überraschend die Diagnose für Wengerodt kommt, so verbreitet ist sie doch bei Menschen in seinem Alter: Rund jeder Zweite über 60 ist von dieser Erkrankung betroffen.

Die vergrößerte Prostata kann die Harnröhre abdrücken und so zu Störungen beim Wasserlassen führen. Oft reicht eine Behandlung mit Medikamenten aus, um die Beschwerden der Betroffenen zu lindern. Versagen die Medikamente, wird eine Operation in Betracht gezogen – so wie bei Wengerodt.

Als er sich im März 2019 in Folge der Erkrankung eine Blasenentzündung zuzieht, ist ihm klar: „Dieses Problem muss gelöst werden.“ Gemeinsam mit seinem Urologen entscheidet er sich für einen operativen Eingriff.

Sechs Wochen nach dem Eingriff bin ich zum ersten Mal wieder auf mein Mountainbike gestiegen. Ich hatte keine Probleme – und bin gleich 50 Kilometer gefahren.

, erinnert sich Wengerodt

Besonders schonender Eingriff dank Laserstrahl

Zwei Männer in blauer Arztkleidung im Operationssaal
Die Holmiumlasertherapie war für Frank Wengerodt ein voller Erfolg | Foto: Helios

Bei Wengerodt soll eine sogenannte Holmiumlasertherapie der Prostata vorgenommen werden, kurz HoLEP. Mithilfe eines Holmiumlasers wird dabei der Prostatainnenanteil durch die Harnröhre ausgeschält, um das entfernte Gewebe zu untersuchen. Laser – was sich anhört wie eine Science-Fiction-Waffe, ist in Wirklichkeit besonders schonend: Der Laserstrahl verödet im gleichen Schritt die umliegenden Gefäße, so dass starke Blutungen verhindert werden.

Nicht weit von seinem Wohnort Erfurt entfernt findet Wengerodt die richtige Adresse für den Eingriff: In der Helios Klinik Lutherstadt Eisleben wird die schonende Laseroperation bereits seit fünf Jahren angewendet, inzwischen bei mehr als 120 Patienten im Jahr. Vor kurzem wurde die Klinik für die Anwendung der Lasertherapie als „Urologisches Laser-Zentrum“ zertifiziert.

Wengerodt vertraut den Eisleber Medizinern, und das Vertrauen zahlt sich aus. Die Operation verläuft reibungslos. „Am 12. April hatte ich meine erste Voruntersuchung“, erinnert er sich. „Sechs Tage später bereits die HoLEP.“ Kurz darauf kann er die Klinik wieder verlassen.  

Immer weiter zum großen Ziel

Älterer Mann in sommerlicher Kleidung im Garten
An der frischen Luft ist es am schönsten | Foto: Frank Wengerodt

Die Heilung verläuft optimal. Wengerodts Probleme beim Wasserlassen sind seit dem Eingriff behoben. Er fühlt sich schon bald so fit, dass es ihn wieder zu seiner Leidenschaft treibt: dem Sport. „Sechs Wochen nach dem Eingriff bin ich zum ersten Mal wieder auf mein Mountainbike gestiegen“, erinnert sich Wengerodt. „Ich hatte keine Probleme – und bin gleich 50 Kilometer gefahren.“ 50 Kilometer näher an die erfolgreiche Erdumrundung.