Zufallsbefund mit Happy End
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Vorbeugen, Therapieren, Nachsorgen

Darmkrebs

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Vorsorge in Zeiten von Corona

Zufallsbefund mit Happy End

„Mir geht’s ja gut. Da wird schon nichts sein.“ So versuchte Nina – wie viele andere – ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen, wenn es um ihre Gesundheitsvorsorge ging. Mit ihren drei kleinen Kindern im Alter von 2, 4 und 6 Jahren nahm sie gewissenhaft alle U-Untersuchungen wahr, doch die eigene Vorsorge blieb auf der Strecke. Dass Vertrauen in die eigene Gesundheit zwar gut, in diesem Fall Kontrolle jedoch besser ist, zeigte sich bei einem Check-up an der DKD Helios Klinik.

Ausschlaggebend das zu ändern war Ninas Ehemann, der ihr zum 40. Geburtstag einen Check-up am Prevention Center der DKD Helios Klinik in Wiesbaden schenkte. An verschiedenen Standorten bietet Helios in seinen Präventionszentren Check-up Programme an, bei denen an einem einzigen Tag verschiedene Gesundheitsparameter oder Organe untersucht werden. „Also in erster Linie habe ich mich total gefreut, weil das so praktisch ist. Alle Untersuchungen werden an einem Tag durchgeführt und ich muss dadurch nicht zu verschiedenen Ärzten in unterschiedlichen Praxen.“ Beim Abschlussgespräch am Ende des Untersuchungstages, bei dem alle Ergebnisse besprochen werden, wurde ihre Freude über die vielen guten Befunde doch etwas getrübt: Der iFOBT, der Teil ihres Untersuchungsprogramms war, fiel positiv aus.

Der iFOBT ist ein immunologischer Test, bei dem eine Stuhlprobe auf verstecktes Blut hin untersucht wird. „Blut im Stuhl kann ein Hinweis auf Darmkrebs oder auch auf Darmkrebsvorstufen, d. h. Polypen oder Adenome sein“, erklärt Dr. Alexandra Franke, die als Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie die Ärztliche Leitung des Präventionszentrums an der DKD innehat.

Zur weiteren Abklärung schloss sich an den Check-up somit eine Darmspiegelung an, die Nina ebenfalls an der DKD durchführen ließ. Während der Untersuchung mit dem Endoskop entdeckte Dr. Alexandra Franke einen ca. 2 Zentimeter großen Polypen im Darm. In den meisten Fällen können Adenome oder Polypen direkt während der Endoskopie abgetragen werden. Das war in Ninas Fall aufgrund seiner Größe und Beschaffenheit nicht möglich.

„Die beiden Ärzte, Frau Dr. Franke und auch Prof. Wehrmann, der den Polyp letztendlich entfernt hat, waren beide total bemüht darum, dass ich mir keine Sorgen machte. Sie haben betont, wie ungewöhnlich und selten das in meinem jungen Alter wäre und dass die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine bösartige Erkrankung handelt, sehr gering ist. Aber ich habe bei beiden auch eine gewisse Anspannung bemerkt und gerade, dass es so ungewöhnlich ist, hat mir Sorgen gemacht. Da spielt sich plötzlich ganz viel in einem ab. Und mit drei kleinen Kindern zu Hause… das kann, das darf einfach nicht sein“.

Der Polyp wurde schließlich im Rahmen einer endoskopischen Polypektomie mit anschließendem kurzen stationären Aufenthalt entfernt. Angst vor einem Aufenthalt im Krankenhaus in Zeiten einer Pandemie hatte Nina nicht:

Das eine Risiko überwog das andere einfach total. Und ich habe sehr schnell gemerkt, dass da ein gutes Sicherheits- und Hygienekonzept vorliegt. Alle Patienten wurden vor der stationären Aufnahme getestet und intensiv zu Risikobegegnungen und Krankheitssymptomen befragt. Ich habe mich dadurch wirklich die ganze Zeit sehr sicher und sehr gut aufgehoben gefühlt.

Noch mal gut gegangen

Der Polyp erwies sich nach der Entfernung zum Glück als gutartig – noch. Der Polyp wies bereits erste Dysplasien auf, d. h. Gewebeveränderungen, die Krebsvorstufen entsprechen. „Ein erbliches Risiko gab es bei mir nicht. Darmkrebs ist in meiner Familie bislang noch nicht aufgetreten. Das war wirklich ein totaler Zufallsbefund. Wäre der immunologische Stuhltest nicht Teil des Check-ups gewesen – ich hätte das nicht untersuchen lassen. Als dann die Entwarnung kam… das war so ein heftiges Gefühl. Ich bin so unfassbar dankbar, dass das rechtzeitig entdeckt und entfernt werden konnte. Wäre ich erst in 10 Jahren zur regulären Darmkrebsvorsorge gegangen, wäre es vermutlich schon zu spät gewesen. Ich kann jedem nur raten, das Thema Vorsorge nicht auf die leichte Schulter zu nehmen - auch jetzt, wo die Sorge vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus viele davon abhält zum Arzt zu gehen“ so Nina.

Dr. Alexandra Franke kann das nur unterstützen:

Viele Krebsarten lassen sich durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen fast vollständig verhindern, weil bereits Krebsvorstufen entdeckt und entfernt werden können. Und auch wenn es nicht mehr nur eine Vorstufe ist, gilt: je früher wir mit der Therapie beginnen können, desto besser ist die Prognose. Das Krankenhaus oder auch die Arztpraxen haben gute Hygienekonzepte und die Gefahr einer Ansteckung ist wirklich sehr gering. Und steht in keinem Verhältnis zu einem zu spät entdeckten Tumor.

Dr. Alexandra Franke, Ärztliche Leiterin des Helios Prevention Centers an der DKD Helios Klinik

Für Nina war der Zufallsbefund und die damit verbundenen Sorgen ein einschneidendes Erlebnis. „Vorsorge wird bei mir nicht mehr aufgeschoben! Die beiden auffälligen Muttermale, die der Dermatologe beim Check-up entdeckt hat, hat sich ein niedergelassener Arzt auch noch mal angesehen und der Termin für die ambulante Entfernung steht auch schon fest. Sicher ist sicher.“