Wie ein Aquarium Intensivmediziner schützt
An Deiner Seite – gemeinsam stark in der Corona-Krise

Wie ein Aquarium Intensivmediziner schützt

Die Krankenhäuser stehen in der Corona-Krise vor noch nie dagewesenen Herausforderungen. Die wichtigste: möglichst viele schwerkranke, ansteckende Patienten optimal zu versorgen, ohne dabei die Gesundheit der Mitarbeiter zu gefährden. Eine Idee von zwei Chefärzten aus der Helios Klinik Rottweil hilft dabei.

10 Punkte für Ihre Sicherheit

10 Punkte für Ihre Sicherheit

Sicher im Krankenhaus – trotz Corona-Pandemie. Helios hat ein 10 Punkte Sicherheitskonzept entworfen, dessen Maßnahmen Erkrankte, Besucher und Mitarbeiter vor Corona schützen. Mit dem Sicherheitskonzept gestalten wir Ihren Aufenthalt im Krankenhaus so sicher wie möglich: Beginnend mit einem individuellen Risikocheck über die strikte Trennung von Infizierten und Nicht-Infizierten bis hin zu kurzen Krankenhausaufenthalten und Videosprechstunden.

Zwei Männer in Arztkittel halten Schild
Die Chefärzte Dr. Martin Maunz und Dr. Jan Oliver Kaufhold sind an Deiner Seite, wenn es um Sicherheit auf Intensivstationen geht | Foto: Helios

In Zeiten von Corona ist Kreativität gefragt. Die beiden Chefärzte Dr. Jan Oliver Kaufhold und Dr. Martin Maunz der Helios Klinik Rottweil haben sich Sorgen um die Sicherheit ihrer Kolleginnen und Kollegen auf den Intensivstationen gemacht und für sie kurzfristig eine Idee in die Tat umgesetzt: ein Intubations-Aquarium.

Eine besonders kritische Situation ist das Intubieren von Patienten auf der Intensivstation. Dabei wird dem Patienten ein Beatmungsschlauch in die Luftröhre eingeführt. „In diesem Moment werden kleinste Luftpartikel, also Aerosole frei, in denen die Viruslast sehr hoch ist. Das Infektionsrisiko für die Ärzte und das Pflegepersonal, die direkt am Patienten sind, steigt trotz Schutzausrüstung“, erklärt Thorsten Lukaschewski, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin.

Wir müssen alles tun, um die Ansteckungsgefahr für unsere Mediziner und unsere Pflegekräfte auf ein Minimum zu reduzieren!

Cornelia Koch, Klinikgeschäftsführerin | Helios Klinik Rottweil

Zusätzlicher Schutz beim Intubieren

Die Tatsache, dass er und seine Kollegen auf der Intensivstation in den nächsten Tagen und Wochen viele Patienten an Beatmungsmaschinen anschließen müssen, ließ Dr. Martin Maunz, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I, auch am Wochenende keine Ruhe. Auf einem Foto aus einer chinesischen Klinik entdeckte er eine transparente Brücke, die zum Intubieren einfach über den Kopf des Patienten gelegt worden war. Martin Maunz: „Ich dachte, das könnte man für uns noch verbessern!“

Er erzählte seinem Kollegen und Freund Dr. Jan Oliver Kaufhold, Chefarzt der Frauenklinik in der Helios-Klinik Rottweil, von der Idee – und auch der war sofort begeistert. Die beiden Mediziner machten sich ans Werk. Maunz vermaß seinen Sohn auf dem Sofa, um zunächst eine ungefähre Größe für den Schutz festzulegen, Kaufhold bastelte mit einer Plexiglasplatte und einem Industriefön in seiner Garage einen Prototyp. Das Ergebnis leiteten sie sofort an einen auf Kunststoffbau spezialisierten Betrieb weiter. Dessen Geschäftsführer Uwe Schaufler ließ sich von der Begeisterung der Mediziner anstecken und baute noch übers Wochenende vier Intubations-Aquarien, die zwei Tage später in den Praxistest gingen. Ergebnis: bestanden!

Eine Idee setzt sich durch

Klinikgeschäftsführerin Cornelia Koch begrüßt den kreativen Vorschlag, beim Intubieren mit dem speziell entworfenen Plexiglasschutz zu arbeiten, sehr: „Wir müssen alles tun, um die Ansteckungsgefahr für unsere Mediziner und unsere Pflegekräfte auf ein Minimum zu reduzieren!“ Inzwischen, nicht einmal eine Woche seit Entwicklung des ersten Prototyps, haben schon zehn Exemplare des Aerosolschutzes den Weg nach Berlin angetreten. Dort kommen sie auf der Intensivstation im Helios-Klinikum Berlin-Buch zum Einsatz. Wenige Tage später gab es bereits 130 Bestellungen von weiteren Helios Kliniken.  

Gemeinsam stark in der Corona-Krise

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Gemeinsam stark in der Corona-Krise

Kolleginnen und Kollegen von Helios: An deiner Seite, wenn die Welt im Ausnahmezustand ist

Starker Zusammenhalt & Solidarität: Wir bedanken uns ausdrücklich bei all unseren Kolleginnen und Kollegen, die in der Corona-Krise für uns alle die Stellung halten und vollen Einsatz zeigen. DANKE!