Geburten in Zeiten von Corona
Informationen für werdende Eltern

Geburten in Zeiten von Corona

Die Geburt eines Kindes ist für werdende Eltern etwas ganz Besonderes. Sie gehört zu den schönsten und eindrücklichsten Erfahrungen im Leben. Doch die zunehmende Ausbreitung des Corona-Virus stellt Geburtsstationen vor neue Herausforderungen.

10 Punkte für Ihre Sicherheit

10 Punkte für Ihre Sicherheit

Sicher im Krankenhaus – trotz Corona-Pandemie. Helios hat ein 10 Punkte Sicherheitskonzept entworfen, dessen Maßnahmen Erkrankte, Besucher und Mitarbeiter vor Corona schützen. Mit dem Sicherheitskonzept gestalten wir Ihren Aufenthalt im Krankenhaus so sicher wie möglich: Beginnend mit einem individuellen Risikocheck über die strikte Trennung von Infizierten und Nicht-Infizierten bis hin zu kurzen Krankenhausaufenthalten und Videosprechstunden.

Bauch einer Schwangeren, mit kleinen Jungen der kuschelt
Die Geburt kann wie geplant erfolgen | Foto: Canva

„Das Corona-Virus macht auch vor einer Geburtsstation nicht Halt. Durch gezielte Schutz- und Hygienemaßnahmen versuchen wir die Wünsche der werdenden Mütter zu berücksichtigen und den einzigartigen Augenblick der Geburt weiterhin so angenehm wie möglich zu gestalten“, erklärt Prof. Dr. Michael Friedrich, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Helios Klinikum Krefeld sowie Helios Fachgruppenleiter für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Sind Schwangere und das ungeborene Kind gefährdet?

Derzeit gibt es keinen Hinweis darauf, dass Schwangere durch das neuartige Corona-Virus Sars-Cov-2 gefährdeter sind als die allgemeine Bevölkerung. „Schwangere zählen zum jetzigen Wissensstand nicht zur Risikogruppe“, so Prof. Dr. Friedrich. Es gibt bisher auch noch keinen Hinweis, dass das Virus während der Schwangerschaft im Mutterleib auf das ungeborene Kind übertragen wird.

Eine Übertragung auf das neugeborene Kind über den engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion ist prinzipiell möglich. Jedoch gibt es bisher noch keinen Nachweis von Sars-Cov-2 in der Muttermilch. Konkrete Aussagen diesbezüglich können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht getroffen werden.

Schwangere zählen zum jetzigen Wissensstand nicht zur Risikogruppe.

Prof. Dr. Michael Friedrich, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe | Helios Klinikum Krefeld

Trotz Covid-19 normale Geburt möglich

Piktogramme auf lila und gelben Hintergrund
Eine Begleitperson ist während der Geburt erlaubt | Grafik: Helios

Sollte eine Schwangere an Covid-19 erkrankt sein oder besteht der Verdacht einer Infektion, wirkt sich das nicht auf die Form der Geburt aus. Die Entscheidung für eine natürliche Geburt oder eine andere Form der Geburt erfolgt nach denselben Kriterien wie sonst auch.

Zur Geburt darf eine Begleitperson mit in den Kreißsaal. Diese Person muss symptomfrei sein und darf keinen Kontakt zu einem Covid-19-Patienten gehabt haben. Diese Regel bestand schon vor der Corona-Pandemie. Neu ist jetzt, dass die Begleitperson während der Geburt nicht wechseln darf.

Besuchsregeln auf der Wöchnerinnenstation

Zum Schutz der Patientinnen, Neugeborenen und des Personals gelten auch auf der Wöchnerinnenstation die gleichen Regeln wie für alle Besucher der Klinik. Im Falle eines behördlich angeordneten Besuchsverbots sind Besuche nur in dringlichen Ausnahmen und nach vorherigem telefonischen Kontakt gestattet. Die Entscheidung obliegt dem medizinischen Personal. Sollte es keine behördliche Anordnung geben, liegt die maximale Besuchszeit derzeit bei maximal einer Stunde für den Partner.

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Einschränkungen für Besucherinnen und Besucher

Aufgrund der rapiden Ausbreitung des Corona-Virus steht unser Klinikpersonal vor großen Herausforderungen. Dabei gilt es, unsere Patientinnen und Patienten sowie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen. In einigen Kliniken besteht daher aktuell ein behördlich angeordnetes Besuchsverbot. Informieren Sie sich auf der Webseite der jeweiligen Klinik, ob Besuche derzeit möglich sind.

Fachgruppen bei Helios

Prof. Dr. Michael Friedrich ist Leiter der Fachgruppe Gynäkologie und Geburtshilfe. Die leitenden Ärztinnen und Ärzte eines Fachgebiets aus allen Helios Kliniken bilden eine Fachgruppe. Insgesamt gibt es 29 Fachgruppen, die sicherstellen, dass das Know-how Ihres Fachgebiets in allen Kliniken verankert wird. Die Fachgruppenleiter vertreten ihr Fachgebiet nach innen und außen. Sie beraten und entscheiden über die Einführung sinnvoller Innovationen und Standardprozesse, über Kampagnen sowie medizinische Produkte. Zudem unterstützen sie auch bei der Neubesetzung von Chefarztpositionen. Zu jeder Fachgruppe gehört jeweils ein Mitglied der erweiterten Unternehmensgeschäftsführung.