Erst der Corona-Test, dann die Eheschließung
Heiraten in der Corona-Pandemie

Erst der Corona-Test, dann die Eheschließung

Eine Kanaren-Kreuzfahrt in Zeiten einer globalen Pandemie klingt undenkbar. Doch unter bestimmten Sicherheitsvorkehrungen ist es machbar. Für zwei Passagiere ein Glücksfall und der Einzug in den Hafen der Ehe.

Für viele Brautpaare sollte das Jahr 2020 ein ganz besonderes werden, doch sie hatten die Rechnung ohne das Corona-Virus gemacht. Viele Hochzeitspläne wurden neu gedacht oder ins nächste Jahr verschoben. Auch Daniela und Carsten Groß ereilte dieses Schicksal. Ihr Plan war es, im Dezember 2020 auf einer Kreuzfahrt auf der Mein Schiff den Bund der Ehe zu schließen.

Die Frage aller Fragen

Ausblick vom Kreuzfahrtschiff aufs Meer
Heiraten auf einem Kreuzfahrtschiff – ein Wunsch von Daniela und Carsten | Foto: Canva

Während einer Amerika-Kreuzfahrt im Oktober 2019 sollte sich für Daniela alles ändern. An einem Abend mitten auf dem Meer bat Carsten Groß seine Daniela, ihn zu heiraten. Und Daniela sagte Ja.

Fortan hatten Kreuzfahrtschiffe eine besondere Bedeutung und so wurde aus einer anfänglichen „Spinnerei“ schnell eine fixe Idee: Wir heiraten auf einem Kreuzfahrtschiff. Gesagt, gebucht. Im Dezember 2020 sollte ihr großer Tag sein.

Und dann kam Corona

Vorfreudig sehnte das Paar ihrer Eheschließung entgegen. Doch im Frühjahr 2020 brach die Pandemie aus. Die Hoffnung der beiden wurde auf eine harte Probe gestellt: „Unsere Karibik-Rundreise war bereits gebucht, bevor abzusehen war, dass uns eine weltweite Gesundheitskrise bevorsteht“, erinnert sich Carsten Groß. „Wir hatten uns schon fast von dem Gedanken verabschiedet, uns auf dem Schiff trauen zu lassen.“

Das Ehepaar in spe hielt an seinem Traum fest und plante gemeinsam mit dem TUI Cruises Wedding-Team weiter. Im Oktober 2020 dann der Schock: Ihre Reise wurde storniert. „Da ist für mich schon eine kleine Welt zusammengebrochen“, sagt Daniela Groß.

Ein Hoffnungsschimmer

Den gemeinsamen Traum einer Hochzeit auf hoher See wollten beide noch immer nicht aufgeben. Und ihre Geduld wurde belohnt: Kurze Zeit später konnte TUI dem Paar eine alternative Route anbieten. Kanaren statt Karibik, dafür mit Suite und Hochzeit am 26.12.2020. „Uns war sofort klar, das machen wir“, freute sich Daniela Groß.

Voraussetzung: negativer Corona-Test

zwei Frauen mit Mund-Nasen-Schutz
Fällt der Corona-Test negativ aus, geht's aufs Kreuzfahrtschiff | Foto: privat

Um die Reise antreten zu können, ist unter anderem ein verpflichtender COVID-19-Test nötig, der durch TUI Cruises organisiert wird. Für die Kanarischen Inseln darf dieser zur Abreise nicht älter als 72 Stunden sein.

Verschiedene Kooperationspartner helfen dabei, dass das Testergebnis pünktlich zum Start der Kreuzfahrt  eintrifft. Daniela und Carsten ließen ihren Abstrich bei den Helios Kliniken machen. „Der Ablauf war unkompliziert und sehr gut organisiert“, findet Carsten Groß, der mit seiner künftigen Ehefrau ins Helios Universitätsklinikum Wuppertal fuhr. „Wir haben einen Tag vorher und am Tag selbst eine Information von TUI Cruises erhalten, dass unser Test ansteht. Einen Termin für den Abstrich brauchten wir nicht, es war lediglich ein Testzeitraum von mehreren Stunden angegeben, damit das Ergebnis noch rechtzeitig vor unserer Abreise vorliegt.“

Für Carsten und Daniela blieb aber bis zum Schluss eine Unsicherheit: „Ich glaube erst daran, dass alles klappt, wenn wir auf dem Schiff stehen.“

Das Hoffen hat sich gelohnt: Beide Testergebnisse waren negativ und somit stand der Hochzeit nichts mehr im Wege.

Helios testet Kreuzfahrtpassagiere auf Corona

Helios kooperiert mit der Kreuzfahrtreederei TUI Cruises. Kreuzfahrtgäste können sich in zahlreichen Helios Teststellen in ganz Deutschland vor Antritt einer Reise auf das Corona-Virus testen lassen.

Alle Informationen zu den Abstrichzeiten und welche Unterlagen benötigt werden, erhalten Passagiere auf der Interseite von Helios. Das Testergebnis wird dann direkt an den Reiseanbieters weitergegeben.