Nicht jede Meldung stimmt

13 Corona-News im Faktencheck

<strong>13 Corona-News</strong> im Faktencheck

Das Corona-Virus Sars-Cov-2 ist noch jung und doch kursieren schon viele Gerüchte und zum Teil Falschmeldungen im Internet und in Messengerdiensten. Wir haben einmal die kuriosesten Falschmeldungen herausgesucht und richtiggestellt.

  1. Masken bieten einen Fremdschutz vor dem Virus

    Frau mit Handy und Mund-Nasen-Schutz in der Bahn
    Der Mund-Nasen-Schutz schützt andere Personen vor Tröpfcheninfektionen | Foto: Canva

    Teilweise richtig. Größere Töpfchen, die beim Husten, Niesen oder Sprechen ausgestoßen werden, landen direkt im Stoff. Dadurch ist die Ansteckungsgefahr für Personen im Umfeld des Maskenträgers geringer. Kleine Tröpfchen können jedoch die Maske passieren und dann doch ansteckend sein, deswegen muss auch trotz Maske auf einen ausreichenden Abstand geachtet werden. Hinweis: Wer eine Maske trägt, schützt im ersten Schritt nicht selbst, aber seine Mitmenschen. Das gilt insbesondere, wenn sich mehrere Personen in einem geschlossenen Raum, wie dem öffentlichen Nahverkehr, in Geschäften oder am Arbeitsplatz aufhalten. Dennoch ist es auch hier wichtig, auf ausreichend Abstand zu achten.

  2. Bartwuchs verhindert den kompletten Schutz eines Mund-Nasen-Schutzes

    Teilweise richtig. Dem Robert Koch-Institut zufolge bieten Masken des Standards FFP2 und FFP3 nur einen eingeschränkten Schutz bei Bartträgern. Grund ist, dass die Maske nicht direkt mit der Haut abschließt. Daher kann es nicht schaden, sich jetzt öfters zu rasieren, da Barträger dazu neigen, sich öfters in den Bart und somit ins Gesicht zu fassen. Hinweis: Auch beim einfachen Mund-Nasen-Schutz und selbstgenähten Masken ist kein effektiver Schutz gegeben, da sie nicht mit der Haut abschließen.

  3. Ansteckung durch den Atem von Joggern

    Frau joggt durch Park
    Beim Joggen am besten den Sicherheitsabstand erhöhen | Foto: Canva

    Nicht belegt. Eine Untersuchung von Wissenschaftlern in Belgien und den Niederlanden zeigt jedoch, dass Jogger schneller als ihre ausgeatmeten Tröpfchen sind. Diese sind nämlich so leicht, dass sie nicht gleich zu Boden fallen. Dadurch kann es passieren, dass die Person dahinter, direkt in die Atemwolke reinläuft beziehungsweise joggt. Hinweis: Während bei einem normalen Spaziergang ein Abstand von zwei Metern reicht, sollte dieser beim Joggen auf circa zehn Meter erhöht werden, um nicht in die Atemwolke von anderen zu laufen. Am besten ist es, wenn der Windschatten komplett vermieden wird. 

  4. Temperaturen über 25 Grad Celsius schützen vor dem Corona-Virus

    Bisher nicht geklärt. Derzeit ist davon auszugehen, dass, egal wie sonnig und warm es ist, eine Ansteckung mit dem Corona-Virus dennoch möglich ist. Denn auch in Ländern mit warmen Temperaturen gibt es bereits viele Covid-19-Fälle. Hinweis: Den besten Schutz bieten regelmäßiges Händewaschen und nicht ins Gesicht fassen. Bei hoher Sonnenstrahlung sollte zudem die Sonnencreme nicht vergessen werden.

  5. Gummihandschuhe schützen vor einer Übertragung

    Frau zieht Einmalhandschuhe aus
    Handschuhe bieten keinen Schutz vor dem Corona-Virus |Foto: Canca

    Eindeutige Antwort: Nein. Im Alltag sollte auf Handschuhe verzichtet werden. Diese vermitteln ein vermeintliches Gefühl einer zusätzlichen Sicherheit, wodurch sie häufig zu lange getragen werden. Durch diese lange Tragezeit sammeln sich deutlich mehr Erreger auf den Handschuhen. Dadurch passiert es unweigerlich – und oft unbewusst – dass der Griff ins Gesicht folgt und die Keime dort landen, wo sie nicht hingehören. Hinweis: Die bessere und richtige Alternative ist regelmäßiges Händewaschen. Das schützt vor Erregern.

  6. Das Corona-Virus betrifft nur ältere Menschen

    Das ist falsch! Menschen aller Altersklassen können vom Corona-Virus betroffen sein. Ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen, wie zum Beispiel Asthma, Diabetes und Herz-Erkrankungen, sind jedoch anfälliger. Diese Risikogruppe verzeichnet meist schwerere Verläufe der Erkrankung. Abstand halten, eine gute Handhygiene und zu Hause bleiben können die Ausbreitung vermindern und somit die Risikogruppe schützen.

  7. Ibuprofen verschlimmern die Infektion mit dem Erreger

    Hand hält Glas Wasser und Tablette fest
    Es ist nicht belegt, dass Ibuprofen Covid-19-Erkrankten schadet | Foto: Canva

    Nicht belegt. Bestimmte Medikamente werden bei schwer kranken Menschen häufiger eingesetzt. Daher sieht es schnell so aus, als würden die Behandelten in großer Zahl versterben. Aufgrund von fehlenden Studien kann aktuell nicht gesagt werden, wie viel an diesem Gerücht dran ist. Ein Zusammenhang zwischen der Einnahme von Ibuprofen und schweren Verläufen bei Covid-19 ist bislang nicht gesichert. Bei Verdacht auf Covid-19 stimmen Sie sich mit Ihrem Arzt zur Einnahme von Ibuprofen ab.

  8. Antibiotika helfen gegen das Corona-Virus

    Das stimmt nicht. Antibiotika helfen gegen Bakterien. Bei Sars-Cov-2 handelt es sich um eine Viruserkrankung. Antibiotika sollten zudem unter keinen Umständen als Vorbeugemaßnahme eingenommen werden. Kommt eine erkrankte Person jedoch ins Krankenhaus, kann es sein, dass sie Antibiotika erhält, da bakterielle Co-Infektionen möglich sind.

  9. Ein heißes Bad schützt vor dem Virus

    Frau liegt in Badewanne
    Ein heißes Bad entspannt, schützt aber nicht vor dem Corona-Virus | Foto: Canva

    Falsch. Die normale Körpertemperatur liegt zwischen 36,5° und 37° Grad Celsius, egal, wie heiß das Badewasser ist. Ein heißes Bad kann jedoch zu Verbrühungen führen. Regelmäßiges Händewaschen ist ein guter Schutz vor dem Virus. Zudem sollten Sie sich, wenn überhaupt nur mit frisch gewaschenen Händen ins Gesicht vor allem an Nase und Mund fassen, aber eigentlich sollten Sie versuchen es ganz zu vermeiden, da dies Eintrittspforten für das Virus sind.

  10. Viel warmes Wasser gemischt mit Salz und Essig verhindert eine Infektion

    Klares Nein. Viren warten nicht darauf, dass sie runtergespült werden. Sobald sie im Körper sind, ist es ihr Ziel, sich zu vermehren. Dazu docken sie sich an gesunde Zellen an und programmieren diese um, damit weitere Viren produziert werden. Natürlich ist es trotzdem gut, wenn Sie ausreichend trinken. Am besten Wasser und Tee.

  11. Den Körper mit Alkohol oder Chlor einsprühen, tötet das Virus ab

    Sprühstoß aus einer Flasche
    Alkohol oder Chlor können die Haut reizen | Foto: Canva

    Nein. Dadurch werden keine Viren abgetötet, die sich bereits im Körper befinden. Diese Substanzen können zu schweren Reizungen der Haut und Schleimhäute führen. Zudem zerstören sie möglichweise Kleidungsstücke. Sie sollten sie daher nur für ihren eigentlichen Verwendungszweck nutzen.

  12. Rauchen hilft gegen Corona

    Nein. Denn Rauchen kann gesundheitliche Probleme verursachen, die das Risiko einer schweren Corona-Erkrankung noch erhöhen. Jetzt ist vielmehr die beste Zeit, um mit dem Rauchen aufzuhören.

  13. Luft anhalten als Selbsttest

    Frau sitzt am Tisch und hält Luft an
    10 Sekunden Luft anhalten: kein Corona-Test | Foto: Canva

    Leider falsch. Ein einfacher Atemtest ist kein effektives Mittel, um herauszufinden, ob eine Infektion besteht. Wer den Atem zehn Sekunden anhalten kann, ohne zu Husten, weiß daher immer noch nicht, ob er Covid-19 hat oder nicht. Nur ein Test auf Covid-19 kann Ihnen Gewissheit bringen, ob Sie erkrankt sind oder nicht und auch dieser ist nicht immer sicher – außer er ist positiv. Fällt er jedoch negativ aus, kann es sein, dass Sie trotzdem positiv sind und es nur nicht nachgewiesen werden konnte. Nehmen Sie daher bei Atemprobleme unbedingt telefonisch mit Ihrem Hausarzt Kontakt auf.

10 Punkte für Ihre Sicherheit

10 Punkte für Ihre Sicherheit

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