A

Adjuvante Therapie: Hierbei handelt es sich um eine unterstützende Behandlung nach der operativen Entfernung eines Tumors. Nach erfolgreicher Entfernung des Tumors soll die adjuvante Therapie einem möglichen Rückfall, zum Beispiel mit Hilfe der Chemotherapie vorgebeugt werden.

Anastomose: Neu angelegte Darmnaht und damit neue Darmverbindung, nach chirurgischer Entfernung des krebstragenden Darmabschnittes.

Anus Praeter: Beschreibt einen künstlichen Darmausgang in der Bauchhaut. Er kann sowohl vorübergehend, d. h. unterstützend zur Heilung des operierten Darmabschnittes oder auch dauerhaft zur Ausleitung des Stuhls eingesetzt werden (siehe Stoma).

B

Biopsie: Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Körper mittels eines Endoskops zur weiteren mikroskopischen Untersuchung, im Rahmen einer Darmspiegelung.

Bestrahlung: Hier kommt es zur Anwendung von ionisierenden Strahlen zu Heilungszwecken. Es gibt einen Unterschied zwischen der internen Strahlentherapie und der externen Strahlentherapie. Bei der externen Strahlentherapie werden genau festgelegte Körperregionen von außen bestrahlt. Bei der internen Strahlentherapie liegt die Strahlenquelle entweder in unmittelbarer Nähe zum Tumor oder wird direkt in den Tumor eingebracht. Es ist auch möglich, beide Methoden gemeinsam zur Bekämpfung des Tumors einzusetzen.

C

Chemotherapie: Allgemein beschreibt die Chemotherapie bei Krebserkrankungen die Behandlung mit Medikamenten (Tabletten oder Infusionen), die das Zellwachstum oder die Zellteilung hemmen.

Colon: Dickdarm

D

Darmpolyp: primär gutartige Wucherung der Darmschleimhaut.

E

Enddarm: Letzter Teil des Darms vor dem Darmausgang, auch Mastdarm oder Rektum genannt, vom Schließmuskel an, die untersten 15 Zentimeter.

Endoskop: flexibel (Endoskop), oder starr (Rektoskop) zur Hohlorganspiegelung (Endoskopie), etwa Magen, Darm, Harnblase.

F

Fatigue: Eine häufige Begleiterscheinung bei Krebserkrankungen und als Nebenwirkung bei der Chemotherapie. Die betroffenen Personen fühlen sich erschöpft, abgeschlagen und sind müde.

G

Gastroenterologie: Fachgebiet der Heilkunde von Magen-Darm-Krankheiten

H

Haemoculttest: Test, der verborgenes Blut im Stuhlgang nachweist. Eine Stuhlprobe wird auf ein Test-Briefchen aufgetragen.

Hernie: Auch Bruch, beschreibt das Vorfallen von Bauchfell durch eine Muskellücke (äußerer Bruch) in der Bauchwand oder im Zwerchfell (innerer Bruch).

Hyperplasie: Die Vergrößerung eines Organs oder von Gewebe durch die Zunahme der Zellzahl.

I

Ileus: Darmverschluss, eine funktionelle, vorübergehende Darmlähmung nach Operationen, wird in der Regel konservativ behandelt. Mechanischer Ileus, z. B. durch eine fortgeschrittene Darmkrebserkrankung, muss operiert werden (Notfall!).

K

Koloskop: Hohlorganspiegel (Endoskopie) zur Spiegelung des Darms.

Koloskopie: Spieglung des ganzen Darms.

Kryokonservierung: Unter Kryokonservierung versteht man das Aufbewahren von (Samen-) Zellen oder Gewebe durch Einfrieren mit flüssigem Stickstoff (-196 Grad Celsius).

Kurative Therapie: Diese Behandlung hat die Heilung des Patienten als Ziel.

L

Laparoskopische Operation: Die laparoskopische Chirurgie wird auch „Schlüsselloch-Chirurgie“ oder Minimal Invasive Chirurgie (MIC) genannt. Mit Hilfe eines optischen Instruments (Laparoskop, Kamera) können präzise Eingriffe mit nur kleinen Schnitten in der Bauchhöhle vorgenommen werden. Viele Eingriffe in der Bauchchirurgie werden so vorgenommen – auch Krebsoperationen.

M

Mastdarmkrebs: Krebserkrankung des Enddarmes. Es gibt zwei Formen:

  1. Analkarzinom (Plattenepithel-Karzinom) Behandlung häufig nur mit Bestrahlung
  2. Mastdarmkrebs (Adeno-Karzinom) häufig multimodale Therapie, abhängig vom Stadium der Tumorerkrankung, d. h. Neoadjuvante Therapie

Metastasen: Infolge von Darmkrebserkrankungen können Tochtergeschwülste entstehen (Metastasen). Am häufigsten kommen diese in der Leber und in der Lunge vor. Sie können grundsätzlich aber in allen Organen auftreten.

N

Neoadjuvante Therapie: Die Indikation wird in der Tumorkonferenz festgelegt und hängt vom Tumorstadium ab. Die neoadjuvante Therapie findet vor der Tumoroperation statt und soll das Rückfallrisiko (Rezidiv) verringern und/oder den Tumor vor der Operation bereits so stark verkleinern, dass er schonend (ggf. laparoskopisch) und möglichst vollständig entfernt werden kann.

Im Anschluss an die Tumoroperation (4 Wochen) wird die Chemotherapie nach einem festgelegten Protokoll fortgesetzt.

O

okkultes Blut: Nicht sichtbare Blutspuren, im Stuhlgang.

Onkologie: Eine Fachrichtung der Medizin, die sich mit der Erforschung und Behandlung von Tumorerkrankungen beschäftigt.

P

palliative Therapie: Beschwerdelindernde Tumortherapie, die auf die Erhaltung oder Verbesserung der Lebensqualität abzielt. Eine Heilung ist wegen der fortgeschrittenen Tumorerkrankung nicht mehr möglich (Rezidiv, Metastasen).

Polyp: primär gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut.

Polypektomie: Entnahme von Polypen aus dem Darm oder Magen, in der Regel im Rahmen der Endoskopie.

R

Radiotherapie/ Strahlentherapie: Die Strahlentherapie (Radiotherapie), ist ein wesentlicher Bestandteil der Krebsbehandlung. Durch sie sollen Krebszellen mithilfe von ionisierender, also energiereicher Strahlung zerstört werden.

Rektum: siehe Enddarm.

Resektion: Eine operative Entfernung des Krebstragenden Darmabschnittes, einschließlich des dazugehörenden Lymphabstromgebietes. (Onkologische Resektion).

Rezidiv: Das erneute Auftreten einer Krebserkrankung, nach einem krankheitsfreien Intervall (Monate, Jahre).

S

Schlingenabtrennung: Endoskopische Abtragung von Darmpolypen mit Hilfe einer Schlinge.

Sigma: S-förmig verlaufender Teil des Dickdarms vor dem Enddarm.

Sigmoidoskopie: Eine endoskopische Untersuchung des unteren Dickdarms sowie des Enddarms (ca. 40 cm).

Stoma: Ein künstlicher Darmausgang in der Bauchwand zur Ableitung des Darminhalts. Dieser kann vorübergehend (protektiv) zur Unterstützung der Heilung des operierten Darmabschnitts oder dauerhaft zur Ausleitung des Stuhls eingesetzt werden.

Das Stoma kann ein Dünndarm-oder Dickdarmausgang sein.

Stoma-Rückverlagerung: Ein vorübergehender künstlicher Darmausgang, der z. B. zum Schutz des Operationsgebietes (Darmnaht = Anastomose) angelegt wurde, wird in der Regel nach drei bis sechs Monaten zurückverlegt, in Absprache und Festlegung durch den behandelnden Chirurgen. Dabei wird die Kontinuität wiederhergestellt, für die normale Darmentleerung.

T

Teerstuhl (Meläna): Ist der Stuhlgang schwarz und glänzend, spricht man vom sogenannten Teerstuhl (Meläna). Dieser weist meist auf eine Blutung im oberen Magen-Darm-Trakt hin, zwischen Speiseröhre und Zwölffingerdarm. Ursachen können Schleimhautentzündungen, Schleimhautgeschwüre (Ulkus), aber auch Krebserkrankungen sein.

TNM-Klassifikation: Internationale Einteilung von bösartigen Tumoren nach Art der Ausbreitung und Größe sowie Anzahl der befallenen Lymphknoten und vorhandenen Metastasen. T = Tumorausdehnung, N= Nodi (Lymphknotenbefall), M = (Fern-)Metastasen.

Tumor: Gutartige (benigne) oder bösartige (maligne) Geschwulst.

Tumormarker: Eine Körpersubstanz, deren Vorhandensein auf einen Tumor oder eine andere Erkrankung hinweisen können, beim Darmkrebs CEA (normal < 5,0 ng/ml). Dieser Wert kann bei Rauchern, ohne das Vorhandensein einer Darmkrebserkrankung auch erhöht sein!

V

virtuelle Darmspiegelung: Eine radiologische Untersuchung des Dickdarms mittels Computertomographen (CT) zur Früherkennung von Darmkrebs, die auch als CT-Koloskopie bezeichnet wird.

Z

Zökum: Letzter Abschnitt des Dickdarms, am Übergang zum Dünndarm. Dort befindet sich auch der Blinddarm (Appendix).

Zytostatika: Medikamente, die das Tumorwachstum hemmen oder die Tumorzelle direkt angreifen. Einsatz in der Krebsbehandlung.

Zyklus (Chemotherapie): Ein regelmäßig wiederkehrender Ablauf, international festgelegter Therapiepläne in der Chemotherapie. Abweichungen werden individuell durch den Onkologen, oder die Tumorkonferenz festgelegt.