Sommerhitze!? So entlasten Sie Ihren Körper im Hochsommer

Sommerhitze!? So entlasten Sie Ihren Körper im Hochsommer

Zerbst/Anhalt

Temperaturen über 30 °C und auch nachts sinkt das Thermometer kaum unter 20 °C. Die heißen Tage sind gegenwärtig nicht nur für die Natur anstrengend, sondern auch für uns Menschen belastend.

Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Schwindel können die Folge sein. Dr. med. Matthias Prager, Chefarzt und Leiter des Zentrums für Innere Medizin in der Helios Klinik Zerbst/Anhalt, gibt Tipps, wie man seinen Körper entlastet und den Hochsommer gut übersteht.

Sommer, Sonne, Sonnenschein. Der Sommer ist herrlich, stellt unseren Körper aber auch vor große Herausforderungen. „Unser Körper muss bei steigenden Temperaturen deutlich mehr leisten als in den kühleren Monaten des Jahres.“, erklärt Dr. med. Matthias Prager, Chefarzt und Leiter des Zentrums für Innere Medizin in der Helios Klinik Zerbst/Anhalt. Steigen die Temperaturen, weiten sich die Blutgefäße, während zeitgleich der Blutdruck sinkt. Viele Menschen fühlen sich deshalb besonders in der heißen Jahreszeit tagsüber ausgelaugt, müde und kraftlos. Kein Wunder, schaltet der Körper mit jeder weiteren Gradzahl auf dem Thermometer automatisch in den Sparmodus. Was können Sie jetzt tun, um Ihren Körper in der Sommerhitze zu entlasten?

Oberstes Gebot ist es, bei Hitze mehr zu trinken als sonst. Etwa zwei Liter am Tag sollten es normalerweise sein, bei großer Wärme oder körperlicher Belastung auch deutlich mehr.

Dr. med. Mathias Prager, Chefarzt und Leiter des Zentrums für Innere Medizin

Trinken Sie kontinuierlich und viel

„Oberstes Gebot ist es, bei Hitze mehr zu trinken als sonst. Etwa zwei Liter am Tag sollten es normalerweise sein, bei großer Wärme oder körperlicher Belastung auch deutlich mehr“, rät Dr. Prager. Am besten eignen sich Wasser, kühle ungesüßte Tees oder Saftschorlen. Durch das vermehrte Schwitzen werden vor allem Mineralien wie Magnesium, Kalzium und Natrium ausgeschieden, aber auch wichtige Elektrolyte. Mit entsprechend angereichertem Wasser füllen Sie den leeren Speicher wieder auf. „Wen pures Wasser geschmacklich und optisch nicht zum Trinken bewegen kann, der kann seine tägliche Wasserration mit frischen Früchten, Kräutern oder Gemüse aufpeppen. Das sorgt für ein tolles Geschmacks-, Geruchs-und je nach Zutat auch Farberlebnis.“, empfiehlt der Experte. 

Essen Sie leichte Kost in kleinen Mengen

Auch wer sein Essverhalten bei hohen Temperaturen umstellt, erträgt die Hitze besser. „Nehmen Sie lieber mehrere kleine Mahlzeiten statt der üblichen drei großen zu sich. Das belastet den Körper weniger“, weiß der Chefarzt. Gemüse und Obst, Getreide- und Milchprodukte gehören dabei täglich auf den Speiseplan, Fleisch und Wurst nur hin und wieder. Ballaststoffe, wie sie in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten oder Nüssen vorkommen, sind besonders gesund für den Darm, da sie die Verdauung anregen. Viele Vitamine und Mineralstoffe können Sie beispielsweise mit Gemüse, Fisch, Suppe, Quark, Melone oder Ananas zu sich nehmen.

Üben Sie leichten Sport aus, aber bitte keinen Stress!

Sport ist bei hohen Temperaturen nicht generell verboten. „Leichte Bewegung hilft, das Herz-Kreislaufsystem fit zu halten. Solche Aktivitäten sollte man aber lieber auf den frühen Morgen oder den späten Abend verlegen. Fahrradfahren oder ein Spaziergang an schattigen Orten ist ideal.“, rät der Mediziner. Wichtig ist auch, sich an heißen Tagen nicht zu stressen. „In der Ruhe liegt bekanntlich die Kraft. MachenSie häufiger eine kleine Pause. Wenn Sie können, ruhen Sie sich in der Mittagszeit aus oder legen die Beine hoch. Das entlastet den Kreislauf.“

Tragen Sie luftige Kleidung und kühlen Sie sich ab

Luftige Kleidung aus Leinen oder Baumwolle ermöglicht dem Körper, dass er Kühlung erfährt. Auch Funktionskleidung ist gut geeignet, den Schweiß abzutransportieren. Abkühlung verschaffen auch kühlende Wickel. Dr. Pragers Tipp: „Halten Sie die Unterarme immer mal wieder unter kaltes Wasser. Das erfrischt!“

Bleiben Sie lieber im Schatten

Wichtig ist, dass der Körper und der Kopf nicht überhitzen, sonst droht ein Hitzeschlag.
„Bei einem Hitzschlag steigt die Temperatur im Inneren des Körpers auf über 40 °C an. Betroffene haben eine gerötete, trockene und heiße Haut und einen erhöhten, meist schwachen Puls. Auch Bewusstseinstrübungen, Erbrechen, Krämpfe und Kopfschmerzen können auftreten.“, weiß der Chefarzt. „Es ist wichtig, den Betroffenen schnell in den Schatten zu bringen und ihn mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Kalte Tücher helfen, die Körpertemperatur herunter zu kühlen.“, sagt Dr. med. Prager. Bei einem Sonnenstich oder Kollaps sollte auch immer der Notruf (112) gewählt werden.

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Christiane Hildebrandt

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