Samiya steht wieder auf

Samiya steht wieder auf

Wuppertal

Helios in Wuppertal übernimmt nach Schicksalsschlag die Behandlung der Schwester eines Mitarbeiters.

Mit einem Schlag hat Samiya Charfi das Leben verloren, das sie liebte. Bei einem verheerenden Autounfall in Algerien starben Ende März ihre beiden Kinder, der dreijährige Mohammed-Amir und die erst sieben Monate alte Ritaj. Ums Leben kamen auch ihre Schwiegermutter sowie ihre Schwägerin und deren ungeborenes Kind. Samiya selbst wurde mit schwersten Verletzungen aus dem Wrack gezogen, schwebte selbst zwischen Leben und Tod, mit Wirbelbrüchen im Nackenbereich und unzähligen Brüchen im Beckenbereich.

Kurz nach dem Unfall machte sich ihr Bruder Ziane Charfi auf den Weg nach Algerien. Der Kinderarzt aus dem Helios Universitätsklinikum Wuppertal wollte seiner Schwester beistehen. Als sie wieder bei vollem Bewusstsein war, übernahm er die Aufgabe, seine Schwester über den Tod und die bereits erfolgte Bestattung ihrer beiden Kinder zu informieren. Es folgte der Zusammenbruch.

Parallel hatte Ziane Charfi bei seinem Arbeitgeber nach Unterstützung gefragt. Dabei stieß er überall auf offene Türen. Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse sagte binnen Minuten eine Behandlung zu: „Das Schicksal der Familie hat mich sehr berührt, und ich freue mich, dass wir hier mit unseren Spezialisten helfen konnten“, so Dr. Cruse. Das Haus unterstützte darüber hinaus bei der Organisation des Transportes nach Deutschland. „Die Aussicht auf eine hochklassige medizinische Behandlung hier in Wuppertal, die in Algerien nicht möglich gewesen wäre, eröffnete wieder eine Zukunftsperspektive. Ich weiß nicht, ob meine Schwester ohne diese Hilfe wieder ihren Lebenswillen gefunden hätte“, so Ziane Charfi.

Mitte April konnte der Helios Kinderarzt seine Schwester per Liegendtransport nach Wuppertal bringen. „Die Unterstützung durch meine Klinik war enorm. Vielen Dank für die Hilfe. Zum Teil haben Kollegen meine Dienste übernommen, damit ich bei meiner Schwester sein konnte“, so Ziane Charfi. Etwa eine Woche später kam auch der Mann von Samiya, Belkacem Boucella, nach Deutschland. Er wurde als Begleitperson mit im Klinikum aufgenommen, was gerade für die psychologische Unterstützung sehr wichtig war.

Spezialisten aus der Unfallchirurgie und Orthopädie operierten Samiya am 20. April und schafften es, die Knochen im Beckenbereich zu stabilisieren. „Ohne diesen Eingriff wäre eine massive Fehlstellung des Beckens, verbunden mit dauerhaften Schmerzen und einer damit sehr eingeschränkten Mobilität, vorprogrammiert gewesen“, so Unfallchirurg Sebastian Hullmann. Der Oberarzt war maßgeblich an der Organisation der Behandlung im Helios Universitätsklinikum Wuppertal beteiligt.

Samiya kann mittlerweile schon wieder für kurze Zeit stehen, kämpft dabei aber noch mit Kreislaufproblemen. „Ich bin sehr dankbar dafür, dass wir hier überall so herzlich empfangen worden sind“, sagt sie. „Wir waren am Boden, aber jetzt geht es wieder nach oben.“

Die Weiterbetreuung von Samiya ermöglicht die Helios Rhein-Klinik in Duisburg, eine orthopädische Rehabilitationseinrichtung. So kann Samiya Kraft schöpfen und an Stabilität gewinnen – sowohl körperlich als auch seelisch.

Spendenaufruf:

Es ist absehbar, dass auf die Familie Charfi abseits der medizinischen Versorgung Kosten zukommen werden – zum Beispiel für eine Ausstattung mit Hilfsmitteln.

Über den Förderverein Kinderklinik Wuppertal e.V. steht ein Spendenkonto zur Verfügung. Spendenbeträge, die mit dem Stichwort „Samiya“ dort eingehen, kommen direkt Samiya zugute. IBAN: DE29 3305 0000 0000 5555 65 

 

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und in Spanien (Quirónsalud). Rund 17 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2017 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 8,7 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 111 Akut- und Rehabilitationskliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon vier Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 74.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund  6,1 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 45 Kliniken, 55 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 11,6 Millionen Patienten behandelt, davon  11,2 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 32.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro. Helios Deutschland und Spanien gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

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Jörn Grabert

Pressesprecher

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