Aktionswoche: Schlagen Frauenherzen anders?

Aktionswoche: Schlagen Frauenherzen anders?

Wuppertal

Mit der Aktion „Zieh was Rotes an“ will das Herzzentrum Wuppertal in dieser Woche auf Herzerkrankungen bei Frauen aufmerksam machen. Im Netz, in Videobeiträgen sowie im Rahmen einer Telefonaktion für Frauen informieren Spezialistinnen und Spezialisten aus dem Herzzentrum über die Besonderheiten, auf die zu achten ist, wenn Frauen am Herz erkranken. Alle Informationen erscheinen bis Ende der Woche auf www.facebook.com/HeliosWuppertal


Telefonaktion: „Von Frau zu Frau: Rund ums Herz!“

Kardiologinnen aus dem Herzzentrum Wuppertal stehen am Freitag, 2. Februar, von 12:00 bis 13:00 Uhr für eine Telefonaktion zur Verfügung. Hier können Frauen ihre ganz spezifischen Fragen zu Herzerkrankungen stellen. Die Ärztinnen sind in der genannten Zeit unter den Telefonnummern (0202) 896-HERZ/-4379 und (0202) 896-21 21 zu erreichen.

Auf Facebook läuft darüber hinaus seit Beginn der Woche der virale Teil der Aktion. Nutzer sind herzlich eingeladen, sich bis Freitag, 2. Februar, in roter Kleidung auf Facebook zu zeigen und damit die Aufmerksamkeit für das Thema „Herzerkrankungen bei Frauen“ zu steigern. Diese Aktion hat den „National Wear Red Day“ zum Vorbild, an dem in den USA der Fokus auf Herzerkrankungen bei Frauen liegt.

Lange Zeit galten Herzleiden als typisch männliches Problem. Heute sagt die Statistik etwas anderes. Zwar sind immer noch zwei Drittel der Patienten mit Herzgefäßerkrankungen weltweit nach wie vor Männer. Dafür ist – und dieser Fakt lässt aufhorchen – die Sterblichkeit bei herzkranken Frauen höher. Prof. Seyfarth erklärt einen möglichen Grund, warum das so ist: „Frauen sind zum Zeitpunkt des Herzinfarktes im Durchschnitt 10 Jahre älter. Davor haben sie bis zu einem bestimmten Alter einen hormonell bedingten natürlichen Gefäßschutz . Ändert sich der Hormonhaushalt nach der Menopause, fällt dieser Schutz jedoch weg. Und damit steigen die Erkrankungszahlen bei Frauen an.“ Hinzu kämen typische Risikofaktoren wie Hochdruck,  Diabetes oder Störungen im Fettstoffwechsel, die mit zunehmendem Alter bei Frauen ebenfalls häufiger auftreten.

Auch der Blick auf den Herzinfarkt offenbart Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Auch hier liegen die Männer bei der Zahl akuter Herzinfarkte vorn, allerdings überleben sie ihn öfter als das weibliche Geschlecht. Die Gründe für die höhere Sterblichkeit bei Frauen sind vielfältig, weiß der Spezialist: „Von der Symptomatik über die Diagnostik bis zur Therapie bestehen Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Frauen sind bei ihrem ersten Infarkt älter und weisen dementsprechend mehr Vorerkrankungen auf. Außerdem sind die Infarktsymptome bei Frauen anders als bei Männern.“ Während ein männlicher Herzinfarkt sich relativ typisch über eine spezifische Brustenge und Schmerzen hinter dem Brustbein äußert, treten die Symptome bei Frauen deutlich unspezifischer zutage. Sie klagen eher über Schmerzen im Oberbauch, über Übelkeit und Erbrechen.

„Diese unklaren Anzeichen führen möglicherweise dazu, dass die Erkrankung bei Frauen sowohl von den Frauen selber nicht rechtzeitig gedeutet wird als auch eine effektive Behandlung oft zu spät einsetzt“, so Prof. Seyfarth. Der Mediziner empfiehlt deshalb allen Betroffenen, bei unbekannten Beschwerden immer ärztliche Hilfe zu suchen. Außerdem sollten die Risikofaktoren Bluthochdruck, Diabetes und hohe Fettwerte ernst genommen werden. Auch auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist zu achten – damit Frauenherzen möglichst lange gesund schlagen.

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. 15 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios.
In Deutschland verfügt Helios über 111 Akut- und Rehabilitationskliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 3,9 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 43 Kliniken, 44 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden in Spanien über 9,7 Millionen Patienten behandelt, davon 9,4 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.

Helios und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

 

Pressekontakt:

Helios Universitätsklinikum Wuppertal

Jörn Grabert

Pressesprecher

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E-Mail: joern.grabert@helios-gesundheit.de