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Tag der Organspende 2022: Menschenleben retten mit Organspendenausweisen

Tag der Organspende 2022: Menschenleben retten mit Organspendenausweisen

Wuppertal

Rund 9.400 schwer erkrankte Menschen warten in Deutschland auf ein lebensrettendes Spenderorgan. Doch nur den wenigsten von ihnen kann durch eine Lebendspende geholfen werden. Die meisten Organspenden erfolgen postmortal – also nach der Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls des Spenders und somit der Todesfeststellung.

Das Thema Organspende beschäftigt viele Menschen: Möchte ich im Falle meines Ablebens spenden, ja oder nein? „Egal wofür man sich am Ende entscheidet, wichtig ist es, den eigenen Willen eindeutig zu bekunden – zum Beispiel mit einem Organspendeausweis“, erklärt Dr. Gabriele Wöbker, Transplantationsbeauftrage am Helios Universitätsklinikum Wuppertal. „Auch sollte der potentielle Spender seinen Wunsch mit seinen Angehörigen besprechen, so dass diese im Fall des Falles informiert sind,“ führt die Medizinerin aus. Seit 1989 setzt sich die Direktorin für Intensivmedizin mit viel Engagement für dieses Thema ein. Den jährlichen Awareness-Tag der Organspende, der bundesweit am ersten Samstag im Juni (also am 4. Juni 2022) stattfindet, nutzt sie gerne, um über ihre Herzensangelegenheit zu sprechen.

Chance auf ein neues Leben

„Eine Organspende ist eine Chance auf ein neues Leben. Der Spender schenkt Lebenszeit, das ist überaus wertvoll,“ stellt Wöbker fest. Auch wenn die Identität des Spenders anonym bleibt, verspüren die Betroffenen große Dankbarkeit. „Organspenden rettet täglich viele Leben,“ weiß die Intensivmedizinerin.

Die postmortale Organspende, also die Organspende nach eingetretenem irreversiblem Hirnfunkionsausfall (gleichbedeutend mit dem Tod), ist in Deutschland unter anderem im Transplantationsgesetz geregelt. Für die Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls gilt die Richtlinie der Bundesärztekammer. Das bedeutet ein strenges Protokoll unter der Mitwirkung zweier Fachärzte, davon immer ein Neurologe oder Neurochirurg, mit mehrjähriger Erfahrung in der Intensivmedizin.

Rechtliche Voraussetzungen für eine postmortale Organspende ist neben der Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalles die Zustimmung des Verstorbenen zu Lebzeiten. Dies kann mündlich oder schriftlich mitgeteilt werden. Die Entscheidung des Verstorbenen ist bindend. Wenn sich nach einer schweren Gehirnverletzung jeder Art abzeichnet, dass der irreversible Hirnfunktionsausfall zu erwarten ist oder eintritt, werden die Ärzte der Intensivstation das Gespräch mit den Angehörigen suchen. Sie sind nach dem Gesetz verpflichtet, den Patientenwillen zur Organspende festzustellen.

Den Willen zu Lebzeiten festhalten

Wenn keine schriftliche Verfügung – wie etwa der Organspendeausweis oder eine Patientenverfügung mit Äußerung zur Organspende– vorliegt, werden die nächsten Angehörigen oder eine vom Verstorbenen nahestehende Person nach dem bekannten oder mutmaßlichen Willen des Verstorbenen befragt. „Information ist das A und O,“ erklärt Wöbker. „Es ist sinnvoll, sich zu Lebzeiten mit diesem Thema auseinanderzusetzen, es kann jeden jederzeit treffen. In so einer Situation hilft es jedem Beteiligten, wenn der Wille des Betroffenen klar definiert ist“.

Wer also bereits zu Lebzeiten die eigene Entscheidung zum Thema Organspende schriftlich oder zumindest mündlich mitteilt, kann seinen Angehörigen diese Last nehmen. Dabei gibt der Organspendeausweis die Möglichkeit, einer Organ-Gewebespende zuzustimmen, sie abzulehnen oder auch einzelne Organe oder Gewebe für eine Spende ausschließen.


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Das Helios Universitätsklinikum Wuppertal ist ein Haus der Maximalversorgung und mit rund 1.000 Betten das größte
Krankenhaus im Bergischen Land. Hier werden jährlich etwa 50.000 Patienten stationär betreut und rund 100.000 ambulante
Behandlungen durchgeführt. Das Klinikum zeichnet sich durch eine Vielzahl an interdisziplinären Zentren aus,
beispielsweise das Brustzentrum, Perinatalzentrum, Herzzentrum, das Onkologische Zentrum, die Stroke Unit und die
Chest Pain Unit. Schwerpunkt ist die Behandlung im Bereich der Krebsmedizin. An zwei Standorten, in den Stadtteilen
Barmen und Elberfeld, arbeiten 2.500 Mitarbeiter in Medizin, Pflege sowie kaufmännisch-technischen Bereichen.

Das Haus ist Universitätsklinikum der Universität Witten/Herdecke. Chefärzte vieler Fachabteilungen haben einen Lehrstuhl
oder eine Professur an der Hochschule inne. Sie betätigen sich neben der Versorgung ihrer Patienten in Forschung
und Lehre.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 125.000 Mitarbeitenden. Zum Unternehmen
gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in
Spanien und Lateinamerika und die Eugin-Gruppe mit einem globalen Netzwerk von Reproduktionskliniken. Mehr als 22
Millionen Patient:innen entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2021 erzielte das Unternehmen
einen Gesamtumsatz von rund 10,9 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), sechs Präventionszentren
und 17 arbeitsmedizinische Zentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,4 Millionen Patient:innen behandelt,
davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 75.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete
2021 einen Umsatz von 6,7 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der
Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 56 Kliniken, davon sieben in Lateinamerika, 88 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300
Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 17 Millionen Patient:innen behandelt,
davon 16,1 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 46.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2021
einen Umsatz von 4 Milliarden Euro.

Das Netzwerk der Eugin-Gruppe umfasst 33 Kliniken und 39 weitere Standorte in zehn Ländern auf drei Kontinenten.
Mit rund 1.600 Beschäftigten bietet das Unternehmen ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet
der Reproduktionsmedizin an und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 133 Millionen Euro.

Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Pressekontakt:

Helios Universitätsklinikum Wuppertal
Janine von Heyking
Abteilungsleiterin Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: (0202) 896-2075
E-Mail: janine.vonheyking@helios-gesundheit.de