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Schonend und ohne tiefe Narkose die Lunge operieren© Foto: Dr. Karl Krauskopf
Mit NIVATS den Patienten maximal schonen

Schonend und ohne tiefe Narkose die Lunge operieren

Berlin

In Wuppertal wird ein neues minimal-invasives thoraxchirurgisches Verfahren eingesetzt, das auch bei der Behandlung des Lungenkarzinoms helfen kann: die NIVATS, also Non-intubated Videothorakoskopie. Ziel ist es, den Patienten maximal zu schonen.

Drei Männer in weißen Kitteln.
Im Team erfolgreich: Dr. Biancosino mit seinen Kollegen Prof. Rasche und Prof. Thal. | Foto: Michael Mutzberg

Die Wuppertaler Thoraxchirurgen unter der Leitung von Chefarzt Dr. Christian Biancosino haben in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Anästhesiologie unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Serge Thal begonnen, spezielle OPs in leichter Sedierung ohne Intubation vorzunehmen. „Bei speziellen Eingriffen wie zum Beispiel der Entfernung von Flüssigkeit aus dem Brustraum, der Entnahme von Probenmaterial aus dem Rippenfell oder zur Diagnosestellung bei Lungengerüsterkrankungen kommt dies in Betracht“, berichtet Dr. Biancosino. „Von besonderem Interesse ist das für Patienten, die aufgrund vieler Begleiterkrankungen gefährdet sind für eine postoperative Lungenentzündung. Das Risiko für diese Komplikation können wir durch dieses Verfahren minimieren.“

Fingerspitzengefühl ist gefragt

Der erste Patient, der nicht genannt werden möchte, hat die Operation bestens überstanden. Er hat von dem Eingriff gar nichts mitbekommen. „Die leichte Sedierung hat vollkommen ausgereicht“, so Dr. Biancosino. „Man muss natürlich gut auf den Patienten oder die Patientin aufpassen, und dazu braucht es ein großes Fingerspitzengefühl seitens des Anästhesisten, damit der Patient nicht zu tief schläft, so dass die Atmung nicht gestört wird.

Natürlich ist auch beim Thoraxchirurgen selbst großes OP-Geschick gefragt, da der Lungenflügel ja weiterhin im normalen Atemrhythmus gedehnt wird. Prof. Kurt Rasche, Direktor der Pneumologie und Leiter des DKG-zertifizierten Lungenzentrums am Helios Universitätsklinikum ist erfreut von der neuen Möglichkeit. „Wir freuen uns immer, wenn wir für unsere Patienten die OP-Belastung minimieren können– sie sind schließlich schon krank genug.“