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Wirbelbruch

Wirbelbruch

Einen weiteren Schwerpunkt der Abteilung bildet die Behandlung von Wirbelbrüchen. Besonders bei der Behandlung von durch Osteoporose verursachten Wirbelbrüchen gibt es neue, wenig belastende Therapiemöglichkeiten.

Unter Osteoporose leiden nach Angaben des Bundesselbsthilfeverbandes für Osteoporose zwischen 6 und 8 Millionen Menschen in Deutschland. Am häufigsten ist die Wirbelsäule betroffen. Der Verlust von Knochenmasse und Mineralien bewirkt eine derartige Schwächung des Knochens, dass ein einfaches Husten, Niesen oder eine plötzliche Bewegung einen Wirbelkörperbruch auslösen können. 

Bei diesem minimalinvasiven Eingriff wird eine Nadel durch die Haut in den schmerzhaften Wirbelkörper eingeführt. Daraufhin wird Knochenzement (Poly-Methylmethacrylat) in den Wirbelkörper injiziert, um den Bruch zu stabilisieren. Derselbe Zement wird schon seit vielen Jahren in der Gelenkprothetik (zum Beispiel bei Hüftprothesen) benutzt. Nachweislich reduziert die perkutane Vertebroplastie den mit einer Wirbelkörperfraktur einhergehenden chronischen Schmerz beträchtlich. Weltweit wird von Erfolgsraten über 90 Prozent berichtet.

Ein ähnliches Operationsverfahren ist die Kyphoplastie, die neben der Stabilisierung auch die Form des Wirbels wiederherstellt. Mit beiden Verfahren besitzt unser Team große Erfahrung, so dass das jeweils Beste für den Patienten ausgewählt werden kann.

Während bei der Osteoporose schon normale Belastungen zu einem Wirbelkörperbruch führen können, entstehen bei der gesunden Wirbelsäule Frakturen erst durch eine außergewöhnliche Gewalteinwirkung. Diese führt zu einer stärkeren Schädigungen der Wirbelsäule, oft zu einer regelrechten Zertrümmerung des Wirbelkörpers. Entsprechend größer ist bei diesen Verletzungen das Risiko einer Schädigung des Rückenmarks mit daraus resultierenden Lähmungen.

Eine Wiederherstellung der Stabilität des Rückens ist daher bei solchen Brüchen von größter Wichtigkeit. Die übliche Versorgung mit Schrauben und Stäben, die von hinten der Wirbelsäule angelegt werden, können wir jetzt auch über kleinster Schnitte durchführen. Dank sehr guter Bildgebung im Operationssaal ist dieser sogenannte „perkutane Fixateur interne“ eine gute Alternative zur offenen Operation.

Erfordert das Ausmaß der Verletzung auch eine Stabilisierung der vorderen Anteile der Wirbelsäule, so waren bisher ausgedehnte Operationen mit großen Schnitten durch den Bauch oder Brustkorb erforderlich. Seit Jahren verwenden wir hier endoskopische Operationstechniken, so dass auch diese großen Eingriffe mit geringerer Belastung für den Patienten und nur wenigen Zentimeter großen Schnitten möglich sind.