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Strahlentherapeutische Behandlung von Prostatakrebs

Als zertifiziertes Zentrum gewährleisten wir, dass ein interdisziplinäres Team aus Urologen, internistischen Onkologen, Strahlentherapeuten und weiteren Fachärzten die Erkrankung beurteilt und Empfehlungen ausspricht.

Sollte bei Ihnen eine Strahlentherapie empfohlen sein, bieten wir Ihnen die Behandlung in unserem Zentrum mit modernster Technologie nach dem aktuellen medizinischen Kenntnisstand an.

Die Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie der Prostata wird eine hohe Strahlendosis präzise in einen lokal eng begrenzten Bereich, das sogenannte Zielvolumen (in diesem Falle Prostata und ggfs. Lymphknotenstationen), eingestrahlt. Dies geschieht durch hochenergetische Röntgenstrahlen.

Ziel ist es, den Tumor zu vernichten. Gleichzeitig können dank der modernen Techniken und Berechnungen benachbarte strahlenempfindliche Organe und Gewebe (sogenannte Risikoorgane) optimal geschont werden.

Bei der Prostatabestrahlung führen wir die Bestrahlung perkutan, das heißt „von außen“ durch. Die Bestrahlung erfolgt unter Verwendung hochmoderner Geräte, den sogenannten Linearbeschleunigern.

Zur Anwendung kommen bei uns routinemäßig die modernsten verfügbaren Techniken, wie die intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) und VMAT- bzw. Rapid Arc-Technik („Rotations-IMRT“).

Um das Zielgebiet, hier die Prostata, präzise zu lokalisieren und zu treffen, wenden wir die sogenannte bildgeführte Bestrahlung an (IGRT – Image-Guided Radiotherapy). Das bedeutet, dass vor jeder Bestrahlung, wenn Sie bereits auf dem Bestrahlungstisch liegen, ein Kontroll-Bild bzw. CT angefertigt wird. So können wir unmittelbar vor der täglichen Bestrahlung die Position der Prostata kontrollieren und den Bestrahlungsbereich gegebenenfalls anpassen. Dies ist sinnvoll, da sich durch tägliche Unterschiede in der Blasen- oder Darmfüllung die Prostata schnell um einige Millimeter verschieben kann.

Die Strahlentherapie muss werktäglich über mehrere Wochen (je nach genauer Erkrankungssituation 4 – 8 Wochen) erfolgen. Die tägliche Sitzung dauert etwa 10 – 15 Minuten.

Von der Bestrahlung selbst merken sie nichts, es tut nichts weh, es wird nichts warm. Die meisten auftretenden Nebenwirkungen sind heute eher mild und vorübergehend. Den genauen Ablauf der Bestrahlung, die notwendige Anzahl der Bestrahlungen sowie mögliche Nebenwirkungen besprechen wir in einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen und versuchen alle Ihre Fragen zu beantworten. Ebenso besprechen wir mit Ihnen mögliche Alternativen der perkutanen Strahlentherapie.

Strahlentherapie bei Rezidiv (Rückkehr der Erkrankung) oder Metastasen

Bestrahlung eines PSA-Rezidiv

Die Strahlentherapie kann auch eingesetzt werden, wenn die Erkrankung zurückkommt. Sollte es zum Beispiel nach früher erfolgter Operation (Entfernung der Prostata) wieder zu einem PSA-Anstieg kommen, kann eine Bestrahlung der Prostataloge noch einmal zur Heilung der Erkrankung führen.

Bei PSA-Anstieg und in den weiteren Untersuchungen Nachweis eines befallenen Lymphknotens ist die Hochpräzisions-Strahlentherapie ebenfalls eine Option, die Erkrankung zurückzudrängen.

Durch eine solche lokale Behandlung im Falle eines PSA-Rezidiv kann im individuellen Fall die Einleitung einer Hormontherapie vermieden werden.

Ganz wichtig

In der Primärsituation wie auch im Falle eines Rückfalls der Erkrankung werden die Therapiemöglichkeiten in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz gemeinsam mit Ärzten und Therapeuten unterschiedlicher Fachrichtungen diskutiert und eine Empfehlung ausgesprochen.

Diese Empfehlung und auch die Therapiealternativen werden dann in einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen besprochen.