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Bestrahlung bei Gynäkologischen Krebserkrankungen

Brachytherapie: Gynäkologische Bestrahlung „von innen“

Brachytherapie: Gynäkologische Bestrahlung „von innen“

Bei der Radio- bzw. Radiochemotherapie von gynäkologischen Tumoren gibt es verschiedene Techniken und Konzepte, je nachdem, welche Erkrankung und auch Tumorausdehnung vorliegt.

Die Bestrahlung bei Uteruskarzinomen (bösartiger Tumor der Gebärmutter), z.B. nur als vaginale Brachytherapie, erfolgt in der Regel postoperativ. Eine definitive Radio- bzw. Radiochemotherapie erfolgt z.B. bei fortgeschritteneren Cervixkarzinomen (bösartiger Tumor des Gebärmutterhals). Die Behandlungen werden in enger interdisziplinärer Kooperation mit der Frauenklinik im Hause durchgeführt.

Die Indikation zur Behandlung mittels Brachytherapie wird interdisziplinär, im Rahmen der fachspezifischen Tumorkonferenzen beschlossen.

Oft (je nach Art des Tumors und Ausdehnung) wird die Brachytherapie in Kombination mit einer perkutanen Bestrahlung, die vorher erfolgt, durchgeführt (s.u.).

Bei der Brachytherapie („interventionelle Strahlentherapie“) werden strahlende Substanzen (Nuklide) in das zu bestrahlende Gewebe eingeführt oder direkt daran geführt. Die dann abgegebene Strahlung zeichnet sich durch einen steilen Dosisabfall zur Umgebung aus. Dadurch erreicht man in dem direkt anliegenden Tumorgewebe hohe Strahlendosen bei gleichzeitiger guter Schonung des umgebenden gesunden Gewebes oder Organe.

Die Brachytherapie der Scheide/Scheidenstumpf erfolgt meist nach zunächst erfolgter OP (u.a. Entfernung der Gebärmutter) aufgrund eines bösartigen Tumors, wenn bestimmte Risikofaktoren in der postoperativen Gewebeaufarbeitung gesehen wurden.

Bei der Brachytherapie im Vaginalbereich werden in der Regel 3 Bestrahlungen (Fraktionen) im Abstand von 1 Woche durchgeführt. Die reine Bestrahlungszeit beträgt 5–15 Minuten. Das ganze Prozedere mit Einlage des Applikators und Dosisberechnung dauert etwa 30–45 Minuten.

Von der Behandlung merken Sie nichts, sie ist etwa vergleichbar mit einer frauenärztlichen Untersuchung. Die Bestrahlung tut nicht weh, es wird nichts warm.

Die Brachytherapie des Gebärmutterhals erfolgt nach 3D-computergestützter Bestrahlungsplanung in Kombination mit perkutaner Bestrahlung (Bestrahlung von außen). Hierzu erfolgt unmittelbar nach Einlage des Applikators eine Computertomographie. In die CT-basierte Planung wird auch einer vorher ambulant durchgeführte MRT durch Bildfusion integriert. So kann das Tumorgewebe optimal dargestellt und die Bestrahlung präzise berechnet werden.

Die Brachytherapie des Gebärmutterhals erfolgt in der Regel in Kombination mit einer perkutanen Bestrahlung (und meist auch strahlensensibilisierender Chemotherapie).

  • Zunächst erfolgt eine perkutane Bestrahlung (Bestrahlung von außen). Diese erfolgt über ca. 5 Wochen (23–28 Bestrahlungen).
  • Die cervikale Brachytherapie erfolgt dann anschließend 1 x wöchentlich (3–5 Bestrahlungen).

Die reine Bestrahlungszeit beträgt 5–15 Minuten. Das ganze Procedere mit Einlage des Applikators, Durchführung des CT und Bestrahlungsplanung kann etwa 2 Stunden oder auch mal etwas länger dauern.

 

Perkutane Bestrahlung (Bestrahlung von außen)

Brachytherapie (Bestrahlung „von innen“)

Vorbereitung zur cervicalen Brachytherapie

Bei der Brachytherapie des Gebärmutterhals wird vorher (meist wenige Tage vor Beginn der Brachytherapie) in einer kurzen Narkose durch die Kollegen der Frauenklinik eine kleine Plastikhülse in den Gebärmutterhals eingelegt und mit einer Naht fixiert. Diese Plastikhülse verbleibt dann für die Zeit der Brachytherapie (3–5 Wochen) und dient dazu, dass problemlos und ohne weitere Narkose die Einlage des Applikators erfolgen kann.

 

Behandlungsergebnisse