Epilepsie

Wir begleiten Kinder und Jugendliche mit Epilepsie und ihre Familien in allen Krankheitsphasen kontinuierlich und interdisziplinär.

Zunächst einmal kann jeder Mensch einen epileptischen Anfall bekommen. Treten ohne äußere Auslöser wie Fieber immer wieder Anfälle auf, spricht man von einer Epilepsie.

Hervorgerufen werden Epilepsien durch Fehlfunktionen der Nervenzellen im Gehirn.

Epilepsie ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen, der Erkrankungsbeginn liegt häufig im Kindesalter.

Um die Diagnose einer Epilepsie zu stellen, benötigen wir eine genaue Beschreibung oder Videodokumentation der Anfälle durch Sie als Eltern. Die Ableitung eines EEGs, im Wachen und während des Schlafens, erleichtert die Diagnosestellung. Das EEG ist ein völlig schmerzfreies und einfaches Verfahren um die Hirnströme zu messen. Häufig benötigen wir zur Ursachenforschung auch ein bildgebendes Verfahren des Kopfes (MRT).

Es erfolgt bei Diagnosestellung eine erste ärztliche Aufklärung über die Epilepsie, unsere Behandlungsstrategie und die möglichen Auswirkungen auf die weitere Lebensgestaltung.

Häufig ist eine medikamentöse Behandlung notwendig, die individuell angepasst und regelmäßig kontrolliert werden muss. Wir streben primär die Anfallsfreiheit oder deutliche Reduktion der Anfallsschwere oder -häufigkeit an, zudem die optimale Entwicklung und bestmögliche Teilhabe des Kindes am gesellschaftlichen Leben trotz der chronischen Erkrankung. Während der Erkrankung finden mehrmals jährlich ambulante Kontrollen bei uns mit EEG, ggf. Blutentnahme und Beratungsgesprächen statt.

Wir arbeiten dazu als interdisziplinäres Team zusammen, bestehend aus Kinderärzten und Kinderneurologen, Psychologen, Heilpädagogen und Fachtherapeuten.