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Damit Ihnen die Spucke nicht wegbleibt: Speicheldrüsen-Chirurgie

Damit Ihnen die Spucke nicht wegbleibt: Speicheldrüsen-Chirurgie

Unseren Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen der Speicheldrüsen bieten wir eine umfassende Versorgung an. Neben den verschiedenen operativen Techniken steht die Sialendoskopie als minimalinvasives Verfahren in Diagnostik und Therapie zur Verfügung.

Erkrankungen der Speicheldrüsen lassen sich im Wesentlichen in entzündliche und nicht-entzündliche Erkrankungen sowie Tumore unterscheiden.

 

Tumore der Speicheldrüse

Tumore der großen Speicheldrüsen sind relativ häufig und betreffen in erster Linie die Ohrspeicheldrüse, gefolgt von der Unterkieferspeicheldrüse, können aber auch kleine Speicheldrüsen z.B. im Bereich des Mundes betreffen.

Die Tumore sind in den meisten Fällen gutartig, wachsen langsam und schmerzlos.

Durch die Anamnese, die klinische Untersuchung und eine Ultraschalluntersuchung des Halses kann die Behandlungsstrategie in vielen Fällen bereits festgelegt werden. Gelegentlich sind weiterführende diagnostische Schritte wie zum Beispiel eine MRT Untersuchung des Halses oder eine Computertomographie erforderlich.

Gutartige Tumore der Speicheldrüsen werden in der Regel durch eine Operation erfolgreich und dauerhaft behandelt.

Bei Operationen an der Ohrspeicheldrüse ist meist nur eine teilweise Entfernung des Organs erforderlich. Die Schnittführung wird so gewählt, dass möglichst keine Narben zu sehen sind. In geeigneten Fällen kann sogar ein Facelift-Zugang gewählt werden. Um Schädigungen des Gesichtsnerven zu vermeiden, wird während dieser Operation ein Neuromonitoring eingesetzt.

Bösartige Tumore der Speicheldrüsen sind eher selten. Hier erfolgt die Behandlung nach Abschluss der Diagnostik entsprechend der Vorgaben der interdisziplinären Tumorkonferenz.

 

Entzündliche Erkrankungen der Speicheldrüsen

Entzündliche Erkrankungen der Speicheldrüse sind häufig. Sie können akut oder wiederkehrend auftreten, in seltenen Fällen können sie auch chronisch werden. Akute Entzündungen der Speicheldrüsen werden unter anderem durch Erreger (Bakterien oder Viren) nicht selten aber auch durch eine mangelnde Flüssigkeitszufuhr verursacht.

Durch die Ausbildung von Steinen im Gangsystem kann es zu akuten oder wiederkehrenden Schwellungen und Entzündungen der großen Kopfspeicheldrüsen kommen. In solchen Fällen kann die endoskopische Untersuchung des Gangsystems (Sialendoskopie) mit Entfernung des Steines die Heilung herbeiführen.

 

Nicht-entzündliche Erkrankungen der Speicheldrüsen

Diese sind insgesamt selten und treten häufig im Rahmen chronischer Erkrankungen auf. Die Sialadenosen sind typischerweise durch eine beidseits auftretende, schmerzlose Schwellung der Ohrspeicheldrüsen gekennzeichnet. Ursächlich ist eine Sekretionsstörung.

Sialadenosen können zum Beispiel im Rahmen einer Diabetes, aber auch bei Erkrankungen der Schilddrüse, der Hirnanhangsdrüse oder bei Mangelernährung auftreten.

Sialadenosen werden durch die Behandlung der Grundkrankheit therapiert, gelegentlich kann zur Sicherung der Diagnose allerdings eine Probeentnahme erforderlich sein.