Coronavirus: Hinweise und Besuchsregelung –> wichtige Infos

0800 8 123456 Ihre Ansprechpartner Helios Corona-Hotline
Leistungen

Wenn das Gehen zur Belastung wird…

Wenn das Gehen zur Belastung wird…

Schon ein kurzer Spaziergang ist für Menschen mit der Schaufensterkrankheit eine Herausforderung. Nach einer überschaubaren Wegstrecke werden die Beine schwer. Es stellen sich Schmerzen in Unter- oder Oberschenkeln, manchmal auch im Bereich des Gesäßes ein. Diese Symptome der Schaufensterkrankheit sind der Hinweis auf eine Durchblutungsstörung der Arterien in den Beinen.

Bei der Schaufensterkrankheit unterscheiden Ärzte zwischen unterschiedlichen Schweregraden: Wer über 200 Meter weit kommt, leidet unter einer leichteren Form. Bei Menschen, die weniger schaffen, ist von einem fortgeschrittenen Stadium auszugehen. Bei akuten Beschwerden mit Verfärbungen von Fuß und Unterschenkeln ist eine Notfall-Untersuchung und sofortige Behandlung unabdingbar.

Unsere Behandlung

Radiologen und Gefäßchirurgen des Helios Universitätsklinikums Wuppertal arbeiten im Rahmen des Bergischen Gefäßzentrums zusammen. Unser Team nimmt bei Verdacht auf Schaufensterkrankheit zunächst eine genaue klinische Untersuchung vor. Ist hier eine Durchblutungsstörung der Arterien (Arteriosklerose) erkennbar, wird der Patient per Magnetresonanztomograph (MRT), Computertomograph (CTA) durchleuchtet. Dadurch erhalten die Ärzte eine komplette Darstellung der arteriellen Strombahn von der Bauchschlagader bis zu den Fußarterien.

Das konkrete Behandlungskonzept wird fachübergreifend entworfen. Bei leichten Formen kann schon eine konventionelle Behandlung mit Gehtraining, Medikamenten zur Blutverdünnung (ASS) sowie – bei Rauchern – der Aufforderung zum Nikotinverzicht helfen. Rauchen ist eine der Hauptursachen für die Schaufensterkrankheit.

Im Fall einer fortgeschrittenen Erkrankung können die Beeinträchtigungen oftmals endovaskulär („endo“=innerhalb, „vaskulär“= des Gefäßes) also mit sehr schonendem Einsatz eines Katheters, behoben werden. Die Ärzte dehnen ein verengtes Gefäß entweder mit einem zylindrischen Ballon auf oder stützen das Gefäß dauerhaft mit einem Metallgitterröhrchen (Stent) von innen ab. Welches Verfahren zur Anwendung kommt, hängt von der Gefäßregion ab, in der die Verengung festgestellt wurde.

Bestimmte Konstellationen – beispielweise bei Verengungen von Gefäßen auf einer recht langen Strecke – erfordern ein rein chirurgisches Vorgehen. Die Operateure können eine Verengung oder Verstopfung zum Beispiel im Rahmen einer sogenannten Ausschälplastik entfernen. Hier wird das betroffene Gefäß geöffnet, Ablagerungen entfernt und anschließend wieder verschlossen. In anderen Fällen ist eine Bypasslösung, also eine Überbrückung der Engstelle, die bessere Wahl. In speziellen Fällen können beide Methoden (endovaskulär und offenchirurgisch) im Hybridverfahren kombiniert werden