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HIPEC und PIPAC

Modernste Therapie bei Bauchfellkrebs

Modernste Therapie bei Bauchfellkrebs

Ein Bauchfellkarzinom ist eine häufige Metastase vieler Krebserkrankungen. Dank stetiger Weiterentwicklung der Medizin und fortschrittlicher Technik können heute manche Patienten mit Peritonealkarzinose durch eine Operation kombiniert mit einer intraoperativen Chemotherapie behandelt werden.

Dr. med. David Varga-Szabó

Oberarzt; Koordinator des Darmkrebs- und Pankreaskarzinomzentrums
Dr. med. David Varga-Szabó

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Die Peritonealkarzinose, der Befall des Bauchfells durch einen bösartigen Tumor, ist ein Zeichen von fortgeschrittener Tumorerkrankung. Lange galt dieser Zustand als inoperabel bzw. unheilbar. Die einzige Therapieoption stellte die palliative Chemotherapie dar.

Dank stetiger Weiterentwicklung der Medizin und fortschrittlicher Technik können heute manche Patienten mit Peritonealkarzinose durch eine Operation kombiniert mit einer intraoperativen Chemotherapie behandelt werden. Das Ziel ist hierbei die lokale Kontrolle des Tumors unter Erhaltung der Lebensqualität, wobei in einzelnen Fällen auch eine Heilung möglich ist.

In unserem Zentrum stellen wir jeden Patienten mit einem Tumorleiden im interdisziplinären Tumorboard vor, wo Experten aus den behandelnden Fachabteilungen (Chirurgie, Onkologie, Gastroenterologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Radiologie und Pathologie) die bestmögliche Therapie individuell festlegen und planen. Hiermit erreichen wir, dass Patienten identifiziert werden, die mit Peritonealkarzinose von einer chirurgischen Therapie profitieren können. Hierzu bieten wir alle gängigen Methoden in Form von HIPEC und PIPAC an.

 

HIPEC (hypertherme intraperitoneale Chemoperfusion)

Bei der HIPEC handelt es sich um ein Verfahren, wo eine ausgedehnte, oft multiviszerale, chirurgische Tumorentfernung und die partielle oder komplette Entfernung des Bauchfells mit der chemotherapeutischen „Spülung“ des Bauchraumes kombiniert werden.

Durch die chirurgische Therapie werden alle makroskopischen, also sichtbaren Tumorherde entfernt. Die anschließende lokale Chemotherapie dient dem Ziel, auch mikroskopisch kleine, nicht sichtbare Reste des Tumors abzutöten. Hierbei wird die Wirksamkeit der Chemotherapie durch die „vor Ort“ - Wirkung und durch Erhitzen der Chemotherapielösung auf ca. 42°C gesteigert.

Die HIPEC ist eine aufwändige und für den menschlichen Körper sehr belastende Methode, welche meistens nur einmal durchgeführt werden kann und leider nicht für jeden Patienten geeignet ist. Die Auswahl der Patienten muss sorgfältig erfolgen, damit nur diejenigen behandelt werden, die von den Vorteilen der Therapie trotz Nebenwirkungen tatsächlich profitieren.

 

PIPAC (pressurized intraperitoneal aerosol chemotherapy)

Die PIPAC ist eine innovative Methode zur Therapie der Peritonealkarzinose, die deutlich weniger belastend und dadurch besser verträglich ist, als die HIPEC. Hierbei wird im Rahmen einer Laparoskopie (Bauchspiegelung) eine lokale Tumortherapie mit einer Chemotherapielösung in Aerosolform durchgeführt. Der erhöhte Druck im Bauchraum sorgt für eine bessere Gewebezugänglichkeit der Chemotherapie.

Auch wenn die PIPAC keine Heilung erbringen kann, so kann durch diese schonende Technik oft eine deutliche Besserung der Lebensqualität und eine Verlängerung der Lebenszeit erreicht werden. Zudem ist diese Methode auch mehrfach durchführbar. Im Falle eines guten Ansprechens kann die positive Wirkung mehrmals ausgenutzt werden.