Dünn- und Dickdarm

Unsere Ärzte behandeln Darmerkrankungen. Lesen Sie hier über unsere Behandlungsmethoden oder nehmen Sie für mehr Informationen gerne direkt Kontakt zu uns auf. Dünn- und Dickdarm sind dafür zuständig, die aufgenommene Nahrung vom Magen bis zum Enddarm zu transportieren.

Die Gesamtlänge des Darms beträgt fünf bis acht Meter, wobei die größte Strecke vom Dünndarm gebildet wird. Die Gesamtoberfläche des Darms beträgt wegen seiner speziellen Oberflächenkonstruktion zwischen 300 und 400 Quadratmetern. Der Dünndarm hat die Aufgabe, Nährstoffe und Flüssigkeit aus der Nahrung aufzunehmen. Erkrankungen in diesem Bereich sind selten und meist gutartig. Der Dickdarm dient der Eindickung des Stuhls. Hier finden sich sowohl gutartige als auch bösartige Erkrankungen.

Gutartige Erkrankungen des Dünndarms

Eine häufige gutartige Erkrankung ist die Bilddarmentzündung (Link zum Blinddarm),
Gängig sind auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie die Colitis ulcerosa und die insbesondere im höheren Lebensalter auftretende Verstopfung. Die häufigste gutartige Darmerkrankung in Deutschland ist allerdings die Diverticulitis.

Dabei entstehen Aussackungen des Darms (Divertikel), insbesondere im Bereich des Sigmas (s-förmiger Darm im linken Unterbauch). Durch Kotbestandteile in den Divertikeln kommt es zu einer Entzündung. Begünstigt wird das durch einen Mangel an Ballaststoffen und eine nicht ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Symptome sind neben Schmerzen im linken Unterbrauchhäufig Stuhlgangsunregelmäßigkeiten und Fieber. Die Behandlung der unkomplizierten Entzündung verläuft in der Regel konservativ – wir verhängen einen kurzzeitigen Nahrungsverzicht und verabreichen Antibiotika und Infusionen.

Eine Operation ist bei Komplikationen wie Divertikeldurchbruch mit Bauchfellentzündung oder großen Vereiterungen als Notfalleingriff erforderlich. Hierbei wird der entzündete Darmanteil entfernt, die Anlage eines vorübergehenden künstlichen Darmausgangs (Stoma) kann erforderlich sein. Ebenfalls notwendig ist eine Entfernung des betroffenen Darmanteils, wenn sich der betreffende Abschnitt nach mehreren Entzündungsschüben verengt. Normalerweise müssen wir in diesem Fall kein Stoma anlegen.

Krebserkrankung im Dickdarm

Bösartige Erkrankungen betreffen bevorzugt den Dickdarm. Es handelt sich hier um die zweithäufigste Krebserkrankung, deren Häufigkeit in den letzten Jahren weiter zugenommen hat. Betroffen sind insbesondere ältere Patienten, das Durchschnittsalter beträgt 70 Jahre.

In einigen Fällen sind Krebserkrankungen im Darm genetisch bedingt und können dann bereits deutlich früher auftreten. Bei Verdacht auf einen solchen erblich bedingten Tumor empfehlen wir den Angehörigen erkrankter Patienten, ihren Darm ebenfalls untersuchen zu lassen.