Eingeschränkte Lebensqualität durch Inkontinenz? Das muss nicht sein!

Eingeschränkte Lebensqualität durch Inkontinenz? Das muss nicht sein!

Unfreiwilliger Urinverlust (Harninkontinenz) ist ein ungefährliches, aber häufiges und oft sehr belastendes Problem. So leiden mehr als 20 Prozent aller 60-Jährigen unter unkontrolliertem Harnabgang. Aber auch viele jüngere Frauen sind davon betroffen.

Das individuell zugeschnittene Therapiekonzept ist in der Regel zunächst einmal eine nicht-operative Maßnahme. Wenn es aufgrund des Erkrankungsverlaufes oder der großen Einschränkung der Lebensqualität doch zu einer Operation kommt, dann steht unseren Ärzten das ganze Spektrum der operativen Möglichkeiten zur Verfügung.

Bei der Belastungsharninkontinenz ist das Verschlusssystem der Beckenbodenmuskulatur mit den dazugehörigen Schließmuskeln beeinträchtigt bzw. geschädigt. Zu dieser häufigen Form der Blasenschwäche (80 Prozent aller Patienten) kommt es, wenn der Beckenboden geschwächt ist - etwa durch Geburten, Operationen oder hormonelle Veränderungen z.B. nach den Wechseljahren.

Besonders bei stärkerem Druck aus dem Bauchraum wie beim Husten, Niesen, Lachen oder körperlicher und sportlicher Betätigung kann

die Belastung für das geschwächte Verschlusssystem zu stark sein und Urin unwillkürlich abgehen. 

Bei der Dranginkontinenz ist die Harnblase überaktiv. Die Patientin kann den plötzlich aufstrebenden Harndrang nicht mehr rechtzeitig steuern, und es kommt zum unwillkürlichen Urinabgang. Zusätzlich kann gehäuftes nächtliches Wasserlassen bestehen. 

Bei der gemischten Belastungsharn-/Dranginkontinenz ist die Blase überaktiv und zugleich ist das Verschlusssystem gestört.

 
 

Folgende Untersuchungen können für die Diagnose sinnvoll sein und werden in der Helios Klinik Wipperfürth im Rahmen einer Überweisungssprechstunde durchgeführt um die Ursache zu klären:

  • Standardisierter Windel-Wiege-Test
  • Miktionstagebuch
  • Blasen/Harnröhrendruckmessungen
  • Ultraschall der Blase
  • Blasenspiegelungen
  • Leitfähigkeitsmessung der Beckenbodenmuskulatur
  • Tastuntersuchung des Beckenbodens
  • Physiotherapie ggf. mit Biofeedback unter gezielter Anleitung im Hause
  • Miktionstraining
  • Elektrostimulationsbehandlung bei nicht reagierendem Beckenboden
  • Einlage von Scheidenringen bei Senkungen und Inkontinenz
  • Medikamentöse Therapie sowohl bei Belastungsinkontinenz und Dranginkontinenz
  • Inkontinenzoperationen ( spannungsfreie Schlingen TVT, Operation nach Burch)
  • Injektionsbehandlungen der Harnröhre bei Harnverlust
  • Injektionsbehandlungen der Harnblase mit BOTOX bei Dranginkontinenz  
  • Rekonstruktion des Beckenbodens bei Senkungen, entweder mittels Bauchspiegelung meistens jedoch über die Scheide