Geriatrische Frührehabilitation: Für wen?

Geriatrische Frührehabilitation: Für wen?

Die Geriatrische Frührehabilitation ist ein spezielles Behandlungsverfahren, bei dem unmittelbar und zum Teil auch schon begleitend zur Akutmedizin rehabilitative Maßnahmen durchgeführt werden. Eine geriatrische Behandlung kommt immer dann in Frage, wenn ein Patient bestimmte Kriterien erfüllt.

Der Begriff „Geriatrisches Assessment" bezeichnet die Einschätzung des Patienten bezüglich der medizinischen, psychosozialen, kognitiven, emotionalen und funktionellen Möglichkeiten. Im typischen Fall ist das Assessment ein mehrdimensionaler interdisziplinär aufgebauter Prozess, strukturiert durch standardisierte Testverfahren und/oder ein gezieltes diagnostisches Gespräch.

Welche Patienten kommen für die geriatrische Frührehabilitation in Frage?

  • Akut internistisch erkrankte Patienten (Lungenentzündung, akute Herzschwäche, Harnwegsinfekt, etc. ), die im Rahmen der Akuterkrankung in Beweglichkeit und Selbsthilfefähigkeit eingeschränkt sind
  • Patienten mit Gangstörungen und Stürzen mit dem Ziel der diagnostischen Abklärung und Verbesserung der Gangstörung
  • Bei Verschlimmerung chronischer oder akuter Schmerzzustände mit Einschränkung der Beweglichkeit
  • akute Verwirrtheitszustände
  • Durch Akuterkrankungen in ihrer Beweglichkeit verschlechterte Patienten mit Parkinsonsyndrom, vorangegangenen Schlaganfällen mit bestehenden Lähmungen; hierzu zählt auch die Verschlechterung einer Schluckstörung
  • Einschränkung in Beweglichkeit und Selbsthilfefähigkeit nach Operationen (z.B. Hüftgelenksersatz)