Die Risiken des Älterwerdens minimieren ... und ein besonderes Risiko – die akute Verwirrtheit (Delir)

Die Risiken des Älterwerdens minimieren ... und ein besonderes Risiko – die akute Verwirrtheit (Delir)

Heutzutage werden wir nicht nur älter als noch vor wenigen Jahrzehnten, sondern altern auch gesünder. Dennoch wird es künftig aufgrund des demografischen Wandels noch mehr ältere Patienten geben – mit speziellen Bedürfnissen. Die Selbstständigkeit und Alltagskompetenz im Alter zu erhalten und die Pflegebedürftigkeit zu verhindern – das sind die obersten Ziele der geriatrischen Medizin.

Der medizinische Fachbereich der Geriatrie befasst sich speziell mit Erkrankungen des Alters, also mit Funktionsstörungen wie Gang-, Stand- und Koordinationsschwierigkeiten, Hirnleistungsproblemen, chronischen Mehrfacherkrankungen und der verlängerten Genesungszeit nach akuten Erkrankungen und Operationen. Die Patienten sind überwiegend 70 Jahre oder älter, ihre Selbstständigkeit ist oft eingeschränkt. Hierfür steht das Konzept der geriatrischen frührehabilitativen Komplextherapie.

Unser Ziel ist es, den Patienten in einen selbstbestimmten Alltag zu entlassen und seine Lebensqualität zu verbessern.

Dr. med. Thomas Heimig, Chefarzt der Geriatrischen Frührehabilitation innerhalb der Klinik für Innere Medizin.

Der geriatrisch–medizinische Befund ist mehr als die Summe der einzelnen Untersuchungsergebnisse und die Behandlung erfordert die ganze Aufmerksamkeit unseres interprofessionellen Teams aus Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten, die unter der Einbeziehung des Patienten und seiner Angehörigen eng zusammenarbeiten.

Natürlich wird nicht jeder ältere Mensch ab 70 automatisch Patient: Ein  ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein, regelmäßige Bewegung und gesunde, ausgewogene Ernährung tragen heutzutage dazu bei, dass Krankheiten im Alter verhindert, minimiert oder zumindest verzögert werden können.

Der geriatrisch–medizinische Befund ist mehr als die Summe der einzelnen Untersuchungsergebnisse und die Behandlung erfordert die ganze Aufmerksamkeit unseres interprofessionellen Teams aus Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten, die unter der Einbeziehung des Patienten und seiner Angehörigen eng zusammenarbeiten.

Natürlich wird nicht jeder ältere Mensch ab 70 automatisch Patient: Ein  ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein, regelmäßige Bewegung und gesunde, ausgewogene Ernährung tragen heutzutage dazu bei, dass Krankheiten im Alter verhindert, minimiert oder zumindest verzögert werden können.

Wie können die „Gefahren des Alters“minimiert werden?

Wenn ältere Menschen fallen, verletzten sie sich meistens schwer. Knochen brechen eher, weil sie oft eine geringere Knochendichte haben. Zudem wird das Abfangen schwieriger, weil die Reaktionszeit länger ist. Sturzrisiken zuhause und unterwegs, ergeben sich durch Stolperfallen im Alltag, aber auch dadurch, dass bei älteren Menschen Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit abnehmen. Zudem können Medikamente Schwindel verursachen. Stürze verhindern Sie am besten, indem Sie mögliche Stolperfallen im Haushalt konsequent entfernen, festes Schuhwerk tragen, in der Wohnung für gute Beleuchtung sorgen – und indem Sie Ihre Balance, Kraft und Ausdauer trainieren.

Viele ältere Menschen leiden unter psychischen und geistigen Einschränkungen, denen Aufmerksamkeit gewidmet werden muss – dazu gehören Gedächtniseinschränkungen, Depression oder Demenz. Die Gefahr: Seelische Beschwerden führen oft auch zu körperlichen Einschränkungen. Wer Angst davor hat, den Kindern zur Last zu fallen  oder einsam ist, hat deshalb eventuell keinen Appetit oder Herzschmerzen. Wer im Alltag Probleme bei sich oder Angehörigen entdeckt, spricht am besten mit seinem Hausarzt darüber.

Experten gehen davon aus, dass 15 bis 20 Prozent der älteren Menschen mangelernährt sind. Bei 50 Prozent besteht ein Risiko dafür. „Das liegt oft daran, dass die Gebisse nicht richtig passen. Außerdem essen Senioren oft zu wenig, weil sie weniger Appetit haben, und oft auch nicht ausgewogen genug essen“, sagt 

Dr. Thomas Heimig. Deshalb: Lassen Sie mindestens jährlich Ihr Gebiss prüfen, reinigen Sie Ihre Prothese regelmäßig und ernähren Sie sich gesund mit ausreichend Obst und appetitanregenden Gewürzen. Trinken Sie zudem täglich mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit.

Inkontinenz im Alter ist ein Tabuthema, doch sollten Sie keine Hemmungen haben, Ihren Arzt darauf anzusprechen. Es gibt Therapiemöglichkeiten, wenn erst einmal klar ist, um welche Art der Inkontinenz es sich handelt.

Unerwünschte Medikamentenwirkungen sind ein großes Risiko für ältere Menschen, die oft mehrere, verschiedene Medikamente einnehmen: Ab fünf verschiedenen Medikamenten geht man davon aus,  dass mindestens eine unerwünschte Arzneimittelwirkung auftritt. Sprechen Sie beim Arzt an, welche Medikamente Sie nehmen, damit wir kritisch hinterfragen können, was wirklich nötig ist.