Früherkennung

Früherkennung als wichtigstes Mittel im Kampf gegen Darmkrebs

Bis zu 90 Prozent aller Dickdarmkrebserkrankungen entstehen aus gutartigen Gewebswucherungen, den sog. Darmpolypen. Da sich der Dickdarmkrebs in der Regel langsam entwickelt, bleibt genug Zeit, diese Vorstufen durch eine Dickdarmspiegelung zu entfernen und den Boden für die Entstehung von Dickdarmkrebs zu beseitigen.

Risikogruppen

Personen, die aufgrund einer besonderen Prädisposition ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines kolorektalen Karzinoms im Vergleich mit der Normalbevölkerung aufweisen, gehören in der Regel zu einer von drei definierten Risikogruppen:

  1. Personen mit einem familiär gesteigerten Risiko für ein kolorektales Karzinom, dessen genetische Grundlagen zur Zeit noch nicht umfassend bekannt sind.
    1. So haben Verwandte ersten Grades von Patienten mit einem kolorektalen Karzinom, insbesondere bei denen ein kolorektales Adenom vor dem 50. Lebensjahr nachgewiesen wurde, ein erhöhtes Risiko, ebenfalls an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken.
    2. Verwandte zweiten Grades haben ein gering erhöhtes Risiko, an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken.
    3. Jedes histologisch nachgewiesene gutartige Polypen (Adenom) stellt ein erhöhtes Risiko für ein kolorektales Karzinom dar. Dies gilt insbesondere für: multiple ( ≥3)  bzw. große ( >1 cm ) Adenome.
  2. Nachgewiesene oder mögliche Anlageträger für ein vererbbares (hereditäres) kolorektales Karzinom.
  3. Risikopersonen auf dem Boden einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung.

Bei Risikogruppen wird eine frühere Vorsorgekoloskopie empfohlen. Die genauen Empfehlungen kann Ihnen Ihr Arzt im Darmzentrum für Ihr persönliches Risikoprofil darlegen.