Beckenboden-Zentrum

Beckenboden – wie steht es um Ihre innere Stabilität?

Beckenboden – wie steht es um Ihre innere Stabilität?

Den Beckenboden kräftigen - das ist für viele Frauen nicht nur nach der Schwangerschaft und nach der Geburt ein wichtiges Thema. Denn eine gute Beckenbodenmuskulatur beugt Inkontinenz vor! Alleine in Deutschland gibt es über fünf Millionen Betroffene, die unter unwillkürlichem Urin- oder Stuhlabgang leiden. Das Beckenboden-Zentrum an der Helios Klinik Wipperfürth ist eine fachübergreifende, kompetente Anlaufstelle für betroffene Frauen und Männer.

Im Sinne einer interdisziplinären Herangehensweise arbeiten wir für Sie in einem Team aus Fachärzten der Gynäkologie, der Allgemein- und Viszeralchirurgie und weiteren Therapeuten eng zusammen. Unsere Leistungsschwerpunkte sind die Abklärung und Behandlung komplexer Beckenboden- sowie Blasenstörungen.

Durch die Bündelung unserer medizinischen Kompetenzen und apparativen Ausstattung gewährleisten wir Ihnen eine umfassende diagnostische und therapeutische Abklärung auf kurzen Wegen.

Der Beckenboden verschließt das Becken nach unten, stützt die inneren Organe und ermöglicht so unsere aufrechte Haltung. Er sorgt dafür, dass die Schließmuskeln von Blase und Darm funktionieren und arbeitet sowohl mit den Bauch- und Rückenmuskeln, als auch mit der Atemmuskulatur zusammen. So wird er bei vielen alltäglichen Bewegungen, zum Beispiel, beim Heben von schweren Gegenständen, beansprucht.

Der unfreiwillige Urinverlust (Harninkontinenz) ist ein ungefährliches, aber häufiges und oft sehr belastendes Problem. So leiden mehr als 20% aller 60-Jährigen unter unkontrolliertem Harnabgang. Aber auch viele jüngere Frauen sind davon betroffen.

Wenn der Beckenboden geschwächt ist, kann das die Lebensqualität mitunter stark mindern - und das gilt nicht nur für Frauen, die bereits Kinder geboren haben.

Dr. med. Thomas Rau-Horn, Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe und Gynäkologie

Doch Beschwerden wie Inkontinenz, Hämorrhoiden, Verstopfung sowie Unterleibs- oder Rückenschmerzen können durch gezieltes Training der Beckenbodenmuskulatur deutlich gelindert werden – bei Frauen und Männern. Hier gilt es frühzeitig mit den Übungen einzusteigen. 

In letzter Konsequenz kann jedoch eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur unkontrollierten Harn- und Stuhlgang zur Folge haben. Die Betroffenen erfahren hierdurch eine erhebliche soziale Beeinträchtigung, denn die Inkontinenz ist noch immer ein Tabuthema, über das nicht gerne gesprochen wird.

Betroffene sollten die ersten Anzeichen ernst nehmen und nicht zu lange warten, einen Facharzt aufzusuchen. Zu den Beschwerden können beispielweise häufiger und plötzlicher Harndrang oder Störungen der Darmfunktion gehören.

Stefan Luther, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie

Grundsätzlich gibt es verschiedene und vielfältige Ursachen für Inkontinenz, so dass eine möglichst frühzeitige differenzierte Diagnostik und individuelle Therapieplanung wichtig ist, um eine optimale Behandlungsstrategie abzuleiten. Wir können ambulante, konservative und medikamentöse Therapien anbieten. Sollten diese nicht zum gewünschten Erfolg führen sind auch operative Behandlungen möglich. Dies hat für die Patienten den Vorteil der Behandlung aus einer Hand.

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