Besuchsverbot

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„Vorsicht heiß!“ – Tipps zum Tag des brandverletzten Kindes

Ärzte der Klinik für Kinder und Jugendliche der Helios HSK sensibilisieren für Gefahren, die zu folgenschweren Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen bei Kindern und Jugendlichen führen können / Aktionstag mit praktischen Übungen für Wiesbadener Grundschulkinder abgesagt

Unter dem Motto „Vorsicht heiß!“ findet am 7. Dezember der „Tag des brandverletzten Kindes“ statt. „Wir möchten im Rahmen dieses Aktionstags für Gefahren sensibilisieren, die zu schweren Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen bei Kindern und Jugendlichen führen können. Denn eine Brandverletzung ist extrem schmerzhaft und kann lebensverändernde Folgen für das Kind und die gesamte Familie haben“, sagt Prof. Dr. Markus Knuf, Direktor der Klinik für Kinder und Jugendliche an den Helios HSK Wiesbaden. „Leider müssen wir in diesem Jahr unsere Veranstaltung für Grundschüler zum Tag des brandverletzten Kindes aufgrund der Corona-Pandemie absagen.“ Die Helios HSK haben in den vergangenen Jahren Wiesbadener Grundschulklassen am Aktionstag in die Klinik eingeladen, um praktische Übungen zur Vermeidung von Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen durchzuführen und den Kindern zu zeigen, wie man Verletzungen nach solchen Unfällen fachgerecht behandelt und versorgt.

„Insbesondere sehr junge Kinder im Alter von 0-5 Jahren gehören zur Hochrisikogruppe bei thermischen Verletzungen. Heiße Flüssigkeiten wie z.B. Tee oder Kaffee können die sensible Kinderhaut schon ab einer Temperatur von 52 Grad C langfristig schädigen. Unter dem Folgen leiden die Kinder oft ein Leben lang“, sagt Patrick Saalabian, Leitender Oberarzt der Sektion Kinderchirurgie und angeborene Fehlbildungen der Helios HSK.

Prof. Markus Knuf und Patrick Saalabian weisen auf die Tipps der Initiative für brandverletzte Kinder e.V. hin, die Eltern, Erziehern und Lehrern wichtige Hinweise geben, wie Kinder und Jugendliche vor Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen geschützt, für Gefahren sensibilisiert und schwere Unfälle zu verhindert werden können:

  • Nichts Heißes essen oder trinken, während ein Kind auf dem Arm oder Schoß ist.
  • Heißgetränke nie zu nah an den Rand von Tisch- und Arbeitsplatte oder auf dem Boden abstellen.
  • Keine herabhängenden Tischdecken verwenden, Kinder könnten sich daran hochziehen.
  • Wasserkocher und andere elektrische Geräte immer außer Reichweite von Kindern stellen. Vorsicht mit herabhängenden Kabeln!
  • Kinder von heißen Flächen wie Herdplatten, Kaminöfen und Backöfen fernhalten.
  • Immer auf den hinteren Herdplatten kochen und die Griffe von Töpfen und Pfannen nach hinten drehen. Kochfeld mit einem Herdschutzgitter sichern, damit Kinder nicht auf heiße Platten fassen oder Töpfe auf sich herabziehen können.
  • Badewassertemperatur immer kontrollieren, niemals nur heißes Wasser einlaufen lassen. Wasserhähne mit Thermostat sichern.
  • Wärmflaschen mit Wasser unter 50 Grad C befüllen und die Flasche gut verschließen (bei Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern nicht verwenden).

In Deutschland werden jährlich mehr als 7.500 Kinder unter 15 Jahren aufgrund eines Verbrennungs- und Verbrühungsunfalls stationär behandelt. Der Tag des brandverletzten Kindes ist eine Initiative des Vereins Paulinchen e.V., der Familien mit brandverletzten Kindern in jeder Phase nach dem Unfall berät und begleitet.

Weitere Informationen finden Sie unter:

Facebook.com/HeliosHSKWiesbaden

Instagram.com/helios.hsk.wiesbaden

www.tag-des-brandverletzten-kindes.de

www.paulinchen.de