Prof. Dr. Märker-Hermann als erste Frau mit Leopold-Lichtwitz-Medaille ausgezeichnet© Foto: Quelle: DGIM/Sven Bartulic

Prof. Dr. Märker-Hermann als erste Frau mit Leopold-Lichtwitz-Medaille ausgezeichnet

Wiesbaden

Die höchste Anerkennung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) für medizinische Leistungen geht in diesem Jahr an die Chefärztin der Klinik für Rheumatologie, Klinische Immunologie und Nephrologie an den Helios HSK

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat die DGIM ihre höchste Auszeichnung, die Leopold-Lichtwitz-Medaille, einer Frau verliehen. Prof. Dr. Elisabeth Märker-Hermann, Chefärztin der Klinik für Rheumatologie, Klinische Immunologie und Nephrologie an den Helios HSK, wird damit für ihre herausragenden Leistungen in der Forschung und für die Innere Medizin auf dem Gebiet der Rheumatologie gewürdigt. Die Auszeichnung umfasst das Lebenswerk und wird üblicherweise erst nach Karriereende verliehen. Prof. Dr. Märker-Hermann (64) hat die Auszeichnung bereits im aktiven Berufsleben erhalten. „Das hebt die wissenschaftlich-medizinischen Leistungen unserer Kollegin noch einmal besonders hervor“, sagt Prof. Dr. Ralf Kiesslich, Medizinischer Geschäftsführer der Helios HSK Wiesbaden. „Wir sind daher sehr stolz darauf, dass Frau Prof. Märker-Hermann an unserer Klinik tätig ist und die Rheumatologie dank ihr ein Aushängeschild der Helios HSK ist. Sie ist eine exzellente Ärztin, deren Ziel es immer war und ist, Wissenschaft und die Versorgung unserer Patient:innen miteinander zu vereinen.“

Die DGIM zeichnet seit 1994 im Rahmen ihrer Jahreskongresse in Wiesbaden besondere Ärztinnen und Ärzte mit einer Medaille für ihr Lebenswerk aus, die in Lehre und Forschung tätig sind und die sich in außergewöhnlichem Maße für die Interessen der Inneren Medizin und der DGIM hervorgetan haben. Die Auszeichnung war bis 2010 nach Gustav von Bergmann benannt, wurde dann aber durch die Leopold-Lichtwitz-Medaille ersetzt.

Prof. Elisabeth Märker-Hermann ist seit vielen Jahren ehrenamtlich in verschiedenen medizinischen Fachgesellschaften und Gremien aktiv. Sie war unter anderem 2005/2006 Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) und 2012/2013 erste Vorsitzende der DGIM sowie Mitbegründerin des Mentoringprogramms der DGIM und der Initiative „Klug entscheiden“. Sie ist Sprecherin des Carol-Nachman-Kuratoriums, Mitglied des Sachverständigenbeirats des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), Vorsitzende des Kuratoriums Deutsche Rheumastiftung und Präsidentin des Stiftungsrats des Deutschen

Rheumaforschungszentrums Berlin. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der Pathogenese und Genetik von Spondyloarthritiden. Dabei handelt es sich um entzündlich-rheumatischen Erkrankungen vor allem der Gelenke der Wirbelsäule aber auch die der Beine, Arme und Sehnen.

Leopold Lichtwitz

Die Medaille trägt den Namen des Vorsitzenden der DGIM zum 45. Internistenkongress im Jahr 1933. Als Jude musste Leopold Lichtwitz im Zuge der nationalsozialistischen Machtübernahme seinen DGIM-Vorsitz niederlegen und emigrierte kurz darauf in die USA. Zu seinem Gedenken und in Erinnerung an tausende Ärztinnen und Ärzte jüdischer Abstammung, die während dieser Zeit geächtet, verfolgt und umgebracht wurden, hat die DGIM diese Auszeichnung 2013 ins Leben gerufen.

BUZ: 1. Mai 2022 - Prof. Märker-Hermann erhält die Leopold-Lichtwitz-Medaille auf dem Internisten-Kongress in Wiesbaden