Neuer Leiter der Palliativmedizin: Mehr Lebensqualität für Schwerkranke durch frühzeitige palliative Maßnahmen

Neuer Leiter der Palliativmedizin: Mehr Lebensqualität für Schwerkranke durch frühzeitige palliative Maßnahmen

Wiesbaden

„Mein Ziel ist, Patienten frühzeitig über Palliativmedizin und ihre wertvollen Möglichkeiten zu informieren“, sagt Dr. med. Daniel Stanze, der seit 1. März neuer Leiter der Palliativmedizin an den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden ist.

Er folgt auf Dr. med. Bernd Wagner, der die Palliativmedizin rund vier Jahre lang leitete. "Die verbreitete Meinung unter Patienten ist, Palliativmedizin sei gleich Endstation oder sie können mit dem Begriff gar nichts anfangen, beispielsweise weil es diese in ihrem Heimatland nicht gibt. Doch diese spezielle Art der Medizin kann bei schweren Krankheiten den Menschen sehr helfen. Wenn frühzeitig palliative Maßnahmen eingesetzt werden, profitiert der Patient von einer deutlich höheren Lebensqualität", sagt Stanze. Die Palliativmedizin widmet sich der Behandlung und Begleitung von Patienten mit nicht heilbaren Erkrankungen, etwa durch die Linderung körperlicher Beschwerden, wie Schmerzen und Atemnot. Zudem werden psychische, soziale und spirituelle Bedürfnisse berücksichtigt. "Rund 60 Prozent der Palliativ-Patienten werden nochmal nachhause oder in ein Hospiz entlassen. Hier ist also noch viel Aufklärungsarbeit nötig. Daher möchte ich frühzeitig ansetzen und die Menschen über die Vorteile der Palliativmedizin informieren", so Stanze.

Die Leitung der Palliativmedizin in den Helios HSK ist mit dem neuen Leiter Dr. Stanze (39) und Stationsleitung Vanessa Martin (25) jung besetzt. "Wir stecken die Patienten mit unserer Lebensfreude oft an", sagt Stanze. Martin ergänzt: "Für mich ist die Arbeit mit todkranken Menschen eine Bereicherung. Natürlich gibt es immer wieder Dinge, die mir nahe gehen, aber das geht den älteren Kollegen auch so. Man lernt hier viel fürs Leben, insbesondere die Kleinigkeiten im Leben zu schätzen."

Auf der Palliativstation der Helios HSK wird auf eine wohnliche, familiäre Atmosphäre wert gelegt und es wurden in den letzten Jahren zahlreiche Projekte realisiert. So können die Patienten mit ihren Angehörigen Zeit auf der großen bepflanzten Terrasse und im stationseigenen Wohnzimmer verbringen. Wenn Sie Zeit für sich selbst außerhalb ihrer hellen Einzelzimmer brauchen, ist dafür der "Raum der Stille" als Rückzugsort geeignet. Zwei Therapiehunde besuchen regelmäßig die Patienten und zaubern nicht nur diesen ein Lächeln aufs Gesicht. Gelegentlich sorgen Musiker und Musikerinnen der Wiesbadener Musik- und Kunstschule mit Live-Musik für Abwechslung vom Klinik-Alltag. Die Patienten werden regelmäßig nach Essenswünschen gefragt und bekommen diese in der stationseigenen Küche nach Möglichkeit zubereitet. Besuch darf rund um die Uhr kommen und die Angehörigen können auch auf der Station übernachten.

Stanze war zuvor Oberarzt in der Palliativmedizin der Helios HSK. "Ich habe früh gemerkt, dass ich in schwierigen Situationen einen Zugang zu den Menschen finde und diese an die Hand nehmen kann." Zuvor arbeitete er am Universitätsklinikum Frankfurt und am Klinikum Fulda. Er ist außerdem Sprecher der hessischen Landesvertretung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Der gebürtige Hildesheimer ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und in Spanien (Quirónsalud). Rund 17 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2017 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 8,7 Milliarden Euro. In Deutschland verfügt Helios über 111 Akut- und Rehabilitationskliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon vier Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 74.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 6,1 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks "Wir für Gesundheit". Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin. Quirónsalud betreibt in Spanien 45 Kliniken, 55 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 11,6 Millionen Patienten behandelt, davon 11,2 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 32.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro. Helios Deutschland und Spanien gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

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