Neuer Chefarzt und neue kardiologische Klinik speziell für Patienten mit Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche

Wiesbaden

Seit dem 1. Juli ist Privatdozent Dr. med. Bülent Köktürk Chefarzt der neu gegründeten Klinik für Invasive Elektrophysiologie und Rhythmologie an den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden.

Der gebürtige Niederrheiner ist Facharzt für Kardiologie und Innere Medizin und spezialisiert auf Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen. Dabei handelt es sich um ein Spezialgebiet der Kardiologie, das zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Die enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Kardiologie und Konservative Intensivmedizin, die als Zentrum für Herzschwäche (Heart Failure Center) als eine der ersten Kliniken in Deutschland zertifiziert ist, bietet Patienten einen echten Mehrwert. Denn die Ursache für Herzschwäche sind häufig Herzrhythmusstörungen, die nun schnell und unkompliziert auch bei hochkomplexen Fällen unter einem Dach behandelt werden können. Für die minimal-invasiven Eingriffe wurde ein neuer Herzkatheterplatz eingerichtet und mit modernster Kälteballontechnologie und einem neuen 3D-Navigationssystem ausgestattet. Im Rahmen eines „Rhythmusboards“ werden Patientenfälle aus den Helios Kliniken HSK, Idstein, Erlenbach und der DKD Wiesbaden sowie dem Helios MVZ Bad Schwalbach gemeinsam mit allen Experten aus beiden kardiologischen Kliniken begutachtet und Therapieempfehlungen ausgesprochen.

„Mit Privatdozent Dr. med. Köktürk haben wir einen renommierten Experten für Elektrophysiologie und Rhythmologie gewonnen. Mit ihm decken wir nun interdisziplinär das gesamte Spektrum der Kardiologie in großer Tiefe ab und schaffen so eine starke Anlaufstelle für Herzpatienten in der Region.“ erklärt Prof. Dr. Ralf Kiesslich, Ärztlicher Direktor und Leiter der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie.

Prof. Dr. med. Dr. Markus Ferrari, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Konservative Intensivmedizin ist überzeugt: „Die zunehmende Prävalenz und der steigende Bedarf an minimal-invasiven Eingriffen bei komplexen Herz-Kreislauf-Erkrankungen erfordert die Spezialisierung und Abbildung in zwei Kliniken mit zwei Chefärzten. Ich freue mich sehr über die Zusammenarbeit mit meinem neuen Kollegen, Herrn Privatdozent Dr. Köktürk, da wir so alle Herzerkrankungen im Spezialisten-Team optimal behandeln können.“

Der 42-jährige Köktürk absolvierte sein Studium der Humanmedizin an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Er schlug früh den Weg in Richtung Kardiologie ein: Bereits als Assistenzarzt war er in großen und bedeutsamen kardiologischen Kliniken im Ruhrgebiet, an der Universität in Maastricht und im Asklepios Krankenhaus St. Georg in Hamburg tätig. Seit 2010 hatte er eine Position als Oberarzt, ab 2016 als leitender Arzt der elektrophysiologischen und rhythmologischen Abteilung des Krankenhauses Porz am Rhein / Köln inne.

„Eine neue Klinik zu etablieren ist eine Herausforderung und eine Aufgabe, auf die ich mich sehr freue. Mein Ziel ist es, den Patienten eine hochmoderne, schnelle Diagnostik und Therapie aller kardiologischen Erkrankungen gemeinsam mit meinen Kollegen aus der Kardiologie aus einer Hand anzubieten“, so Köktürk.

Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt in der Erforschung des Vorhofflimmerns. Allein in Deutschland leiden fast 1,8 Million Menschen an dieser Herzrhythmusstörung. Die Habilitation erfolgte im Jahre 2016. Seitdem ist er Mitglied der Fakultät und lehrt als Privatdozent an der Universität Witten / Herdecke die Fächer Innere Medizin und Kardiologie. Privatdozent Dr. Köktürk ist an großen kardiologischen Studien beteiligt, und er ist Mitglied und Fellow der wichtigsten deutschen und europäischen kardiologischen Fachgesellschaften.