Deutsche Krebsgesellschaft ernennt Helios HSK zum Onkologischen Zentrum
Auszeichnung für fundierte Erfahrung und Qualität in der Krebsmedizin

Deutsche Krebsgesellschaft ernennt Helios HSK zum Onkologischen Zentrum

Die Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) hat die Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden als Onkologisches Zentrum zertifiziert. Damit zeichnet die DKG die Expertinnen und Experten der Krebsmedizin für ihre breite, oft langjährige Kompetenz und hohe Qualität in der medizinischen und pflegerischen Behandlung unterschiedlichster Krebserkrankungen aus.

„Mit der Zertifizierung unserer Klinik zum Onkologischen Zentrum besiegelt die Deutsche Krebsgesellschaft unsere fundierte und etablierte onkologische Expertise. Wir setzen damit zudem unseren Weg der Zentrenbildung fort, um unseren Patienten stets die besten Behandlungsoptionen und die beste Behandlungsqualität anzubieten. Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung unserer Leistungsfähigkeit von berufener Seite“, sagen Sandra Henek, Klinikgeschäftsführerin und Prof. Dr. Ralf Kiesslich, Ärztlicher Direktor der Helios HSK Wiesbaden.

Das zertifizierte Onkologische Zentrum umspannt derzeit acht zertifizierte Organzentren. Weitere zwei Organzentren befinden sich aktuell in oder kurz vor ihrer Zertifizierung. In den ausgezeichneten Organzentren arbeiten Experten aus internistischen und chirurgischen Fachkliniken, pflegerisch-therapeutischen und beratenden Disziplinen Hand in Hand für die optimale Behandlung eines Patienten zusammen:

•        Brustkrebszentrum und Senologie, Leitung Prof. Dr. Michael Eichbaum, zertifiziert seit 2004

•        Darmkrebszentrum, Leitung Prof. Dr. Michael Stumpf, zertifiziert seit 2020

•        Gynäkologisches Krebszentrum, Leitung Prof. Dr. Michael Eichbaum zertifiziert seit 2008

•        Leukämie- und Lymphomzentrum, Leitung Dr. Wolfgang Blau, zertifiziert seit 2020

•        Hauttumorzentrum, Leitung Prof. Dr. Christiane Bayerl, zertifiziert seit 2009

•        Kopf-Hals-Tumorzentrum, Leitung Prof. Dr. Jan Gosepath, zertifiziert seit 2020

•        Lungenkrebszentrum, Leitung Prof. Dr. Tim Hirche, Dr. Jasmin Dei-Anang, zertifiziert seit 2020

•        Pankreaszentrum, Leitung Prof. Dr. Michael Stumpf, zertifiziert seit 2020

•        Neuroonkologisches Zentrum, Leitung Prof. Dr. Barbara Carl, Zertifizierung erfolgt in den nächsten Monaten

•        Prostatakrebszentrum, Leitung Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Jäger, Zertifizierung erfolgt in den nächsten Monaten

Die Federführung für den erfolgreichen Zertifizierungsprozess lag in den Händen des Direktors der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin, Dr. Wolfgang Blau. Aufbauend auf den bereits etablierten und zertifizierten Zentren für Hauttumore, Brust- und Gynäkologie, führte er weitere fünf Organzentren parallel zum übergeordneten Onkologischen Zentrum zur Zertifizierung. Weitere zwei Organzentren befinden sich auf dem Weg zur Zertifizierung.

Dr. Wolfgang Blau, Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie, und Palliativmedizin und Leiter des Onkologischen Zentrums: “Um dieses bedeutende, deutschlandweit anerkannte Zertifikat zu erreichen, müssen strenge fachliche, technische und organisatorische Anforderungen erfüllt werden. Diese Anforderungen sind erfreulicherweise bereits etablierte Standards an den Helios HSK. Unsere Patienten können darauf vertrauen, dass sie stets durch Spezialisten für ihre jeweilige Tumorerkrankung beraten werden und die Behandlung auf höchstem medizinisch-wissenschaftlichem Niveau erfolgt. Die Zertifizierung ist dafür ein sichtbarer eindeutiger Beleg. „Überdies gewährleisten wir, dass alle an der Therapie beteiligten Bereiche des Onkologischen Zentrums, die eng miteinander verzahnt sind, durch mehrmals wöchentliche Tumorkonferenzen einen Behandlungsplan entwickeln, der auf jeden Patienten zugeschnitten ist oder gegebenenfalls angepasst wird.“

Für das Erreichen des deutschlandweit anerkannten Zertifikats „Onkologisches Zentrum“ müssen strenge fachliche, technische und organisatorische Anforderungen erfüllt werden, unter anderem:

•        wöchentliche Tumorkonferenzen mit allen für einen Fall relevanten Spezialisten, in denen ein individuelles Behandlungskonzept entwickelt wird,

•        interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Fachbereiche unter Einbeziehung von Pflege, Physiotherapie, Ernährungsberatung, Psychoonkologie u.a.

•        Durchgängige Beratung der Patienten durch den Sozialdienst in allen Phasen der Erkrankung

•        Betreuung durch onkologische Fachpflegekräfte

•        regelmäßige Fort- und Weiterbildungen der Ärzte und des Pflegepersonals.

An die einzelnen Organzentren werden zudem weitere spezielle Anforderungen gestellt. So wird durch die Vorgabe von Mindestzahlen an Patienten oder Eingriffen sichergestellt, dass betroffene Patienten stets von Ärzten und Behandlungsteams beraten und versorgt werden, die über die erforderliche Erfahrung in der onkologischen Therapie verfügen. Darüber hinaus müssen Kriterien des Datenschutzes, Qualitätsmanagements und der Dokumentation erfüllt werden.

Neben den ärztlichen Spezialisten spielen auch speziell weitergebildete Gesundheits- und Krankenpfleger sowie medizinische Fachkräfte eine zentrale Rolle – hierzu gehören die onkologische Fachpflege, Breast Care Nurses, Ernährungsberatung und Physiotherapie.  „Die Beteiligung der verschiedenen Bereiche und Berufsgruppen stellt sicher, dass die Behandlung nicht nur rein medizinisch-klinisch, sondern ganzheitlich erfolgt“, sagt Blau.

Zur körperlichen Belastung einer Tumorerkrankung kommen oftmals auch seelische Leiden hinzu. Hierfür stehen ihnen im Tumorzentrum neben der medizinisch-pflegerischen Versorgung eine psychoonkologische Betreuung, die Klinikseelsorge, der Sozialdienst und enge Kontakte zu unterschiedlichen Selbsthilfegruppen zur Verfügung. Die palliative Therapie nicht heilbarer Tumorerkrankungen ist ein weiterer wichtiger Bestandteil des Onkologischen Zentrums. Sie kann zu Hause durch ein Team der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung oder auf der Palliativstation der Helios HSK erfolgen.