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Brustkrebsrisiko: Genetische Beratung für mehr Sicherheit

Brustkrebsrisiko: Genetische Beratung für mehr Sicherheit

In der Genetischen Beratung erhalten Sie eine Einschätzung Ihres Risikos, an Brustkrebs zu erkranken und welche Therapie sinnvoll ist.

Genetische Beratung

Fast jeder, der eine Krebserkrankung nicht nur am eigenen Leib, sondern auch bei seinen nächsten Verwandten erlebt hat, stellt sich wohl früher oder später diese Frage. Die Ungewissheit kann eine große seelische Belastung darstellen.

Wenn in Ihrer Familie bereits Brust- oder Eierstockkrebs aufgetreten ist, möchten wir Sie ermutigen, sich bei uns beraten zu lassen. Vorab können wir Sie jedoch ein wenig beruhigen, denn meist sind diese Bedenken unnötig, da familiär bedingte Krebserkrankungen selten sind.

In der Genetischen Beratung erhalten Sie Antworten auf die Fragen, wann der Verdacht einer erblichen Belastung besteht und wie Ihr eigenes Risiko aussieht. In einem ersten Beratungsgespräch sprechen wir über die Anzeichen, die auf ein familiäres Risiko hindeuten und wer einer intensivierten Vorsorge bedarf. Ebenso informieren wir zum Thema Gentests, welche Bedeutung diese haben und welche Maßnahmen bei einem höheren Erkrankungsrisiko sinnvoll sind.

Im besten Fall stellt sich bereits bei einer Erstberatung heraus, dass es keinen Anhaltspunkt für ein erhöhtes Erkrankungsrisiko gibt und Sie demselben Risiko ausgesetzt sind wie die Allgemeinbevölkerung. Ist jedoch eines der so genannten Einschlusskriterien für einen Gentest erfüllt, so werden weitere Fragen vor dem genetischen Test gestellt.

Die Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie arbeitet Hand in Hand mit anderen Kliniken und niedergelassenen Medizinern, um unseren Patienten die bestmögliche Versorgung anbieten zu können.

Die häufigste Krebserkrankung der Frau ist das Mammakarzinom (Brustkrebs). Jede neunte Frau erkrankt daran. Rund 15 bis 20 Prozent treten familiär gehäuft auf, aber nur fünf bis zehn Prozent sind "erblich".

Veränderungen in den Genen BRCA1 oder BRCA2 können auch an männliche Verwandte vererbt und von diesen wiederum an ihre Kinder weitergegeben werden. Deshalb empfehlen wir, dass sich in Risikofamilien auch die männlichen Familienmitglieder untersuchen lassen.

  • Mindestens drei Frauen der Familie (z.B. Mutter, Schwester, Tochter oder Sie selbst) haben Brustkrebs
  • Mindestens zwei Frauen sind an Brustkrebs erkrankt, davon eine vor dem 51. Lebensjahr
  • Mindestens zwei Frauen sind an Eierstockkrebs erkrankt
  • Mindestens eine Frau hat Brust- und Eierstockkrebs
  • Mindestens eine Frau hat Brustkrebs und eine Frau hat Eierstockkrebs
  • Mindestens eine Frau ist an beidseitigem Brustkrebs erkrankt, und zwar vor dem 51. Lebensjahr
  • Mindestens eine Frau der Familie hat Brustkrebs. Sie war zu Beginn der Erkrankung jünger als 36 Jahre
  • Mindestens ein Mann ist an Brustkrebs und eine Frau ist an Brust- und Eierstockkrebs erkrankt

Wenn Sie glauben, zu einer solchen Risikofamilie zu gehören, nehmen Sie Hilfe und Beratung in Anspruch.

Stephanie Willmann

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Stephanie Willmann

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