Leistungen

Einzelbehandlung (Einzelsetting)

Einzelbehandlungen bieten wir auf allen Stationen als vollstationäre Behandlung sowie als tagesklinische Behandlung an.

Nicht jeder Patient fühlt sich im Austausch mit anderen Patienten wohl. Bei einigen Themen eignet sich auch eine Zwei-Personen-Situation eher für die Behandlung Eine häufige Indikation, die eine  Einzelbehandlung erfordert ist beispielsweise die Krisenintervention, bei der ein ganz aktuelles Thema, welches  eine schwere Belastung für den Patienten darstellt, zentral im Vordergrund steht.

Personen mit bestimmten Problembereichen, Belastungen oder Eigenheiten, etwa Menschen mit schweren Persönlichkeitsstörungen können unter Umständen angemessener im Einzelsetting als im Gruppensetting behandelt werden. Auch extrem negative, verletzende und traumatisierende Erfahrungen, die das aktuelle Wahrnehmen und Erleben prägen, fordern unter Umständen den Rahmen eines Einzelsettings.

In der Regel führt der Patient mit seinem Therapeuten in der Einzeltherapie ("Einzelsetting") drei Gespräche pro Woche. Hinzu kommen kreative Behandlungsverfahren, wie die Gestaltungstherapie oder die konzentrative Bewegungstherapie.

Gruppensitzungen können ergänzend als weiterer Bestandteil zur Einzeltherapie hinzukommen. Zum Beispiel das Erlernen eines Entspannungsverfahrens in der Gruppe, wie Progressive Relaxation, Autogenes Training oder Qigong Yangsheng. Auch physiotherapeutische Behandlungsgruppen, wie "Bewegen und Dehnen", Wirbelsäulengymnastik und "Outdoor" bieten sich ergänzend zur Einzeltherapie an.

Häufig führt die Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie zu einem guten Behandlungsergebnis. Therapeuten erhalten durch die höhere Behandlungsdichte und den intensiveren Austausch wesentlich mehr Informationen über den Patienten und können so individueller und zielgerichteter behandeln.

Folgende Aspekte berücksichtigen wir bei der Planung einer Einzelbehandlung:

  • Es fällt unter Umständen leichter sich zu öffnen, sich nur einem oder wenigen Therapeuten mitzuteilen.
  • Es wird wesentlich mehr Zeit für das Eingehen auf die jeweils spezielle Problematik benötigt.
  • Therapiezeiten können flexibler festgelegt werden.
  • Der Austausch mit anderen und deren Themen und Problemen ist zu belastend. Auf der anderen Seite geht ein wichtiges Übungs-, Austausch- und Entwicklungsfeld verloren, verzichtet man auf die Gruppe.