Leistungen

Nicht-operative Behandlungen

Durch unsere Gesichtsmuskeln können wir unsere Gefühle mimisch zum Ausdruck bringen. Hiebei aktivieren wir, bewusst oder unbewusst, bestimmte Muskelgruppen im Gesicht. Das Zusammenziehen dieser Gesichtsmuskeln (z.B. beim Lachen) führt zu der Ausbildung von Falten (hier: Lachfalten). Bei den Falten unterscheidet man zwischen dynamischen und statischen Falten. Dynamische Falten entstehen nur dann, wenn die darunter gelegene mimische Muskulatur sich kontrahiert, wohingegen statische Falten, meist mit zunehmendem Lebensalter, auch in einem völlig entspannten Gesicht zu erkennen sind.

Mithilfe des Wirkstoffes Botulinum Toxin lässt sich die Aktivität der Gesichtsmuskeln ohne chirurgischen Eingriff gezielt vermindern oder vollständig aufheben. Die so ausgeschalteten oder in ihrer Kontraktionskraft reduzierten Muskeln führen zu keiner oder einer deutlich verminderten Faltenbildung der Haut. Hierzu wird Botulinum Toxin mittels feiner Injektionsnadeln in entsprechende Muskeln gespritzt und hemmt so deren Aktivität, welche die Faltenbildung verantwortet. Das sichtbare Ergebnis ist eine Glättung der Haut. Die Wirkung tritt innerhalb der ersten Tage nach Injektion ein und bleibt für einen Zeitraum von 3 bis 4 Monaten bestehen. Ausführliche Anatomiekenntnisse und eine gute Spritztechnik vorausgesetzt, ist diese Behandlung einfach in der Anwendung. Da die Substanz aus einem natürlichen, gereinigten Protein besteht, ist sie gut verträglich. Sie wirkt nur dort wo sie gespritzt wurde und baut sich an dieser Stelle wieder vollständig ab. Der vollständige Abbau ist der Hintergrund, warum der Effekt von Botulinum-Toxin nach etwa 3 Monaten nachlässt.

Der Wirkstoff Botulinum-Toxin wird im HNO-Zentrum für plastische Chirurgie jedoch nicht nur für rein ästhetische Eingriffe eingesetzt. Im Rahmen von Narbentherapie dient es zur Verminderung der Wundspannung nach erfolgter chirurgischer Korrektur.

Obwohl dieser Wirkstoff meist sehr gut vertragen wird und nur selten Nebenwirkungen auftreten (z.B. vorübergehende Rötung an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, oder grippeartige Beschwerden), wird Schwangeren oder stillenden Frauen, Patienten mit einer Muskelschwäche oder einer Überempfindlichkeit gegen die Substanz von der Behandlung abgeraten.

Unsere Haut besteht aus einem feinen Bindegewebenetz, welches die Elastizität und Festigkeit der Haut ausmacht. Mit zunehmenden Lebensalter verliert unsere Haut an Volumen (sie wird dünner) und Elastizität, was zur Folge hat, dass gewisse Hautpartien lineinförmig einsinken, es bilden sich statische Falten. Dies sind jene Falten, die unabhängig von einer Kontraktion der darunterliegenden Gesichtsmuskulatur bestehen, und durch die Aktivierung der Gesichtsmuskeln häufig nur noch an Tiefe zunehmen. Die Faltenunterspritzung ermöglicht ein Auffüllen und Stabilisieren der betroffenen Areale, was zu einem Aufpolstern entsprechender Falten führt.

Hyaluronsäure ist eine synthetisch hergestellte gelartige Substanz, welche eii enormes Wasserspeichervermögen aufweist und die hauteigene Bindegewebsherstellung stimuliert. Diese Eigenschaften ermöglichen das gezielte Glätten von Hautfalten. In Abhängigkeit von Gesichtsregion, Faltenstadium und Hautqualität werden unterschiedliche Hyaluronsäurepräparate gewählt oder miteinander kombiniert. Durch die Wahl der geeigneten Volumina und der richtigen Injektionstechniken kann ein ansprechendes ästhetisches Ergebnis erreicht werden.

Vor der Behandlung sollte das Gesicht abgeschminkt und desinfiziert sein. Durch eine fotografische Dokumentation (Vorher-, Nachheraufnahmen) erhält der Patient die Möglichkeit den Erfolg der Behandlung selbst einzuschätzen. Vor dem Eingriff erfolgt eine ausführliche Untersuchung und Beratung. Hier wird auch festgelegt, welche Areale unterspritzt werden sollen. Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung und dauert etwa 15 bis 30 Minuten. Nach der Behandlung kann eine vorübergehende Schwellung und Rötung der Haut auftreten. Die Wirkung der Hyaluronsäure hält im Durchschnitt etwa 6 Monate.

Bei dem Facial Resurfacing (Dermabrasio) erfolgt ein kontrolliertes, mechanisches Abschleifen oberflächlicher Hautpartien. Diese Technik findet sowohl in der ästhetischen als auch rekonstruktiven Chirurgie Einsatz. Zum einen lassen sich hiermit großflächige Hautfältchen korrigieren und zum anderen kann so das Erscheinungsbild von Narben gemildert werden. Mit Ausnahme der Augenpartie kann die Dermabrasio im gesamten Gesicht eingesetzt werden. Neben der Narbenkorrektur ist diese Methode besonders für die Lippenregion geeignet.

Durch das sanfte Abschleifen der oberflächlichen Hautpartien, wird eine narbenfreie Neubildung der Haut angeregt. Für ein optimales Ergebnis ist eine sorgfältige Nachsorge und Pflege mit Feuchtigkeitscremes und Salben erforderlich. In der ersten Phase bildet sich ein Schorf, der nach etwa einer Woche abfällt. Die darunter neu gebildete Haut ist weich, glatt und sehr lichtempfindlich. Um durch Sonnenstrahlen verursachte bleibende Hautveränderungen (Pigmentstörungen) zu vermeiden ist eine direkte Sonneneinwirkung zu vermeiden. Des Weiteren empfehlen wir zum Schutz der behandelten Region die Anwendung von Sonnencremes und Make-Up. Die Neubildung der Haut benötigt etwa 2 Wochen, Saunabesuche oder Sonnnenbaden sollten jedoch für mindestens 4 Monate gemieden werden.