Besuchsverbot

Derzeit gilt das Besuchsverbot in den Wiesbadener Krankenhäusern.

Alle Infos zu den Ausnahmeregelungen finden Sie hier: Besuchsverbot und Ausnahmeregelungen

Pankreaszentrum

Das Pankreaszentrum an den Helios Dr. Horst Schmidt-Kliniken (Helios HSK) ist ein Zusammenschluss aller bei der Diagnose und Behandlung von Bauchspeicheldrüsenerkrankungen (Pankreaserkrankungen) beteiligten Ärzten, Kliniken und Einrichtungen. Ziel ist es, Patienten mit Pankreaserkrankungen, vor allem auch Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, orientiert an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen optimal zu behandeln.

Das Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs) zeigt in den letzten Jahren eine kontinuierliche Zunahme und steht mittlerweile bei den durch Krebs verursachten Todesfällen weltweit an vierter bis fünfter Stelle.

Die Behandlung des Pankreaskarzinoms ist außerordentlich komplex und bedarf in besonderem Maße einer engen interdisziplinären Kooperation und nachweisbarer medizinischer Qualität.

An den Helios HSK wurde in den letzten Jahren ganz gezielt eine besondere Expertise auf diesem Gebiet geschaffen. Alle heute nach internationalem Standard zu fordernden Diagnose- und Therapieverfahren stehen in den Helios HSK zur Verfügung. Dies zeigt sich auch in aktuell hohen Behandlungs- und Operationszahlen. Alle etablierten Operationsverfahren an der Bauchspeicheldrüse werden in unserem Haus mit international vergleichbaren Ergebnissen durchgeführt.

Seit Mitte 2012 ist das Pankreaszentrum, als Ergebnis dieser Bemühungen, nach dem Qualitätsmanagementsystem DIN EN ISO 9001:2008 und nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft als Pankreaskrebszentrum zertifiziert.

Leistungsspektrum

Wesentlich für eine erfolgreiche Behandlung ist die enge Zusammenarbeit der spezialisierten Fachabteilungen. Entscheidend ist beim Pankreaskarzinom eine individuelle Behandlungsplanung. Um diese zu erarbeiten stehen alle notwendigen diagnostischen Verfahren zur Verfügung. Neben Computertomographie (CT) und Kernspintomographie (MRT) ist hier vor allem die Sonographie, die Endoskopie (ERCP) und die Endosonographie (Ultraschall durch den Magen) maßgeblich. Hier können auch behandlungsbedürftige Vorstufen des Pankreaskarzinoms sicher erkannt und eingeschätzt werden.

Ist die Verdachtsdiagnose eines Pankreaskrebses gestellt worden, wird für jeden Patienten in der Tumorkonferenz, gemeinsam mit allen Spezialisten ein auf den einzelnen Patienten abgestimmtes Behandlungskonzept erarbeitet, um das bestmögliche Behandlungsergebnis erzielen zu können. Nach der Operation wird ebenfalls in der gemeinsamen Konferenz das Stadium der Erkrankung analysiert und die weitere optimale und individuell angepasste Therapie erarbeitet.

Für die radikale Entfernung des Tumors stehen alle modernen Operationsverfahren bis hin zur Teilentfernung der großen Bauchgefäße zur Verfügung. Auch spezielle organerhaltende Techniken und minimal-invasive Methoden werden bei gutartigen Erkrankungen durchgeführt.

Durch Einsatz besonderer Narkoseverfahren, Schmerztherapie und Operationstechniken müssen die Patienten in der Regel weniger als 24 Stunden auf der Intensivstation überwacht werden. Moderne Rehabilitationskonzepte (Fast-Track Rehabilitation) ermöglichen nach der Operation eine zügige Mobilisation und einen raschen Kostaufbau.

Diese modernen Behandlungsmethoden sind in den Helios HSK standardisiert und werden konsequent eingesetzt. Nach der Operation erfolgt die erneute Vorstellung jedes einzelnen Patienten in der Tumorkonferenz. Hier wird das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung besprochen und weitere notwendige Behandlungsmaßnahmen erarbeitet.

Die Diagnose Krebs stellt für die Patienten und ihre Angehörigen ein einschneidendes Ereignis und eine große Belastung dar. Viele Fragen und Sorgen, häufig auch existentielle Ängste stellen sich ein. Wir sehen es als Aufgabe des gesamten Behandlungsteams an auch auf diese Sorgen und Ängste unserer Patienten einfühlsam einzugehen. Unterstützt werden wir hierbei von unserem psychoonkologischen Team, von dem sich alle Patienten und Angehörigen beraten lassen können. Sollte es notwendig sein oder dem Wunsch des Patienten entsprechen, können auch individuelle Konzepte für die Zeit nach dem Klinikaufenthalt erarbeitet werden.

Ein Team von Ernährungsberaterinnen unterstützt und schult unsere Patienten und ihre Angehörigen, falls eine Umstellung oder Anpassung der Ernährung notwendig werden sollte.

Unser Sozialdienst bereitet gemeinsam mit unseren Patienten und ihren Angehörigen die Rückkehr nach Hause vor und hilft, Maßnahmen zur Rehabilitation in die Wege zu leiten. Sollte es nötig sein, vermittelt und beantragt der Sozialdienst Leistungen bei den Sozialversicherungsträgern.