Besuchsverbot

Derzeit gilt das Besuchsverbot in den Wiesbadener Krankenhäusern.

Alle Infos zu den Ausnahmeregelungen finden Sie hier: Besuchsverbot und Ausnahmeregelungen

Bösartige Tumore des Kopf-Halsbereiches stellen beim Menschen weltweit die 6-häufigste Krebsform dar. In Deutschland wird jährlich bei 50 von 100.000 Menschen ein Tumor im Kopf-Hals-Bereich nachgewiesen. Wenngleich insbesondere in Europa gesundheitspolitische Aufklärungskampagnen in Bezug auf typische Risikofaktoren wie Tabak- und Alkoholkonsum erfolgreich vollzogen wurden, steigt weltweit die Inzidenz der Kopf-Hals-Karzinome noch immer an. Grund hierfür ist nach aktuellen Erkenntnissen die hohe Zahl von Erkrankungen aus beispielsweise genetischen Gründen oder auch durch zwischenmenschlichen Kontakt übertragene virale Infektionen.

Dabei werden mit der Begrifflichkeit Kopf-Halstumoren die unterschiedlichen Regionen des Gebietes zusammengefasst. Im Einzelnen handelt sich um die bösartigen Tumore des Mundes, des Rachens und des Schlundes, des Kehlkopfes, sowie auch des äußeren Halses, der Speicheldrüsen, der äußeren Region von Schädel und Gesicht, aber auch der Nasen und Nasennebenhöhlen einschließlich der Schädelbasis.

Zur Diagnostik, Therapieplanung und Nachsorge dieser Tumorentitäten bieten wir in unserer Klinik mehrfach wöchentlich spezielle Sprechstunden in unserer Ambulanz an. Des Weiteren besteht durch die, in unsere Klinik integrierte Abteilung für Phoniatrie, eine ausgewiesene Expertise  im Bereich der Diagnostik und Therapie von funktionellen Beeinträchtigungen der Sprech- und Schluckfunktion durch Tumorerkrankungen.

Die Behandlung von lokal fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren besteht aus einem interdisziplinären und multimodalen Therapieansatz. Sie beinhaltet in der Regel die klassischen 3-Säulen aus Operation, Bestrahlung und/oder Chemotherapie, ggf. in Kombination mit einer Immuntherapie. In ausgewählten Fällen wird zuvor eine unterstützende Induktionstherapie eingeleitet. Jedes Therapiekonzept ist dabei stets individuell auf die Erkrankung sowie das Stadium der Erkrankung abgestimmt.

In unserer Klinik arbeiten wir eng mit unseren Kollegen aus anderen Fachbereichen, wie der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, der Radioonkologie, Hämatologie/Onkologie, Radiologie, Nuklearmedizin, Pathologie und zusammen. Therapieempfehlungen werden gemeinsam mit diesen Spezialisten auf Grundlage der neuesten Erkenntnisse im Rahmen einer interdisziplinären Tumorkonferenz ausgesprochen. Anschließend wird im Rahmen einer persönlichen Nachbesprechung gemeinsam ein individualisierter Behandlungsplan erstellt.

Wichtig ist uns dabei, dass der Patient mit seinen Wünschen und Vorstellungen nicht nur in die Therapieplanung mit einbezogen wird, sondern auch die individuelle körperliche Konstitution und die persönliche Gesamtkonstellation berücksichtigt werden.

Das tumorchirurgische Spektrum unserer Klinik deckt den gesamten Kopf-Halsbereich ab. In den meisten Fällen ist es möglich Tumore sowohl endoskopisch-kontrolliert laserchirurgisch als auch offen chirurgisch unter größtmöglichem Funktionserhalt zu entfernen. Sollten zur operativen Tumortherapie größere, komplexe Eingriffe ohne die Möglichkeit eines Organerhaltes erforderlich sein, können mittels rekonstruktiven Verfahren zum Beispiel in Form von mikrovasculär-gestielten Transplantaten in unserer Klinik auch größere Defekte funktionserhaltend  verschlossen und versorgt werden. Im Falle, dass eine Rekonstruktion nicht möglich oder gewünscht ist, bieten wir auch die Möglichkeit der Versorgung mit speziell angefertigten Epithesen an.

Sollte über die chirurgische Therapie hinaus eine ergänzende Therapie erforderlich sein, arbeiten wir im Falle einer notwendigen Strahlentherapie, die in manchen Fällen mit einer klassischen Chemotherapie kombiniert werden muss, eng verzahnt mit der Radioonkologie zusammen.

Darüber hinaus basieren die modernen Ansätze unserer medikamentösen Tumortherapie auf dem Prinzip die individuell unterschiedlichen Entstehungsweisen bösartiger Veränderungen zu berücksichtigen. Hier sind einerseits moderne biologische Medikamente zu nennen, die Tumoren ihre jeweilige gewebespezifische Wachstumsgrundlage entziehen, sowie anderseits solche Ansätze, die die körpereigenen Immunabwehrstrategien stärken und reaktivieren.

Als Maximalversorger und akademisches Lehrkrankenhaus  gelten für uns die neuesten Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft als Grundlage unserer Therapieempfehlungen. Dadurch motiviert führen wir selbst onkologische Studien durch.

Im Anschluss an eine abgeschlossene Tumortherapie findet im Rahmen der wöchentlichen Tumorsprechstunde, eine regelmäßige Nachsorge über mehrere Jahre nach einem Leitlinien-orientierten Plan statt. Hierbei werden die supportiven Bereiche unserer Klinik wie Logopädie, Sozialdienst, Ernährungsberatung und Psychoonokologie je nach individuellem Bedarf und medizinischer Notwendigkeit hinzugezogen.

So erreichen Sie uns:

Sprechzeiten

Kopf-Hals-Tumorzentrum

Kopf-Hals-Tumorzentrum
Tägliche KV-/ Zuweiser-Sprechstunde von 08.00 – 10.00 Uhr in der HNO-Ambulanz
Spezielle Tumorsprechstunde mittwochs von 10.30 – 12.30Uhr &
donnerstags von 10.30 – 13.30Uhr
Terminvereinbarung : HNO-Ambulanz Telefon 0611-43-2368
Privatärztliches Sekretariat Telefon 0611-43-2997
Das Kopf-Hals-Tumorzentrum stellt sich vor In unserem Flyer finden Sie die wichtigsten Informationen zum Kopf-Hals-Tumorzentrum in Kürze zusammengefasst – bequem zum Download.