Radiologische Darstellung der Gallenwege (ERCP)

Die radiologische Darstellung der Gallenwege (ERCP) erlaubt die Darstellung und die endoskopische Therapie der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüsengänge.

Die Gallenwege und der Gang der Bauchspeicheldrüse münden gemeinsam im Zwölffingerdarm. Dieser Bereich wird als Papille bezeichnet. Die ERCP (Endoskopische retrograde Cholangio- Pancreaticographie) ermöglicht es die Papille während einer Endoskopie mit einem Katheter zu sondieren und wiche Drähte in den Gallengang oder den Pankreasgang vorzuschieben. Dadurch können verschiedenen Instrumente vorgeschoben werden und auch Drainagen (Stents) in die verschiedenen Gangabschnitte gelegt werden. Die ERCP wird heute fast ausschließlich als therapeutisches Verfahren genutzt. Die Endosonographie, die Computertomographie oder die Magnetresonanztomographie werden verwendet um Erkrankungen der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse genau zu erkennen und die Notwendigkeit (Indikation) einer ERCP zu stellen. Am häufigsten wird die ERCP eingesetzt um Gallengangsteine zu entfernen. Gallengangsteine blockieren den Abfluss von Galle, was zu einer Gelbsucht führen kann. Besonders gefürchtet ist es, wenn sich ein Stein im Bereich der Papille verklemmt. Dadurch kann eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) entstehen.

Im Rahmen einer ERCP wird die Papille aufgeschnitten (Papillotomie) und die Steine werden mit einem drahtgeführten Körbchen oder einem Ballon geborgen. Die Hauptkomplikation der ERCP ist die Entzündung der Bauchspeicheldrüse. In etwa 3% der Fälle kommt es nach der Untersuchung zu einer Entzündungsreaktion, die in der Regel durch eine Infusionstherapie beherrscht werden kann. Wir tun alles um das Risiko dieser Komplikation zu minimieren. Alle Patienten erhalten deshalb ein Zäpfchen (Indometazin) und eine Infusion vor der Untersuchung, da aktuelle Studien gezeigt haben, dass dadurch das Risiko gesenkt werden kann. Als Besonderheit der ERCP bieten wir an unsere Klinik die Cholangioskopie und die Pankreatikoskopie an.

Uns steht eine digitale Minikamera zur Verfügung, die über einen Miniendoskop (Außendurchmesser 3mm) direkt in den Gallengang- oder den Pankreasgang vorgeschoben werden kann. Dieses spezielle Verfahren setzen wir ein um Tumore zu erkennen und unklare Engstellungen zu beurteilen.

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Bauchzentrum: Allgemeine Sprechstunde der Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie

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